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Folge 2

002 MÄCHTIGE MIKROTOOLS BAUEN OHNE CODING

Erfahre, wie du ohne Programmierkenntnisse mächtige Browser-Tools in HTML baust, um Excel-Chaos zu bändigen und Daten sicher lokal zu visualisieren.

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AI Mini Tool in 10 Minuten

Wie aus einer konkreten Aufgabe mit AI schnell ein kleines, testbares Tool wird.

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SHOW NOTES

In dieser Folge von Kontext.FM zeigen Kai und Trutz, warum der Browser das unterschätzte Schweizer Taschenmesser für AI-Projekte ist. Sie erklären, wie Nicht-Entwickler mithilfe von Coding-Agenten wie ChatGPT oder Claude eigene Mikro-Tools als Single-Page-HTML bauen können, um komplexe Aufgaben ohne IT-Freigabe oder Cloud-Zwang zu lösen.

Die Themen dieser Episode:

  • Warum Browser-basierte Tools die modernen Makros der AI-Ära sind.
  • Praktische Anwendungsfälle: Von der Verknüpfung mehrerer Excel-Tabellen bis hin zur automatisierten Fluktuationsanalyse.
  • Datensicherheit und Datenschutz: Wie man sensible Dokumente lokal verarbeitet, ohne sie mit Cloud-Anbietern zu teilen.
  • Die Macht der Visualisierung: Interaktive Dashboards, Kartenansichten und 3D-Grafiken mit JavaScript-Bibliotheken erstellen.
  • Fortgeschrittene Setups: Einbindung lokaler Sprachmodelle (wie Llama 3) für die private Analyse von Verträgen und Bewerbungen.
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung: Wie du mit einem einfachen Prompt dein erstes eigenes Tool generierst.

Erwähnte Ressourcen und Links:

  • Ollama für das lokale Ausführen von Sprachmodellen.
  • ChatGPT und Claude als Coding-Assistenten.

Feedback und Fragen gerne an: podcast@kontext.fm

TRANSKRIPT

[00:00:00] Moin Kai! Moin Trutz! Wir reden heute über Mikro-Tools im Browser.

[00:00:05] Warum sind Mikro-Tools im Browser so cool, Kai?

[00:00:08] Ja, ich glaube, wir beide, wenn wir irgendwas brauchen, dann bauen wir uns Tools.

[00:00:15] Irgendwas in Python oder zu Not einen Docker-Container.

[00:00:17] Und ich habe überlegt, wie sieht das denn aus, wenn man jetzt keine Entwicklungsumgebung

[00:00:22] auf dem eigenen Rechner hat und irgendwie erst mal mit der IT reden müsste,

[00:00:25] um irgendwie Python auf den Rechner zu bekommen.

[00:00:28] Und da war die Überlegung, was gibt es für Alternativen?

[00:00:32] Und dann bin ich ein bisschen tiefer in das Thema HTML, also Mikro-Tools im Browser, eingestiegen

[00:00:38] und fand das ziemlich faszinierend, was da alles möglich ist.

[00:00:43] Und deshalb haben wir uns gedacht, machen wir da eine Episode draus, glaube ich.

[00:00:46] So kam das, oder?

[00:00:47] Ganz genau, denn diese Folge richtet sich absolut an Nicht-Entwickler,

[00:00:51] denn auch die haben die Möglichkeit, sich entsprechende Tools zu bauen.

[00:00:54] Bevor wir jetzt tiefer einsteigen, über was für Tools reden wir denn da eigentlich?

[00:00:58] Vielleicht können wir da mal ein paar Beispiele bringen, um so ein bisschen mal den Vorhang zu lüften.

[00:01:05] Ja, genau. Ich glaube, in der normalen Arbeitswelt hat man andauernd irgendwie das Problem,

[00:01:09] dass man Dinge machen muss.

[00:01:11] Entweder muss man Datenformate aus einer Excel-Datei in eine andere bekommen

[00:01:15] oder aus einer CSV-Datei Dinge rausbekommen, nur Teile davon unter bestimmten Bedingungen.

[00:01:20] Also irgendwie so Daten, Dokumente verarbeiten.

[00:01:24] Was alles auch per Hand geht, aber das macht natürlich viel mehr Spaß, wenn das irgendwie automatisch geht.

[00:01:29] Ich hatte letzten Fall für einen Kunden drei Excel-Tabellen

[00:01:33] und musste dann aus der einen Excel-Tabelle gucken, ob die Spalte, ein paar tausend Spalten,

[00:01:39] ein paar tausend Zeilen, ob die Zeile irgendwie matcht mit einer Zeile in der anderen Tabelle.

[00:01:44] Und von da dann fällt in die dritte Tabelle, um da was rauszubauen.

[00:01:47] Also alles Dinge, die man per Hand machen kann, wenn man die auf einem großen Bildschirm nebeneinander legt.

[00:01:52] Aber automatisiert natürlich viel cooler.

[00:01:55] So, da schreibt man einmal auf, wie das funktionieren soll und dann baut man das.

[00:01:58] Und dann, selbst wenn man es nur für den einen Anwendungsfall braucht,

[00:02:01] finde ich, lohnt es sich schon ein Tool zu bauen,

[00:02:03] als da irgendwie eine halbe Stunde zu sitzen und die Zeilen hin und her zu kopieren.

[00:02:07] Und davon gibt es, glaube ich, ganz viele Fälle.

[00:02:10] Oder eine Visualisierung für ein bestimmtes Meeting,

[00:02:15] eine Visualisierung machen von Zahlen, die man aus dem ERP-System, aus seinem Billing-Tool rausgezogen hat.

[00:02:20] Oder eine bestimmte Analyse oder ein Beispiel, ein Demo, ein kleiner Demonstrator

[00:02:27] für eine Akquise mit einem Kunden, wo man sagt, so kann das ungefähr aussehen.

[00:02:31] Also es gibt, glaube ich, ganz, ganz viele Anwendungsfälle.

[00:02:34] Und ich glaube auch so Dinge, die du in der letzten Folge zu deinem Agenten erzählt hast,

[00:02:39] so die Cases, wofür man so einen Agenten umsetzen kann, wenn es ad hoc ist.

[00:02:44] Wenn man gerade mal irgendwie eine bestimmte Frage hat, kann man natürlich auch so ein Microtool bauen.

[00:02:48] So sagen, ich habe hier irgendwie aus drei Quellen Daten,

[00:02:51] baue mir jetzt mal schnell ein Tool, das das analysiert.

[00:02:55] Genau. Also ich glaube gerade dieses Excel-Thema,

[00:02:57] drei Tabellen irgendwie verknüpfen oder visualisieren, ich glaube, das hat jeder schon mal erlebt.

[00:03:02] Das braucht man ja fast ständig.

[00:03:03] Und normalerweise, genau wie du sagst, man würde Excel aufmachen,

[00:03:06] sich irgendwie drei Tabellenblätter nehmen, irgendwelche S-Verweise bauen,

[00:03:09] filtern, sortieren, umsortieren, rumkopieren.

[00:03:11] Und das dauert ja manchmal dann schon ein paar Stunden.

[00:03:14] Und ich glaube, das ist ein sehr guter Anwendungsfall,

[00:03:16] mit dem jeder sich, glaube ich, ein Stück weit identifizieren kann.

[00:03:19] Und dazu kann man sich, glaube ich, sehr, sehr gut eigene Tools bauen.

[00:03:23] Und irgendwo habe ich letztens gelesen, Microtools sind die Makros der AI-Ära.

[00:03:28] Und das stimmt auch, glaube ich.

[00:03:29] Also wann habe ich denn zum letzten Mal irgendwie ein Makro geschrieben in Excel?

[00:03:33] Heute würde man sich wahrscheinlich wirklich lieber ein Tool bauen.

[00:03:37] Und was das Ganze ja auch beschleunigt, ist halt,

[00:03:41] dass man heute mit Coding-Agenten halt ja auch nicht mehr programmieren können muss.

[00:03:44] Oder man kann einfach sagen, was man will.

[00:03:47] Und dann ist ja die eigentliche Herausforderung,

[00:03:50] dass man das Programm dann ja ausführen muss.

[00:03:52] Und das war früher ja auch eine Hürde.

[00:03:54] Da muss man sich ja irgendwas auf dem Rechner installieren.

[00:03:57] Genau wie du sagst.

[00:03:58] Und ich glaube, da kommen die Browser ins Spiel, oder?

[00:04:00] Genau. Browser ist eine total spannende Umgebung,

[00:04:04] um kleine, kleine Tools auszuführen.

[00:04:07] Weil Browser ist immer installiert.

[00:04:09] Ich kann mir jetzt kein Szenario vorstellen,

[00:04:11] wo man einen Rechner hat und keinen Browser installiert hat.

[00:04:15] Ist total mächtig.

[00:04:16] Das heißt, die Visualisierungsmöglichkeiten sind total groß.

[00:04:20] Das heißt, wenn man sich spannende Tools da draußen anguckt als Web-Anwendungen,

[00:04:25] auch extrem leistungsfähig.

[00:04:27] Interaktion ist total gut.

[00:04:29] Man kann Buttons, Slider auswählen.

[00:04:31] Man kann auch andere interaktive Diagramme da einbauen.

[00:04:36] Das heißt, erst mal ist es visuell extrem stark interaktiv.

[00:04:39] Das heißt, man kann viel Interaktion reinbauen, gute Visualisierung bauen.

[00:04:44] Und was noch ein spannender Teil ist,

[00:04:47] ist, dass es schon sehr starke Sicherheitsanforderungen hat.

[00:04:53] Das heißt, so ein Browser, der darf auch nicht alles.

[00:04:55] Da gibt es schon ein gutes Sandboxing,

[00:04:57] dass der nicht auf dem Rechner irgendwas tun kann

[00:04:59] und wild im Dateisystem sich bewegt.

[00:05:01] Sind natürlich auch Einschränkungen, wenn man so über Tools nachdenkt.

[00:05:04] Aber hilft auch dabei, einfach Dinge zu bauen, die sicher sind.

[00:05:08] Wenn ich das als HTML-Datei im Browser öffne,

[00:05:11] dann ist schon überschaubar, was alles möglich ist.

[00:05:14] Der kann nicht auf dem Rechner einfach irgendwas tun,

[00:05:16] was ein Python-Programm im Prinzip schon tun kann.

[00:05:19] Was auch noch mal ein gutes Argument ist,

[00:05:23] warum man gerade Nicht-Entwicklerinnen und Nicht-Entwicklern

[00:05:25] eigentlich diese Browser eine extrem gute Ausführungsumgebung

[00:05:30] für so Mikro-Tools ist.

[00:05:31] Total. Also genau wie du sagst.

[00:05:33] Das ist, glaube ich, ein total unterschätztes Programm.

[00:05:35] Man nutzt es eigentlich nur zum Webbrowsern

[00:05:38] oder genau wie du sagst,

[00:05:39] irgendwelche Anwendungen bedienen, die im Web laufen.

[00:05:42] Aber man kann sich damit auch eigene Anwendungen bauen.

[00:05:44] Und das Gute ist, genau wie du sagst,

[00:05:45] es ist auf jedem Rechner, glaube ich, installiert.

[00:05:48] Man muss nicht erst die IT fragen,

[00:05:49] ob man da irgendwas installiert bekommt.

[00:05:51] Es hat starke Visualisierung.

[00:05:53] Es kann ein Java-Skript ausführen.

[00:05:55] Da kommen wir gleich noch drauf.

[00:05:56] Also eine kleine, eine sehr mächtige Programmiersprache.

[00:05:59] Und dann haben wir eigentlich alle Komponenten zusammen,

[00:06:02] um sich ein Tool zu bauen.

[00:06:03] Eine schöne Oberfläche, eine Programmiersprache im Hintergrund,

[00:06:06] eine sichere Ausführungsumgebung

[00:06:08] und das ist ja eigentlich wirklich ein Traum.

[00:06:11] Und dann kann man genau die Sachen machen.

[00:06:13] Und genau wie du sagst, man kann auch mit Dateien arbeiten.

[00:06:16] Da gibt es aber, glaube ich, ein paar Einschränkungen,

[00:06:18] genau wie du gesagt hast.

[00:06:18] Man kann ja jetzt nicht einfach sagen,

[00:06:20] hier liegt meine Datei auf der Festplatte,

[00:06:21] nimm die und mach da was mit draus.

[00:06:23] Bevor wir da vielleicht zu tief einsteigen,

[00:06:28] gibt es noch irgendwas, was man über Browser wissen muss?

[00:06:31] Oder haben wir da eigentlich das meiste jetzt schon soweit?

[00:06:34] Ich glaube, das ist das Wichtige, haben wir schon genannt.

[00:06:38] Du kannst halt eine einzelne HTML-Datei,

[00:06:41] die lokal auf deinem Rechner liegt, im Browser öffnen.

[00:06:44] Und in der HTML-Datei ist JavaScript.

[00:06:47] Das heißt, das Programm, den Code,

[00:06:49] hast du eigentlich mit in dieser einen Datei.

[00:06:51] Wird dann vom Browser lokal ausgeführt

[00:06:53] und ist eine vollständige Programmiersprache.

[00:06:56] Das heißt, da kann man extrem viele Dinge bauen.

[00:07:00] Und das, was es jetzt, das ging natürlich früher auch schon so,

[00:07:04] aber wir wären, glaube ich, nicht auf die Idee gekommen,

[00:07:07] als allererstes uns eine HTML-Datei mit JavaScript zu bauen,

[00:07:09] wenn wir ein Tool bauen würden.

[00:07:12] Aber zusammen mit Coding-Agenten ist das einfach was,

[00:07:14] was jede und jeder machen kann.

[00:07:16] Das heißt, zusammen mit so einem Cloud oder einem Chat-GPT

[00:07:19] kann ich da natürlich sprachlich formulieren,

[00:07:21] was ich denn gerne hätte.

[00:07:23] Und dann baut er mir eine HTML-Datei mit JavaScript

[00:07:26] und dann bin ich in der Lage, ganz relativ komplexe Sachen,

[00:07:30] spannende Visualisierungen zu machen,

[00:07:32] indem ich sie einfach nur in Text beschrieben habe.

[00:07:34] Und das ist, glaube ich, der Unterschied zu dem, was schon immer ging.

[00:07:38] Du konntest schon immer HTML, eine lokale HTML-Datei mit JavaScript machen.

[00:07:42] Aber jetzt musst du nicht programmieren können,

[00:07:44] sondern du sagst einfach deinem Coding-Agenten oder einfach deinem Chatbot,

[00:07:49] sagst, ich hätte gerne folgende Anwendung als eine Single-File-HTML.

[00:07:54] Und dann baut er dir das.

[00:07:55] Dann kannst du das ausprobieren in dem Browser,

[00:07:57] ziehst da deine Dateien rein, die du analysieren willst,

[00:08:00] guckst, ob das passt.

[00:08:00] Und sonst gehst du noch mal zurück zu deinem Chat-Agenten

[00:08:05] und sagst ihm, was du gerne noch angepasst hättest

[00:08:07] und kriegst die neue Version und kannst das dann weiter testen.

[00:08:11] Und das ist, glaube ich, das Neue mit den KI-Agenten, mit den KI-Chatbots.

[00:08:16] Können auch Nicht-Entwicklerinnen und Nicht-Entwickler sowas bauen.

[00:08:19] Das stimmt. Und genau wo du es sagst, es ist halt wirklich am Ende eine Datei,

[00:08:22] wo alles drin sein kann.

[00:08:23] Nicht zwingend muss, aber kann.

[00:08:25] Um vielleicht diese Buzzwords noch mal runterzubrechen.

[00:08:28] Wir haben eine HTML-Datei, enthält natürlich HTML.

[00:08:31] Das kann man sich vorstellen wie die Grundstruktur der Seite.

[00:08:34] Dann haben wir CSS.

[00:08:35] Platt gesagt, das macht das Ganze ein bisschen schicker.

[00:08:38] Und dann haben wir ja JavaScript.

[00:08:40] Und JavaScript ist, wie gesagt, eine sehr mächtige Sprache.

[00:08:43] Auch unser Tool AMALYTIX ist in JavaScript programmiert,

[00:08:46] sowohl im Backend als auch im Frontend.

[00:08:49] Und das kann man da wirklich inline, neben JavaScript,

[00:08:52] direkt ausführen.

[00:08:53] Es gibt halt auch sehr mächtige Bibliotheken für JavaScript,

[00:08:55] wo man sich dann halt mit wenigen Klicks

[00:08:58] wahnsinnig starke Fähigkeiten noch mit dazu holen kann.

[00:09:00] Und genau wie du sagst, JavaScript ist super populär.

[00:09:03] Deswegen können es diese Coding-Agenten auch sehr, sehr gut.

[00:09:06] Und dann haben wir eigentlich alles beisammen, was man braucht,

[00:09:08] um so ein Tool zu bauen.

[00:09:13] Genau.

[00:09:15] Du hast es eben schon gesagt,

[00:09:17] man kann damit auch Dateien erzeugen und man kann auch Dateien einlesen.

[00:09:22] Aber da muss man, glaube ich, eine gewisse Besonderheit beachten.

[00:09:23] Denn, wie gesagt, man kann es ja einfach direkt reinlesen.

[00:09:26] Man muss es wahrscheinlich dann in dem Browser hochladen, oder?

[00:09:29] Genau, so ist das die Idee, wie das typischerweise funktioniert.

[00:09:33] Im einfachsten Fall, so habe ich die Tools jetzt immer gebaut,

[00:09:37] als ich ein bisschen rumprobiert habe und mal geguckt habe,

[00:09:39] was so alles geht, ist eigentlich so ein Drag-and-Drop.

[00:09:42] Ich nehme aus meinem Filesystem, ziehe die Datei rüber

[00:09:46] und lasse die auf die Flächen im Browser fallen,

[00:09:48] die ich da vorgesehen habe.

[00:09:50] Und dann ist das einfach so ein Drag-and-Drop.

[00:09:52] Dann ist die Datei da und kann ausgewertet werden.

[00:09:55] Und wenn du dann daraus neue Formate erzeugen willst,

[00:09:58] das heißt, ich will beispielsweise aus meinen Umsatzzahlen

[00:10:01] aus dem ERP-System, aus verschiedenen Standorten,

[00:10:03] die will ich zusammen in einen Report packen.

[00:10:05] Das heißt, ich habe dann irgendwie drei, fünf, sieben Excel-Exporte,

[00:10:09] ziehe die zusammen, habe dann eine interaktive Oberfläche,

[00:10:12] wo ich dann mir Grafen, irgendwie Monate,

[00:10:14] Quartale, Regionen zusammenziehen kann,

[00:10:17] das entsprechend konfigurieren kann und mache mir daraus

[00:10:19] dann einen PDF-Export.

[00:10:20] Und das ist dann einfach ein Download.

[00:10:22] Das heißt, ich kann dann in mein Mikro-Tool

[00:10:25] einen Download- oder einen Report-Button bauen.

[00:10:28] Und der erzeugt mir dann aus dem, was ich da gerade konfiguriert habe,

[00:10:32] das heißt, eine besondere Sicht auf meine sieben Excel-Listen

[00:10:35] mit Umsatzzahlen, kann ich dann einen PDF-Export machen.

[00:10:38] Und das ist dann wie ein Download im Browser auch.

[00:10:40] Das heißt, da wird eine Datei runtergeladen.

[00:10:42] Das heißt, das ist der typische Weg.

[00:10:44] Ich muss schon Daten da reinziehen und muss sie dann,

[00:10:47] wenn ich die später weiternutzen will,

[00:10:50] muss dann so ein Export, also ein Download machen.

[00:10:52] Und das ist so der Weg.

[00:10:54] Das heißt, wenn ich die dann wieder öffne,

[00:10:55] die HTML-Datei kann sich so ein bisschen,

[00:10:57] der Browser kann sich im Cache Dinge merken.

[00:11:01] Aber eigentlich, wenn ich so große Excel-Dateien weiter analysieren will,

[00:11:05] dann muss ich die beim nächsten Mal wieder da reinziehen.

[00:11:07] Das ist so der Kompromiss, den man dann eingeht.

[00:11:10] Ja, genau.

[00:11:12] Also vielleicht mal ganz allgemein zusammengefasst,

[00:11:14] man baut sich so ein Mikro-Tool, lädt dann die Datei da rein.

[00:11:18] Dann passiert die Magie mit JavaScript.

[00:11:19] Da werden irgendwelche Daten umsortiert.

[00:11:21] Und dann kann ich mir wieder eine Excel-Datei

[00:11:22] oder auch sogar einen PDF rausgeben lassen.

[00:11:25] Und du hast es eben schon gesagt,

[00:11:26] es muss jetzt ja nicht nur Datenmanipulation sein,

[00:11:28] Datei rein, Datei raus, sondern es kann ja auch Visualisierung sein.

[00:11:32] Und für alle, die es nicht wissen,

[00:11:34] JavaScript stellt da wahnsinnig mächtige Bibliotheken bereit,

[00:11:40] von einfachen Balken-Charts bis hin zu komplexen 3D-Visualisierungen.

[00:11:46] Und das ist, glaube ich, auch eine super Stärke von JavaScript,

[00:11:50] beziehungsweise auch von der Darstellung im Browser,

[00:11:52] dass man sich dann halt auch vielleicht einen Bericht

[00:11:54] einfach nur schön visualisieren kann

[00:11:56] und vielleicht sogar auch interaktiv visualisieren kann.

[00:11:58] Ich muss ja nicht nur irgendwelche Bar-Charts nehmen, so wie sie sind.

[00:12:01] Ich kann die Daten ja auch erst mal einlesen und dann filtern,

[00:12:04] mir irgendwelche Regler bauen, Daten eingeben,

[00:12:07] dass nach bestimmten Kriterien gefiltert wird und vieles mehr.

[00:12:10] Und das macht es, glaube ich, auch so super mächtig.

[00:12:14] Genau, ich habe jetzt ein Beispiel, was ich jetzt mal gebaut habe

[00:12:17] in der Vorbereitung, um das mal ein bisschen auszuprobieren.

[00:12:20] Es ist einfach so ein Umsatz-Dashboard,

[00:12:23] wo man aus einer wilden Excel-Tabelle oder mehreren Umsatzzahlen ausliest.

[00:12:30] Und die sind nach bestimmten Spalten,

[00:12:33] irgendwie die Produktkategorie, das Datum des Umsatzes etc.

[00:12:38] Und dann kann ich da interaktiv visualisieren.

[00:12:42] Ich habe dann unterschiedliche Zeitverläufe

[00:12:44] über die Monate der letzten zwölf Monate, der letzten sechs Monate,

[00:12:48] welcher Bereich Software, Hardware, Beratung, Service,

[00:12:52] welcher Bereich hat denn wie viel Umsatz anteilig gemacht

[00:12:56] in dem Zeitraum, den ich mir gerade…

[00:12:57] Kann ich über Schieberegler einstellen?

[00:12:58] Kann ich sagen, welchen Zeitraum möchte ich denn gerade betrachten?

[00:13:01] Möchte ich alle Produktkategorien angucken oder nur bestimmte?

[00:13:05] Ich kann mir Wachstumsraten ansehen.

[00:13:07] Ich kann mir das darstellen lassen nach Kategorie,

[00:13:11] Trends auch in bestimmten Kategorien über die Monate

[00:13:15] und kann das so visualisieren.

[00:13:17] Ich kann auch, spannend in einem Beispiel,

[00:13:20] hat er mir dann auch einfach eine Kartenvisualisierung eingebaut.

[00:13:24] Das heißt, ich kann auch dahinter wirklich so interaktive,

[00:13:27] wie man es von Google Maps kennt oder OpenStreetMap,

[00:13:30] Kartenformate hinterlegen.

[00:13:33] Das heißt, ich habe dann unterschiedliche Standorte,

[00:13:35] kann dann gucken, welche Regionen wie viel Umsatz gemacht haben

[00:13:38] und die dann farblich markieren, in der Karte rumnavigieren.

[00:13:43] Das ist extrem mächtig und ein wichtiger Grund,

[00:13:47] warum das so mächtig ist.

[00:13:48] Also ich habe nur diese eine HTML-Datei,

[00:13:50] die ist auch gar nicht so groß,

[00:13:51] irgendwie ein paar Kilobyte, doppelklicke ich,

[00:13:53] dann öffnet die sich in meinem Browser

[00:13:55] und dann werden oder ein Weg und der einfachste Weg ist,

[00:14:00] dass so Libraries, das heißt,

[00:14:01] wenn ich jetzt bestimmte Visualisierungen haben möchte,

[00:14:07] bestimmte Widgets haben möchte

[00:14:10] oder so ein Kartenmodul haben möchte, etc.,

[00:14:13] dann lädt er die Bibliotheken,

[00:14:16] das sind letztendlich auch JavaScript-Bibliotheken,

[00:14:18] die lädt er dynamisch nach.

[00:14:19] Das heißt, er braucht schon eine Internetverbindung,

[00:14:21] nicht, weil die Daten irgendwo hinfließen,

[00:14:23] sondern weil er diese Libraries, wie man jetzt Karten darstellt,

[00:14:27] wie man OpenStreetMap als Hintergrund lädt,

[00:14:29] weil er das dann dynamisch aus dem Internet lädt.

[00:14:32] Das heißt, die Anbieter für diese Libraries

[00:14:34] haben über so ein Content-Delivery-Network,

[00:14:37] bieten die an, das heißt,

[00:14:38] du kannst diese Library dynamisch einfach nachladen im Browser,

[00:14:41] macht der auch vollautomatisch.

[00:14:42] Dann hast du eine sehr kleine HTML-Datei

[00:14:44] und diese ganze Framework drumherum,

[00:14:47] diese Visualisierungsoptionen, etc.,

[00:14:50] die Schnittstellen, die Möglichkeiten,

[00:14:52] die Module, um Karten zu laden, etc.,

[00:14:54] die lädt er automatisch nach.

[00:14:56] Wenn du komplett offline sein willst, geht das auch.

[00:14:59] Du kannst die Dateien, diese Libraries auch laden

[00:15:01] und neben deiner HTML-Datei legen.

[00:15:03] Aber der einfachste Weg ist tatsächlich,

[00:15:06] das wird dynamisch geladen und dann einfach benutzt im Browser.

[00:15:09] Das ist vielleicht ein guter Hinweis nochmal.

[00:15:10] Man weiß ja gar nicht manchmal ganz genau,

[00:15:12] wie der Coding-Agent das jetzt gemacht hat.

[00:15:13] Hat er sich das runtergeladen und dann wird das lokal eingebunden

[00:15:16] oder bindet er das ad hoc ein

[00:15:18] und setzt praktisch eine Internetverbindung voraus?

[00:15:21] Beides möglich, kann man ihm ja auch sagen,

[00:15:23] wie man es gerne hätte.

[00:15:24] Meistens ist der Browser natürlich auch im Internet,

[00:15:27] aber halt auch nicht immer.

[00:15:28] Und wenn man da bestimmte Anforderungen hat,

[00:15:30] und das muss jetzt irgendwie auch offline im Wald funktionieren,

[00:15:32] ohne Internet, dann kann man ihm das sagen

[00:15:35] und dann ginge auch das, glaube ich.

[00:15:37] Aber nochmal ein guter Punkt.

[00:15:38] Und auch das Thema, das haben wir noch gar nicht besprochen,

[00:15:40] weil wir es einfach als selbstverständlich voraussetzen,

[00:15:44] der Browser hängt ja auch im Internet.

[00:15:46] Das heißt, der kann ja auch sich Daten aus dem Web holen im Zweifel

[00:15:51] oder er kann Daten ins Web senden

[00:15:54] und er kann zum Beispiel auch AI-Agenten anbinden aus dem Internet.

[00:15:58] Die werden ja unter anderem per API angebunden.

[00:16:02] Das sind praktische Schnittstellen

[00:16:04] und wenn man da einen entsprechenden Zugang hat,

[00:16:05] dann kann man sich auch so einen kleinen Chatbot bauen

[00:16:08] mit so einer HTML-Datei.

[00:16:10] Und das ist natürlich auch super mächtig.

[00:16:12] Das hat natürlich ein paar Sicherheitskonsequenzen,

[00:16:14] darüber müssen wir gleich nochmal reden.

[00:16:16] Aber so ein Browser ist wirklich sehr, sehr fähig

[00:16:20] und über eine Sache haben wir, glaube ich, noch gar nicht gesprochen.

[00:16:21] Man kann sogar Dateien im Browser abspeichern.

[00:16:25] Wir haben gelernt, auf der Festplatte aus dem Browser abspeichern,

[00:16:28] das ist dann immer mit dem Download verbunden tatsächlich.

[00:16:31] Also der Browser kann ja nicht direkt auf das Dateisystem zugreifen,

[00:16:35] aber man kann trotzdem so ein paar Daten im Browser ablegen,

[00:16:39] um dann vielleicht, wenn man an einem Tag was gemacht hat,

[00:16:42] am nächsten Tag dann dort weiterzumachen

[00:16:44] und nicht den sogenannten State oder den Status zu verlieren.

[00:16:48] Wie funktioniert denn das eigentlich genau?

[00:16:50] Ja, auch total spannend.

[00:16:52] Da sind die Browser auch relativ leistungsfähig.

[00:16:56] Es gibt unterschiedliche, so ein Local Storage,

[00:16:59] wo du eher so Werte speicherst, Key-Value-Paare speicherst.

[00:17:04] Das heißt, du immer einen Wert und eine Bezeichnung speicherst

[00:17:07] und die dann nachladen kannst.

[00:17:09] Und es gibt aber auch wirklich eine Datenbank im Speicher des Browsers,

[00:17:15] womit du nochmal deutlich mächtiger bist.

[00:17:17] Sowas wie SQLite, das heißt wirklich

[00:17:19] ein Datenbankzugriff, der im Browser-Cache läuft.

[00:17:23] Das sind Daten, die im Zweifel auch verschwinden können.

[00:17:26] Hat man ja, glaube ich, manchmal,

[00:17:28] wenn irgendwelche Anwendungen nicht funktionieren.

[00:17:30] Ich hatte das mit OpenAI mal eine Zeit lang,

[00:17:35] wo ich immer wieder den Browser-Cache löschen musste,

[00:17:38] weil irgendwas kaputt war und der das nicht mehr geladen hat.

[00:17:41] Das heißt, so diesen Speicher vom Browser, den kann man auch löschen.

[00:17:44] Das heißt, im Zweifel ist das irgendwann weg.

[00:17:45] Aber wenn man den Cache nicht aktiv löscht,

[00:17:47] dann ist das einfach wieder da.

[00:17:49] Das ist jetzt wirklich schon ein paar Jahre her,

[00:17:51] aber ich habe mir mal relativ früh so ein Tool gebaut,

[00:17:54] weil ich meine ganzen Daily-To-Dos in so einem Kanban-Board haben wollte.

[00:17:58] So spalten und hin und her ziehen.

[00:18:00] Und ich hatte da irgendwie Themen drin, wo ich dachte,

[00:18:02] das will ich nicht einem Webdienst geben,

[00:18:05] irgendwie einem Online-Tool geben, wo meine Tasts drin liegen,

[00:18:09] mit wem ich jetzt welche Dinge besprechen muss

[00:18:11] und wo ich noch ein Angebot schreiben muss und was so alles da drin war.

[00:18:14] Deshalb habe ich mir selber was gebaut.

[00:18:16] Und das geht im Browser auch total gut.

[00:18:18] Wenn du so ein einfaches Tool für deine Daily-Tasks haben willst,

[00:18:23] total einfach, du formulierst das in den Chatbot

[00:18:27] und der baut dir eine HTML-Datei, die doppelklickt morgens drauf,

[00:18:30] gibt dir deine Spalten, so wie du sie haben willst

[00:18:32] und dann kannst du deine To-Dos hin und her ziehen.

[00:18:34] Ganz einfaches Tool.

[00:18:36] Da gibt es auch jede Menge Online-Tools oder Sachen,

[00:18:39] die man sich runterladen, installieren kann.

[00:18:41] Aber das ist halt eine Möglichkeit, das genau so zu bauen,

[00:18:43] wie du es gerne hättest, mit den Spalten und mit den Besonderheiten,

[00:18:47] die für dich vielleicht noch wichtig sind,

[00:18:49] genau so zu bauen, wie du willst.

[00:18:50] Und das ist was, was man komplett im Browserspeicher benutzen kann.

[00:18:56] Das heißt, ich baue da meine Tasks rein,

[00:18:57] sage, ich muss noch das, das, das machen,

[00:18:59] Deadline, bis wann will ich das machen?

[00:19:01] Und dann soll das rot aufleuchten, wenn die Deadline morgen ist

[00:19:04] oder was auch immer ich mir da vorstellen kann.

[00:19:06] Das komplett im Browserspeicher.

[00:19:08] Und wenn ich das am nächsten Tag wieder aufmache,

[00:19:10] dann ist das wieder da.

[00:19:11] Und wenn ich das eine Woche später mache, ist das auch noch da.

[00:19:16] Man muss dann immer so ein bisschen vorsichtig sein.

[00:19:18] Ich glaube, es ist sinnvoll, ab und zu auch mal ein Export zu machen.

[00:19:20] Das heißt, ich mache dann so ein Download-Button noch da rein,

[00:19:23] wo ich sage, exportiere mir das jetzt mal

[00:19:24] und eine Möglichkeit, das per Drag-and-Drop wieder nachzuladen.

[00:19:27] Das heißt, wenn der Browser-Cache doch mal entweder,

[00:19:29] weil der Browser-Cache verloren ist oder ich einfach, genau,

[00:19:32] dann ist alles weg, weil das halt einfach nur da lokal gespeichert wird

[00:19:36] und man kann es löschen.

[00:19:37] Das ist die Idee von diesem Cache.

[00:19:38] Deshalb heißt das Cache.

[00:19:41] Und ich kann es aber durch diesen Export auch einfach woanders mit hinnehmen.

[00:19:46] Das heißt, wenn ich jetzt sage,

[00:19:47] trotzdem willst du mein Tool haben oder meine To-Dos haben,

[00:19:51] du darfst das weitermachen,

[00:19:52] dann kann ich dir die Datei, die Exportdatei einfach geben,

[00:19:55] die HTML-Datei und du öffnest die bei dir.

[00:19:58] Ich glaube, dabei ist auch noch wichtig,

[00:19:59] so dieses, wenn man mit HTML-Dateien arbeitet

[00:20:03] und lokalen HTML-Dateien, hängt dieser Cache,

[00:20:05] also der Browser packt diesen Cache immer an eine bestimmte Webseite

[00:20:09] oder an eine bestimmte HTML-Datei.

[00:20:11] Und auf dem Rechner geht es darum, wo die Datei liegt.

[00:20:14] Das heißt, wenn ich die Datei in ein anderes Verzeichnis schiebe,

[00:20:18] hat die Datei wieder einen eigenen Cache und eine eigene Welt, in der sie lebt.

[00:20:22] Deshalb, wenn man die Datei dann umzieht und von da öffnet,

[00:20:24] dann weiß der Browser nicht, dass es da irgendwelche Cache-Daten zu gibt

[00:20:27] und das ist was Neues.

[00:20:28] Das muss man ein bisschen beachten, je nachdem, was man für ein Tool baut.

[00:20:31] Aber auch das ist extrem mächtig.

[00:20:35] Das heißt, man kann wirklich schon, ich glaube, 15 MB,

[00:20:38] ich bin nicht ganz sicher, aber ich glaube, so die Größenordnung,

[00:20:41] das ist schon nicht wenig an Daten.

[00:20:43] Und da kann man sich das, mein Task-Management war jetzt irgendwie

[00:20:47] was relativ Einfaches, aber man kann sich auch so Projekt-Management,

[00:20:50] Programm-Besteuerung oder Ähnliches vorstellen,

[00:20:53] wo man einfach sehr individuell, vielleicht auch nur auf einem Teil der Daten,

[00:20:58] bestimmte Analysen für sich machen will oder ein bestimmtes Tracking machen will.

[00:21:03] Anderes Beispiel ist vielleicht Fluktuation in bestimmten Bereichen.

[00:21:10] So Mitarbeitende, wo kommen Mitarbeiter dazu,

[00:21:13] wo verlassen Mitarbeiter bestimmte Abteilungen auch wieder.

[00:21:17] Da gibt es so einmal im Monat ein Reporting und wenn ich das mal auswerten will,

[00:21:20] ist das auch ein super Anwendungsfall für so ein Mikro-Tool im Browser,

[00:21:24] weil die ganzen Daten mit, wer ist in welcher Abteilung neu

[00:21:29] und wann hat wer welche Abteilung verlassen ist,

[00:21:31] das ist nichts, was ich jetzt irgendwie Chatshippity oder Claude hinschmeißen würde.

[00:21:35] Das sind Sachen, die nicht gehen.

[00:21:38] Aber auszuwerten, wie ist denn die Fluktuation,

[00:21:40] wo sind die meisten dazu gekommen, die meisten haben uns verlassen,

[00:21:44] wie lange waren die, die uns verlassen haben, denn tatsächlich da,

[00:21:47] wann sind die eingestiegen, dafür kann man super so ein Mikro-Tool bauen einfach.

[00:21:50] Und das kann jeder machen.

[00:21:52] Es müssen jetzt keine Software-Entwicklerinnen und Software-Entwickler sein,

[00:21:55] sondern da sagt irgendwie HR oder eine Abteilungsleitung sagt,

[00:21:58] das interessiert mich mal über die letzten zwölf Monate oder 24 Monate,

[00:22:02] wie war denn so unsere Fluktuationsrate, wie lange waren die Leute denn da.

[00:22:06] Nimmt man die ganzen PDF-Dateien, lässt sich von Chatshippity oder Claude

[00:22:11] so ein Mikro-Tool, so ein HTML-Datei bauen,

[00:22:15] jackt da zwölf PDF-Dokumente rein und dann hat man eine Auswertung,

[00:22:19] die man auch noch exportieren kann für den nächsten Report

[00:22:21] oder fürs nächste Abteilungsmeeting oder für Strategie oder ähnliches.

[00:22:26] Das sind jetzt nochmal zwei wichtige Vorteile nochmal.

[00:22:30] Man kann es auch einfach weitergeben, also wenn du eine HTML-Datei baust,

[00:22:33] kannst du mir die schicken, dann kann ich die nutzen,

[00:22:35] dann sehe ich natürlich deine Daten jetzt nicht,

[00:22:37] die du vielleicht schon im Browser hinterlegt hast,

[00:22:38] aber ich kann das Tool zumindest direkt weiter nutzen.

[00:22:41] Und das Zweite ist, es ist halt lokal und sicher.

[00:22:46] Ich teile jetzt die Daten nicht mit irgendeinem Cloud-Anbieter,

[00:22:48] das ist glaube ich auch nochmal ein Riesenvorteil.

[00:22:50] Und das Dritte, was du eben nochmal gesagt hast, ist,

[00:22:52] ich kann es wirklich an meine Bedürfnisse anpassen,

[00:22:56] weil dieses Tool ist im Zweifel nur für mich.

[00:22:58] Und ich muss mich jetzt nicht mit irgendwelchen Beschränkungen zufrieden geben,

[00:23:02] die irgendwelche anderen Anbieter von Standardsoftware mit eingebaut haben.

[00:23:05] Das ist glaube ich auch nochmal ein Tool.

[00:23:07] Und im Zweifel brauche ich dieses Tool vielleicht auch nur noch einmal.

[00:23:10] Also früher war es ja prohibitiv teuer, sich ein Tool selbst zu programmieren.

[00:23:14] Dann sitzt man ja vielleicht mal eine halbe Stunde, Stunde oder viel, viel länger dran.

[00:23:18] Das macht man vielleicht nicht für eine Aufgabe,

[00:23:20] die man in 15 Minuten abgearbeitet haben will.

[00:23:23] Aber heutzutage prompte ich das ja.

[00:23:25] In drei, vier Minuten ist das Tool dann da, dann nutze ich das.

[00:23:29] Und im Zweifel schmeiße ich es danach wieder weg,

[00:23:30] weil das vielleicht nur für diesen einen Zweck gebaut war.

[00:23:33] Also das ändert ja auch nochmal alles in dem Bereich.

[00:23:37] Und genau wie du sagst, man muss halt nicht programmieren können,

[00:23:40] um genau solche Tools bauen und ausführen zu können.

[00:23:43] Und das macht das glaube ich alles so spannend.

[00:23:45] Und ein Punkt, der mir auch noch auffällt, ist,

[00:23:49] dass die Visualisierungen immer deutlich besser sind,

[00:23:53] als wenn ich sie gemacht hätte oder als wenn jemand,

[00:23:57] also wenn wir uns selber hinsetzen würden, wie visualisiere ich das Ganze?

[00:24:00] Denn es ist schon immer bei Standardentwicklerinnen und Entwicklern,

[00:24:04] ist zumindest meine Erfahrung,

[00:24:06] da ist irgendwie so die RGB-Farbpalette mit 255.00 immer ganz beliebt.

[00:24:11] Das heißt, wir haben entweder ein Knallerot oder ein Knallegrün

[00:24:15] und so ein bisschen harmonisch muss man sich schon Mühe geben.

[00:24:20] Und auch so als normaler Anwender, Anwenderin,

[00:24:23] das bin ich jetzt kein UI, UX-Experte.

[00:24:26] Und die ganzen Tools, die ich jetzt ausprobiert habe,

[00:24:30] ich habe jetzt in der Vorbereitung relativ viel rumprobiert

[00:24:32] und ein paar Sachen bauen lassen,

[00:24:34] da war der erste Wurf vom UI und auch vom UX,

[00:24:37] also wie wird es dargestellt und wie ist der Flow mit,

[00:24:40] oder wie ist der Weg, wie kann ich damit arbeiten, extrem gut.

[00:24:44] Wirklich besser als wenn wir…

[00:24:46] Ja, gerade diese Joppie-Knoten-Modelle, sehr, sehr stark, das stimmt.

[00:24:49] Das ist wirklich, das ist auch nochmal ein wichtiger Punkt, glaube ich.

[00:24:53] Du kannst das alles selber machen und ich kann mir die Excel-Daten nehmen

[00:24:56] und selber eine Grafik dazu bauen,

[00:24:57] aber wenn ich das einem Agenten gegeben habe,

[00:25:03] ist es fast immer besser.

[00:25:05] Und dann kannst du auch sagen, ich möchte hier,

[00:25:06] dann kannst du ans Feintuning gehen,

[00:25:09] aber der erste Wurf sieht immer gut aus.

[00:25:12] Der sieht immer deutlich schlechter aus,

[00:25:14] wenn wir das per Hand gebaut hätten.

[00:25:16] Absolut, absolut, ja.

[00:25:17] Ich habe letztens mal so Webseitendaten von uns auswerten lassen,

[00:25:19] auch über so einen HTML-Report.

[00:25:22] Und das sah wirklich unfassbar gut aus.

[00:25:24] Das hat er dann so aufbereitet wie auf so einer Nachrichtenseite

[00:25:27] mit so Spalten und oben große Aufmacher.

[00:25:30] Also wirklich irre.

[00:25:32] Und was wäre die Alternative?

[00:25:33] Ich meine, die Alternative wäre,

[00:25:34] man lädt sich die Daten irgendwie in Excel rein,

[00:25:36] baut dann mit Excel irgendwelche Balkendiagramme,

[00:25:39] Liniendiagramme, Pie-Charts, was auch immer.

[00:25:41] Wissen wir alle, wie das aussieht.

[00:25:43] Und das kriegt man dann auch nicht auf einer Seite schön dargestellt.

[00:25:45] Weil ich kann dann ja auch im Browser sofort hingehen

[00:25:48] und mir dann diesen Bericht auch als PDF exportieren

[00:25:50] oder drucken oder was auch immer damit machen.

[00:25:53] Das ist ja wirklich irre.

[00:25:54] Genau dieser Visualisierungsaspekt,

[00:25:56] den darf man wirklich nicht unterschätzen.

[00:25:57] Und da sind diese Coding-Agenten wirklich,

[00:25:59] finde ich, auch wahnsinnig stark.

[00:26:01] Da hast du recht, ja.

[00:26:02] Und das Gute ist,

[00:26:06] dass du ja auch nicht formulieren würdest,

[00:26:09] wie die Auswertung aussehen soll,

[00:26:10] sondern nur, was du auswerten möchtest.

[00:26:12] Ich sage nur, ich möchte, keine Ahnung,

[00:26:15] den Umsatz in den letzten sechs Monaten,

[00:26:20] möchte ich den Umsatz unterschiedlich Produktkategorien,

[00:26:24] filterbar nach Standorten oder was auch immer.

[00:26:27] Also du sagst gerne, was du auswerten möchtest

[00:26:29] und die Visualisierung, wie du das machen kannst,

[00:26:32] das schlägt er dir erst mal vor.

[00:26:34] Du musst nicht sagen, ich hätte gern Chart,

[00:26:35] da ist XY oder Balkendiagramm,

[00:26:37] sondern du sagst, das ist meine Businesslogik

[00:26:42] und das sind die Fragen, die ich daran habe.

[00:26:43] Bau mir ein Tool, was mir eine Visualisierung macht,

[00:26:47] wo ich folgende Dinge ablesen kann.

[00:26:49] Und das finde ich auch total stark,

[00:26:50] weil da auch immer wieder Dinge kommen,

[00:26:53] die ich nicht im allerersten Schuss so visualisiert hätte.

[00:26:56] Das sind wirklich deutlich stärkere.

[00:27:01] Und das ist auch noch nicht immer so.

[00:27:03] Wenn ich mal zurückdenke, wie das Ganze so gestartet ist,

[00:27:07] mit irgendwie Code erzeugen, durch einen KI-Agenten,

[00:27:13] das war noch nicht immer so, dass das visuell so stark ist.

[00:27:15] Das ist auch deutlich, deutlich besser geworden

[00:27:19] in den letzten Monaten.

[00:27:21] Da kann man sich auch manchmal, oder muss man sich vielleicht

[00:27:23] auch manchmal ein bisschen selber zurücknehmen,

[00:27:25] um nicht zu genau vorzuschreiben, was man will.

[00:27:27] Also es geht mir zumindest manchmal so.

[00:27:29] Klar kann man sagen, ich hätte gern das Diagramm,

[00:27:30] das Diagramm, das Diagramm, dann macht er das halt auch.

[00:27:33] Man kann aber auch sagen, was schlägst du vor,

[00:27:35] was ich da jetzt visualisieren sollte.

[00:27:38] Und manchmal kommt er doch auf ganz andere Ideen,

[00:27:40] die man gar nicht auf dem Schirm hatte.

[00:27:41] Oder ich habe auch schon mal drei konkrete Ideen reingegeben,

[00:27:44] die ich gerne hätte, und dann habe ich gesagt,

[00:27:45] was könnte man denn noch machen?

[00:27:47] Und dann hat er mir da plötzlich so eine Regressionsanalyse

[00:27:49] noch dahin gezaubert mit so einer schönen,

[00:27:51] zweidimensionalen, farblich sehr schick gemachten Grafik.

[00:27:55] Und das fand ich auch irre, weil diese Charting-Bibliotheken,

[00:27:57] die bringen ja eine unfassbare Tiefe an Visualisierungsoptionen mit.

[00:28:02] Das hört ja nicht auf bei Balkendiagrammen,

[00:28:03] Liniendiagrammen, Punktdiagrammen, Kuchendiagrammen, Pie-Charts.

[00:28:07] Die können ja oftmals viel, viel mehr.

[00:28:09] Und das ist schon irre, was der dann da

[00:28:11] irgendwie aus dem Stand dann hin zaubert.

[00:28:14] Ja, also ich bin da manchmal auch ganz tief beeindruckt.

[00:28:17] Gut.

[00:28:19] Ein Thema, also ich bin wirklich begeistert.

[00:28:21] Ich habe damit mal losgelegt und überlegt,

[00:28:24] ist das nicht eine gute Idee, irgendwie so Single-HTML-Dateien zu nehmen,

[00:28:29] um wirklich Programme auszuführen?

[00:28:31] Und dachte mir, wie weit kann man das denn treiben?

[00:28:35] Und habe dann ein Tool gebaut, was extrem lokal ist,

[00:28:40] aber einen KI-Agenten hat, der Dokumente auswerten kann.

[00:28:45] So der Ansatz war, wurde ja gerade auch vorgestern,

[00:28:50] diese Woche auf jeden Fall,

[00:28:53] Gamma 4 12b announced oder veröffentlicht, das Modell.

[00:28:58] Das heißt, es ist ein 12-Milliarden-Parameter-Modell,

[00:29:01] gezielt mit der Idee, dass es lokal auf einem Notebook ausführbar ist.

[00:29:05] 16 Gigabyte RAM reichen, dass du es ausführen kannst.

[00:29:10] Das heißt, das ist ein kleines Modell, aber extrem leistungsfähig,

[00:29:13] was du lokal ausführen kannst.

[00:29:15] Und dann war die Frage, gibt es eine Möglichkeit,

[00:29:18] wirklich PDF-Dokumente ganz lokal zu analysieren?

[00:29:22] Schaffen wir das mit einer Single-HTML-Datei?

[00:29:25] Also ein MikroTool, eine HTML-Datei, die ich auf meinem Rechner öffne,

[00:29:28] auf dem Rechner wird das Modell betrieben mit Ullama

[00:29:31] oder wie auch immer man das dann genau macht.

[00:29:34] Können wir vielleicht in einer anderen Episode auch noch mal darauf eingehen.

[00:29:36] So generell lokale Modelle finde ich auch extrem spannend,

[00:29:39] was da gerade funktioniert.

[00:29:41] Und der Case sind ganz unterschiedliche Dinge.

[00:29:44] Bewerbungsunterlagen kannst du nicht in Cloud reinschmeißen.

[00:29:47] Das heißt, wenn ich das vergleichen möchte oder Vertragsunterlagen,

[00:29:50] wo ich einfach mal in einem 40-, 50-, 60-Seiten-Vertrag

[00:29:54] bestimmte Dinge analysieren möchte.

[00:29:57] Also Fragen an den Vertrag habe.

[00:29:59] Natürlich könnte ich das einfach bei Cloud reinschmeißen

[00:30:02] und der kann mir auch alles beantworten.

[00:30:04] Aber das geht mit ganz vielen Dokumenten einfach nicht.

[00:30:09] Die darfst du nicht da reinschieben.

[00:30:10] Die solltest du nicht da reinschieben.

[00:30:12] Die möchtest du nicht da reinschieben.

[00:30:14] Das heißt, da ist die Frage…

[00:30:15] Viele große Firmen haben ja doch irgendeine Policy,

[00:30:17] wo sie sagen, die Daten bleiben bitte schon bei uns

[00:30:19] und werden nicht bei GGBT hochgeladen.

[00:30:20] Ob es nicht daran hält, ist eine andere Frage.

[00:30:22] Aber das ist ja die Alternative.

[00:30:24] Die meisten arbeiten ja mit GGBT,

[00:30:25] dann gehen die Daten in irgendeinen Riesendatencenter.

[00:30:28] Und was du jetzt gerade beschrieben hast,

[00:30:29] ist ja schon so ein sehr fortgeschrittener Anwendungsfall.

[00:30:32] Ich lade mir das Modell runter auf meinen Rechner

[00:30:35] und führe es lokal aus.

[00:30:36] Das ist ja auch nochmal so ein kompletter Paradigmenwechsel.

[00:30:39] Haben die wenigsten wahrscheinlich von unseren Hörern schon mal gemacht

[00:30:42] und ist mit Sicherheit auch mal eine Folge wert.

[00:30:44] Aber ist halt auch möglich.

[00:30:46] Das ist dann schon ein bisschen fortgeschritten,

[00:30:47] weil dann brauchst du, glaube ich, auch noch ein bisschen mehr

[00:30:48] als jetzt nur eine HTML-Datei, um darauf zuzugreifen.

[00:30:50] Aber Stand heute, und wir reden, wir nehmen jetzt hier im Juni 2026 auf,

[00:30:56] kommen schon die ersten fähigen Modelle,

[00:30:58] die man auch sinnvoll auf einem normalen Rechner ausführen kann.

[00:31:02] Denn normalerweise braucht man halt sonst sehr, sehr leistungsstarke Hardware,

[00:31:06] um solche Modelle auszuführen.

[00:31:07] Und das war bislang dann immer prohibitiv teuer oder einfach unmöglich.

[00:31:11] Oder es war einfach super langsam

[00:31:12] oder die Ergebnisse waren entsprechend schlecht.

[00:31:14] Und ich glaube, das ändert sich jetzt so gerade,

[00:31:16] dass man auch dann lokale Modelle ausführen kann

[00:31:18] und dann zu Kosten von Null dann ja eigentlich auch.

[00:31:22] Außer Stromkosten natürlich.

[00:31:24] Aber da ergeben sich dann sicherlich auch noch mal weitere Anwendungsfälle.

[00:31:27] Und das ist, glaube ich, super spannend.

[00:31:29] Und die Alternative wäre natürlich,

[00:31:30] wenn ich jetzt doch mal auf ein starkes Modell zugreifen möchte,

[00:31:33] was dann in einem Datencenter liegt,

[00:31:35] dann habe ich ja auch die Möglichkeit,

[00:31:37] das über ChatGPT, über eine API zu machen.

[00:31:39] Auch über so einen Single HTML-File ist dann wieder ein anderer Fall.

[00:31:43] Dann muss es auch wieder klar sein,

[00:31:43] dass die Daten wie auch über das Netz gehen dürfen

[00:31:45] und auch woanders verarbeitet werden können.

[00:31:48] Aber geht ja auch.

[00:31:49] Also auch das könnte man machen.

[00:31:51] Einfach API-Key hinterlegen.

[00:31:52] Das ist dann etwas, was man vielleicht nicht unbedingt

[00:31:54] mit der ganzen Welt teilen möchte.

[00:31:56] Aber auch das wäre möglich.

[00:31:57] Also ich bin ja nicht nur reduziert auf die Umgebung auf meinem Rechner,

[00:32:00] sondern ich kann ja auch mit der Welt interagieren.

[00:32:02] Daten holen, Daten senden, verarbeiten, Sprachmodelle einbinden.

[00:32:07] Genau, und da kommt, glaube ich, wieder die Stärke,

[00:32:10] dass du ein sehr individuelles Tool bauen kannst,

[00:32:13] was du auch weitergeben kannst.

[00:32:15] Das heißt, ich habe jetzt lokal hier das Modell laufen.

[00:32:18] Ich habe ja lokal bei mir quasi eine API-Schnittstelle

[00:32:22] für so ein Sprachmodell.

[00:32:23] Und dann habe ich eine Single-HTML-Datei gebaut,

[00:32:28] wo ich ein PDF-Dokument reinziehen kann.

[00:32:30] Der analysiert das PDF-Dokument.

[00:32:33] Und dann kann ich einfach Fragen schreiben.

[00:32:35] Dann kann ich in ein Chat-Interface die Frage schreiben,

[00:32:40] wie ist denn die Kündigungsfrist?

[00:32:41] An welche Rahmenbedingungen ist denn eine Kündigung geknüpft?

[00:32:47] Wie ist die Verteilung des IPs geregelt in dem Vertrag?

[00:32:53] All diese Dinge.

[00:32:53] Das heißt, ich kann sehr speziell bestimmte Dinge analysieren,

[00:32:58] habe das sehr lokal.

[00:32:59] Entweder habe ich irgendwo mein Modell liegen im Unternehmen

[00:33:02] und kann da an die Schnittstelle gehen

[00:33:04] oder ich habe es ganz lokal auf meinem Rechner.

[00:33:06] Aber ich habe da nicht ein allgemeines Chat-Interface,

[00:33:10] so wie bei ChatGBT oder bei Cloud,

[00:33:13] sondern ich habe sehr speziell ein Tool,

[00:33:16] wo auch schon Prompts hinterlegt sein können.

[00:33:20] Das heißt, wenn wir eine Aufgabe haben,

[00:33:21] wo wir regelmäßig bestimmte Anbieter-Dokumente

[00:33:24] oder Angebote auswerten müssen oder bestimmte Dinge vergleichen,

[00:33:28] ist das kein generisches Chat-Interface mehr,

[00:33:32] wo ich ein PDF hochlade und dann meine Fragen formulieren muss,

[00:33:35] sondern ich kann auch sagen,

[00:33:36] da gibt es fünf Knöpfe für unterschiedliche Auswertungen.

[00:33:39] Da kann ich die Dokumente dann reinpacken.

[00:33:41] Und das ist auch alles Single-HTML.

[00:33:43] Das heißt, ich bin mit diesen Mikro-Tools

[00:33:46] und dann natürlich auch der Fähigkeit,

[00:33:48] selber ein lokales Modell zu hosten.

[00:33:51] Was aber, um ehrlich zu sein, auf einem Mac,

[00:33:54] ich glaube, auch kein Geheimnis,

[00:33:56] wir leben beide irgendwie auf einem Mac,

[00:33:57] das ist unsere Arbeitsumgebung.

[00:33:59] Und da hast du auch Tools, die relativ einfach sind.

[00:34:02] Du installierst sie, du gibst sie in die Suche ein,

[00:34:04] welches Modell du gerne hättest und dann läuft das.

[00:34:06] Das ist auch ein normales Tool mit einer vernünftigen Oberfläche,

[00:34:13] die Modelle werden geladen, gestartet.

[00:34:15] Das heißt, ich habe irgendwie auch das Ganze aufgesetzt.

[00:34:18] Ich glaube, das, was am längsten dauert,

[00:34:21] ist noch das Runterladen des Modells,

[00:34:22] weil das schon ein paar Gigabyte sind, aber alles andere,

[00:34:25] das erst mal lokal bei dir an den Start bekommen

[00:34:27] und ein Tool zu bauen, was in der Lage ist,

[00:34:29] Verträge oder Bewerbungen zu analysieren,

[00:34:31] das geht innerhalb von fünf Minuten.

[00:34:33] Vor allem lokal, das ist das Besondere,

[00:34:35] dass nicht der Datenschutzbeauftragte da im Nacken sitzt,

[00:34:37] weil das ist klar, das Ganze geht auch mit Chats GPT

[00:34:39] und vielleicht sogar besser und sogar schneller.

[00:34:40] Aber dann teile ich die Daten halt mit der ganzen Welt

[00:34:43] und das möchte ich vielleicht nicht oder darf ich vielleicht auch nicht.

[00:34:45] Genau.

[00:34:46] Und genau wie du sagst, man kann ja dann auch noch einen Schritt weiterdenken

[00:34:48] und sagen, angenommen, man macht eine Ausschreibung,

[00:34:49] man kriegt Angebote von zehn Anbietern,

[00:34:51] man muss die jetzt irgendwie strukturiert bewerten.

[00:34:53] Normalerweise hätte man die jetzt alle selbst durchgelesen,

[00:34:56] die wesentlichen Erkenntnisse herausgezogen

[00:34:58] und in eine Excel-Tabelle eingetragen,

[00:35:00] um das irgendwie vergleichbar zu machen.

[00:35:02] Auch da könnte ja so ein Modell helfen,

[00:35:04] was dann lokal läuft oder auch entfernt,

[00:35:06] je nachdem, welche Datenschutzanforderungen man jetzt hat.

[00:35:09] Aber dann schiebe ich einfach dieses PDF da rein

[00:35:11] und die kommen ja alle in unterschiedlichen Format.

[00:35:13] Und dann extrahiert der Agent im Zweifel die wesentlichen Informationen,

[00:35:17] Preis, Stunden, was auch immer da die Komponenten sind,

[00:35:19] trägt die alle sauber ein.

[00:35:20] Und klar sollte man das immer kontrollieren,

[00:35:22] weil Agenten machen auch Fehler.

[00:35:24] Aber das kann eine unheimliche Arbeitsersparnis sein.

[00:35:26] Und das Ergebnis ist dann halt nicht wie ein Chatbot,

[00:35:28] sondern halt wieder ein Excel-Dokument,

[00:35:30] mit dem ich mir halt dann die Daten wieder runterladen kann.

[00:35:33] Also das ist ja nur da, man kann das ja alles top kombinieren,

[00:35:35] was diese Browser können.

[00:35:36] Und diese Browser können ja auch wahnsinnig viele Daten verarbeiten.

[00:35:39] Also was man da an Excel-Daten hoch- und runterladen kann,

[00:35:42] das können schon viele Zehntausend, Hunderttausend Zeilen sein.

[00:35:45] Damit kommen die mir heutzutage, glaube ich, sehr, sehr gut klar, würde ich sagen.

[00:35:50] Und vielleicht auch apropos Browser.

[00:35:52] Jetzt, wenn wir jetzt ein bisschen weiter spinnen

[00:35:55] und so ein bisschen noch in den fortgeschrittenen Bereich gehen,

[00:35:58] die Browser haben ja auch Zugriff zum Beispiel auf deine Kamera,

[00:36:01] wenn du möchtest. Das kannst du freigeben.

[00:36:03] Oder auf dein Mikrofon oder auf deinen Bildschirm.

[00:36:06] Und mit den Geräten können diese Browser auch interagieren.

[00:36:09] Und auf die kann man auch von der HTML-Datei auch darauf zugreifen,

[00:36:13] wenn man das braucht oder möchte.

[00:36:15] Das heißt, ich könnte theoretisch auch mir so ein Sprachinterface bauen.

[00:36:18] Dann muss ich jetzt nicht irgendwie reintippen oder rumklicken,

[00:36:20] sondern könnte mir auch einen Button bauen, da spreche ich jetzt rein.

[00:36:22] Klar brauche ich dann irgendeine Möglichkeit,

[00:36:24] diese Sprache dann irgendwie zu verarbeiten.

[00:36:27] Da kommt dann vielleicht doch nochmal eine externe API ins Spiel.

[00:36:30] Aber auch so fortgeschrittene Sachen sind dann durchaus über den Browser

[00:36:35] möglich und man kann, glaube ich, sogar auch über ein paar Umwege

[00:36:39] dann über auf USB zugreifen.

[00:36:41] Das gibt es aber auch schon.

[00:36:42] Über mein Wissen hinaus habe ich auch noch nie gemacht.

[00:36:43] Aber so eine Diktierfunktion habe ich natürlich auch schon mal

[00:36:46] hier und da mal eingebaut.

[00:36:48] Ja, ich habe kurz überlegt, ob wir für die Podcast-Aufnahme

[00:36:51] eigentlich einfach auch MP3-Aufnahme im Mikro-Tool im Browser machen.

[00:36:56] Aber da haben wir uns dann doch gegen entschieden.

[00:36:58] Ja, es gibt ja Podcast-Aufnahmetools wie Riverside.

[00:37:01] Da läuft das ja genau so.

[00:37:02] Das heißt, da wird im Browser aufgenommen.

[00:37:04] Es wird alles irgendwie in die Cloud geschickt.

[00:37:05] Aber die technische Aufnahme läuft ja da.

[00:37:10] Also wahnsinnig mächtig und wahrscheinlich echt ein unterschätztes Ding.

[00:37:14] So, jetzt haben wir schon irgendwie fast 40 Minuten über Browser gesprochen.

[00:37:20] Jetzt wäre die Frage, haben wir doch irgendwas Wichtiges vergessen,

[00:37:23] was man über Mikro-Tools im Browser wissen muss?

[00:37:26] Sonst könnten wir mal überlegen, wie geht man das Thema ran?

[00:37:29] Genau, ich glaube, erst mal haben wir alles abgedeckt.

[00:37:32] Wie gesagt, es gibt noch ganz viele wilde Dinge, die man ausprobieren kann.

[00:37:35] Ich finde es auch spannend, werde bestimmt auch noch ein paar von den Dingen

[00:37:38] mal ausprobieren, was da auch in Richtung Bildverarbeitung und Ähnliches geht.

[00:37:44] Aber ich glaube, grundlegend haben wir alles mal angesprochen.

[00:37:50] Und ich glaube, vielleicht geben wir einen kurzen Ausblick darauf,

[00:37:54] was man denn tun sollte, wenn man jetzt damit starten möchte.

[00:37:58] Und ich glaube, das ist einfach.

[00:38:00] Wer uns hier zuhört und das nächste Mal irgendwie eine große Excel-Tabelle auszuwerten hat

[00:38:05] oder sich ein Bild verschaffen möchte, was steht denn da in meiner Excel-Tabelle?

[00:38:10] Einfach mal das KI-Modell der Wahl nehmen, ChatGPT oder Claude oder wo auch immer man unterwegs ist

[00:38:17] und sagen, bau mir bitte eine HTML-Datei, die ich lokal im Browser ausführen kann.

[00:38:22] Und die soll folgende Dateien einlesen können und mir folgende Dinge auswerten.

[00:38:27] Und das einfach mal machen und das lokal im Browser starten.

[00:38:30] Die Excel-Tabelle da reinziehen und gucken, was passiert.

[00:38:33] Ich glaube, sollte man einfach mal versuchen.

[00:38:36] Man muss gar nicht so viel beschreiben.

[00:38:38] Die ersten Prompts sind total einfach.

[00:38:40] Das sind auch keine seitenlangen Prompts, die man da explizit formulieren müssen,

[00:38:45] sondern man sagt, ich habe hier eine Tabelle, da sind folgende Daten drin.

[00:38:49] Bau mir mal eine Single-HTML-Datei, die das auswertet.

[00:38:52] Dann lädt man die runter, macht einen Doppelklick, damit die im Browser aufgeht

[00:38:56] und zieht die Excel-Tabelle da rein.

[00:38:58] Exakt.

[00:38:59] Und da brauche ich auch keinen Coding-Agenten für.

[00:39:01] Wir reden zwar ab und zu mal über Coding-Agenten wie CodeCode oder sowas,

[00:39:05] aber das bedarf es ja gar nicht.

[00:39:06] Ich kann ja wirklich auf chatgpt.com gehen, auf code.ai gehen

[00:39:10] und das dort einfach, wie du sagst, fragen.

[00:39:12] Und das Gute an diesen HTML-Dateien ist ja, das ist eine Textdatei.

[00:39:16] Das ist ja nichts Besonderes.

[00:39:18] Und dann kann ich die runterladen, abspeichern und fertig.

[00:39:20] Dann habe ich da meine Mini-App.

[00:39:22] Und das kostet noch nicht mal was.

[00:39:24] Du brauchst keinen Pro-Account oder sowas.

[00:39:26] Du kannst einfach chatgpt im freien Level, im kostenlosen Level betreiben.

[00:39:31] Das ist nichts Aufwändiges.

[00:39:33] Ganz kostenlos kannst du jetzt loslegen.

[00:39:35] Ja, und das ist eigentlich das Schöne.

[00:39:37] Einstiegshürden niedrig, Entwicklung einfach.

[00:39:39] Das Ganze ist alles nur ein Prompt entfernt.

[00:39:41] Genau wie du sagst, es ist nicht kompliziert.

[00:39:43] Und im Zweifel, wenn man die Anforderungen selber nicht genau kennt,

[00:39:45] dann fragt man vorher, macht man ein bisschen Frage-Antwort-Spiel

[00:39:47] mit dem Agenten und dann fragt er einem schon die Dinge, die er wissen muss.

[00:39:50] Und wie gesagt, das Ausführen ist dann auch schon gelöst.

[00:39:53] Über den Browser.

[00:39:55] Das ist wirklich ein sehr mächtiges, häufig unterschätztes Tool, glaube ich.

[00:40:00] Ja, ich glaube, ich mache gerade überall, wo ich bin, Werbung dafür.

[00:40:05] Ich finde es ein extrem spannendes Thema.

[00:40:07] Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Leute das ausprobieren.

[00:40:10] Absolut.

[00:40:11] Und ich glaube, die Anwendungsfälle, die du genannt hast, sind die besten.

[00:40:13] Also Daten manipulieren, Daten visualisieren.

[00:40:15] Ich glaube, da findet man immer irgendeinen Fall,

[00:40:17] wo man sich mal was bauen kann.

[00:40:19] Ich glaube, wir würden euch beide wahrscheinlich motivieren,

[00:40:21] probiert es einfach mal aus.

[00:40:23] Man kann ja nicht verlieren.

[00:40:25] Also im schlimmsten Fall hat man mal 10 Minuten investiert

[00:40:27] und merkt, irgendwie hat es doch nicht funktioniert

[00:40:29] oder es ist doch nicht das, was ich wollte.

[00:40:31] Aber gut, 10 Minuten.

[00:40:33] Und im besten Fall hat man ein Tool, was einem ein Leben lang

[00:40:35] irgendwie Stundenarbeit spart,

[00:40:37] in die man sonst monatlich dann irgendwie viele Stunden investiert.

[00:40:39] Also ist, glaube ich, total spannend.

[00:40:41] Aber ich glaube, damit haben wir es auch einigermaßen rund abgedeckt, oder?

[00:40:44] Ja, ich glaube auch.

[00:40:46] Kleinen Teaser, glaube ich, schon gegeben auf lokale Modelle.

[00:40:50] Oder Modelle lokal ausführen.

[00:40:52] Das ist, glaube ich, auch ein spannendes Thema.

[00:40:54] Aber ich glaube, MikroTools, spannendes Thema.

[00:40:56] Wenn wir da noch interessante Dinge rausgefunden haben,

[00:40:58] berichten wir das, glaube ich, auch noch mal

[00:41:00] in einer der nächsten Episoden.

[00:41:02] Perfekt. Also wenn ihr ein MikroTool baut,

[00:41:04] dann sagt uns mal Bescheid, was ihr gebaut habt.

[00:41:06] Wir würden uns über Feedback total freuen.

[00:41:08] Schreibt uns einfach an podcast.context.fm.

[00:41:11] Wir lesen jede E-Mail.

[00:41:13] Und wenn ihr schon dabei seid,

[00:41:15] ihr wisst ja, wie das funktioniert,

[00:41:17] lasst vielleicht auch mal eine Bewertung da

[00:41:19] bei der Podcast-Plattform eurer Wahl.

[00:41:22] Ansonsten, würde ich sagen, Kai,

[00:41:24] sehen wir uns in der nächsten Folge,

[00:41:26] worüber wir dann auch immer wieder mal reden werden,

[00:41:28] wenn es um das Thema AI geht.

[00:41:30] Ja, danke. Freut mich.

[00:41:32] Ich freue mich auf die nächste Folge.

[00:41:34] Alles klar. Macht’s gut. Ciao, ciao.