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Folge 10

010 HUBSPOT GEKÜNDIGT! EINE AGENTUR BAUT IHR CRM SELBST

Wie eine 70-Personen-Agentur HubSpot kündigt, ein eigenes CRM vibe-codet und dabei fast keine Zeile Code selbst schreibt.

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SHOW NOTES

Zum ersten Mal ist ein Gast bei Kontext.FM dabei: Simon Marqua, Gründer und Geschäftsführer der Kölner Performance-Marketing-Agentur trafficdesign. Die Agentur beschäftigt rund 70 Mitarbeitende, hat kürzlich Social Heaven übernommen und entwickelt viele ihrer internen Tools selbst. Gemeinsam mit Trutz spricht Simon darüber, wie AI im Agenturalltag eingesetzt wird: vom eigenen CRM über einen Sales-Agent bis zur Frage, wie ein Team mit dem schnellen Wandel Schritt hält.

Themen dieser Folge:

  • Eigenes CRM als Ablösung von HubSpot, fast ohne selbst geschriebene Codezeile
  • Sales-Agent: nach dem Kundencall reinsprechen, strukturierte Übergabe ans Projektteam
  • Claude-Lizenzen fürs ganze Team, Wissen in Google Drive statt in Memory
  • Internes Setup, mit dem neue Apps per Knopfdruck starten
  • Change im Unternehmen: Leute mitnehmen und Ergebnisse prüfen

Links:

TRANSKRIPT

[00:00:00] Moin Simon!

[00:00:01] Hi Trutz!

[00:00:02] Ihr habt es schon gehört, eine neue Stimme.

[00:00:03] Simon ist unser allererster Gast hier bei Kontext.FM und ich freue mich total, denn

[00:00:08] ich begleite Simon sozusagen aus dem Augenwinkel schon länger.

[00:00:11] Ich glaube, wir kennen uns schon seit wahrscheinlich so circa 20 Jahren, irgendwie so Anfang der

[00:00:14] 2000er Jahre.

[00:00:15] SEO-Szene in Köln, ich glaube, über die haben wir uns mal so ein bisschen kennengelernt.

[00:00:20] Und ja, Simon hat jetzt in den letzten Jahren eine starke Agentur hier in Köln aufgebaut,

[00:00:28] im Bereich Design und beschäftigt sich in diesem Zusammenhang auch viel mit dem Thema

[00:00:32] AI.

[00:00:33] Insofern der perfekte erste Gast eigentlich, um mit ihm über das Thema AI und speziell

[00:00:37] im Unternehmen auch zu sprechen.

[00:00:38] Insofern würde ich sagen, erstmal herzlich willkommen Simon!

[00:00:41] Vielen lieben Dank!

[00:00:42] Und du hast recht, das ist eine ganz schön wilde Reise, wenn ich das so höre.

[00:00:45] Wo wir uns damals kennengelernt haben, das war noch eine andere Welt.

[00:00:49] Das war echt eine andere Welt und ich glaube auch bei dir auch nochmal ganz anders.

[00:00:52] Ich habe gelesen, du bist über das Thema StarCraft eigentlich zum Thema Online-Marketing

[00:00:55] irgendwie gekommen, zumindest irgendwie indirekt.

[00:00:57] Kannst du mal ganz kurz persönlich mal zeigen, wo hast du angefangen und wie bist du sozusagen

[00:01:03] heute hierher gekommen?

[00:01:04] Und dann reden wir kurz ein bisschen über trafficdesign, damit man das ein bisschen

[00:01:06] einordnen kann.

[00:01:07] Und dann würde ich sagen, gehen wir direkt rein.

[00:01:08] Ja, voll.

[00:01:09] Ich versuche mal nicht zu weit auszuholen, sonst kommen wir nicht mehr zu dem KI-Thema.

[00:01:13] Ja, also du hast recht, ich habe damals in den frühen Google-Zeiten viel online gezockt.

[00:01:20] Das war vor allen Dingen StarCraft Brood War damals und daraus entwickelt hat sich dann

[00:01:24] eben Interesse am Internet und Website entwickeln und viel drumherum, was mich dann so ein bisschen

[00:01:30] in die technische Richtung geführt hat.

[00:01:31] Ich habe dann Wirtschaftsinformatik studiert, parallel viel Affiliate-Marketing gemacht,

[00:01:36] sehr viel im SEO-Bereich damals dann eben und genau da war dann irgendwann der Moment,

[00:01:39] wo wir uns über den Weg gelaufen sind und verschiedene Sachen ausprobiert und irgendwann

[00:01:44] mich dann dafür entschieden, nachdem ich freiberuflich viel für eine andere Agentur

[00:01:47] gearbeitet habe, eben mehr auf eigenen Beinen zu stehen.

[00:01:50] Also das heißt, trafficdesign ist eine Performance- und Online-Marketing-Agentur.

[00:01:53] Ich komme aber tatsächlich aus dem Informatik-Bereich, also ich bin tatsächlich schon mein Leben

[00:01:58] lang immer sehr technikaffin gewesen und deswegen bin ich heute auch hier, weil das genau das

[00:02:03] Thema ist, was natürlich irgendwie uns alle bewegt und wo ich auch sehr viel Zeit inzwischen

[00:02:07] reinstecke.

[00:02:08] Genau.

[00:02:09] Gut, dass du das mal erwähnst, auch zum Hintergrund, damit die Leute das ein bisschen einordnen

[00:02:11] können.

[00:02:12] Du bist also auch Entwickler und ich glaube, du konntest auch schon vor AI programmieren.

[00:02:15] Ich glaube, du kommst so ein bisschen aus der PHP-Welt.

[00:02:17] Richtig, ja.

[00:02:18] Und das ist vielleicht immer wichtig zu erwähnen, du bist ein guter Entwickler, das muss man,

[00:02:21] ehrlicherweise, dazu sagen und kannst deswegen natürlich auch mit AI auch nochmal ein Stück

[00:02:25] weit anders umgehen als jemand, der vielleicht gar keinen Entwicklungshintergrund hat.

[00:02:28] So viel, das sollte man, glaube ich, erwähnen.

[00:02:30] Genau.

[00:02:31] Und heute bist du Geschäftsführer von trafficdesign.

[00:02:34] Ihr seid eine große Online-Marketing- und Brand-Awareness-Agentur, habt zwei Standorte.

[00:02:39] Wer auf der OMR war, hat vielleicht dieses Jahr oder auch die letzten Jahre euren doch

[00:02:44] sehr großen Stand gesehen.

[00:02:45] Also ihr seid mittlerweile wirklich, glaube ich, ein wichtiger Bestandteil der ganzen

[00:02:49] Performance-Marketing-Szene.

[00:02:50] Da kann man, glaube ich, sagen, ob starke Kunden wie Fissler, funny-frisch, Köln Bonn Airport,

[00:02:54] selbst Shaun das Schaf habt ihr schon betreut.

[00:02:56] Aber vielleicht erzähl mal so ein bisschen, wie groß seid ihr, was macht ihr genau?

[00:02:59] Dann steigen wir gleich mal zum Thema AI ein.

[00:03:01] Total gerne.

[00:03:02] Du hast ja schon relativ viel gerade erwähnt.

[00:03:05] Um mal unser Dienstleistungsspektrum so ein bisschen zu erklären, ist vor allen Dingen

[00:03:10] sehr viel Performance-Marketing, Google-Ads, Social-Ads, was bei uns eine sehr große Rolle

[00:03:14] spielt.

[00:03:15] Jeder, der sich mit dem Thema Performance-Marketing ein wenig auseinandersetzt, weiß, dass gerade

[00:03:19] im Social-Bereich das Thema Creatives eine extrem große Rolle spielt, viel mehr als

[00:03:23] Targeting heutzutage.

[00:03:24] Das heißt, wir haben ein relativ großes Team, was sich mit dem Thema Creatives-Strategy

[00:03:29] auseinandersetzt und dann uns auch natürlich sehr, sehr viel Bewegung gerade.

[00:03:34] Das ist klar.

[00:03:35] Genau.

[00:03:36] Und dann haben wir bei uns aber auch noch Teams, die organische Social-Media-Kanäle

[00:03:39] betreuen und auch ein Tracking-Team, was uns inzwischen auch sehr, sehr viel sich im Bereich

[00:03:44] KI und AI unterwegs bewegt und da eben macht.

[00:03:48] Okay.

[00:03:49] Spannend.

[00:03:50] Du hast es schon erwähnt.

[00:03:51] Teams, Teams, Teams.

[00:03:52] Also ihr seid ja wie eine Agentur.

[00:03:53] Das ist immer sehr people-lastig natürlich, auch viele Prozesse etc.

[00:03:56] Wie groß seid ihr jetzt ungefähr?

[00:03:57] Ich glaube, 60 habe ich mal grob durchgezählt aufgrund eurer Team-Seite kommt das ungefähr

[00:04:01] hin.

[00:04:02] Echt?

[00:04:03] Da sind 70 tatsächlich.

[00:04:04] Okay, ja.

[00:04:05] Und genau, es sind jetzt gerade ja noch ein paar dazugekommen, weil wir gerade ja noch

[00:04:08] eine Agentur gekauft haben.

[00:04:09] Ja, ihr habt Social Heaven gekauft.

[00:04:11] Glückwunsch dazu.

[00:04:12] Dankeschön.

[00:04:13] Spannende Entwicklung.

[00:04:14] Könnte man wahrscheinlich eine eigene Folge darüber machen, über das Thema Integration

[00:04:16] und was da jetzt auf euch zukommt, aber das soll heute mal nicht Thema sein.

[00:04:20] Genau.

[00:04:21] Also du hast es schon erwähnt, ihr seid eine Agentur, ihr betreut Kunden, da gibt es viele

[00:04:26] Prozesse vom Bereich, sage ich mal ganz am Anfang, Marketing für euch selber, Vertrieb,

[00:04:31] dann natürlich die gesamte Umsetzung, die Kundenarbeit, Reporting etc.

[00:04:35] Vielleicht kannst du mal so einen Überblick geben, welche Rolle spielt AI bei euch heute

[00:04:41] schon und was habt ihr da konkret jetzt schon oder was hast du konkret schon umgesetzt?

[00:04:45] Ja, also erst mal glaube ich, sind wir natürlich gerade in einer Situation, wo Change und gerade

[00:04:53] KI-Change extrem präsent ist.

[00:04:55] In der Agentur sind generell schon mal sehr schnelllebig, da passiert viel und Marketing

[00:04:59] ist sehr schnelllebig, grundsätzlich Online-Marketing, also zwei Bereiche kombiniert, wo kaum ein

[00:05:05] Monat ist wie der andere und man natürlich extrem viel Veränderung wahrnimmt und ich

[00:05:10] habe auch das Gefühl, dass wenn ich mich mit anderen Agentur-Inhabern austausche, da

[00:05:15] natürlich auch sehr viel Verunsicherung herrscht, weil sie sagen, okay, das sind genau die Bereiche,

[00:05:18] die sehr früh abgelöst werden könnten oder wo zumindest in ein paar Jahren nichts mehr

[00:05:23] so ist, wie es vorher war.

[00:05:24] Ich selbst habe so ein bisschen als Geschäftsführer der Agentur das Problem gehabt, dass ich zu

[00:05:30] wenig Zeit hatte, mich damit auseinanderzusetzen und ich habe etwa vor einem Jahr mir mal ein

[00:05:34] paar Monate zum ersten Mal in aller Zeit eine Auszeit genommen und habe mich sehr intensiv

[00:05:39] damit auseinandergesetzt und gedacht, okay, nicht mal irgendwie zwischen Tür und Angel

[00:05:43] das nächste Tool testen und mal gucken in fünf Minuten, wie denn so die Ergebnisse

[00:05:47] sind oder mir ein YouTube-Video anschauen, sondern das Bedürfnis gehabt, auch mal tagelang

[00:05:51] wirklich einzutauchen und das war großartig, weil wir vorher tatsächlich eher so die ganz

[00:05:58] allgemeinen Dinge gemacht haben, das war dann ja 2025 vor dem Sommer, das heißt, jeder

[00:06:03] hat natürlich irgendwie einen ChatGPT-Account gehabt, Gemini genutzt haben wir, ich weiß

[00:06:08] gar nicht mehr, was wir genau vorher hatten, aber eins von beidem und das war im Wesentlichen

[00:06:13] alles.

[00:06:14] Natürlich haben alle Leute in ihren Teams versucht, mal hier und da einen kleinen Hack

[00:06:17] auszuprobieren, im Creation-Bereich wurde es immer relevanter, aber es war noch eine

[00:06:22] sehr, sehr frühe Zeit und seitdem hat sich extrem viel verändert, weil gerade die Coding-Modelle

[00:06:28] natürlich extrem stark geworden sind, das heißt, ich habe mich sehr, sehr stark mit

[00:06:31] dem Thema Tool-Entwicklung für uns auseinandergesetzt.

[00:06:34] Wie gesagt, wir haben dann kurz danach ein Team gebildet, das auch quasi wirklich 50 Prozent

[00:06:39] der gesamten Zeit nur in Vibe Coding steckt und unsere Tool-Landschaft hat sich so entwickelt,

[00:06:44] dass wir viele eigene Tools gebaut haben, die wirklich fest in unsere Prozesse integriert

[00:06:50] sind und dass wir darüber hinaus aber auch Sachen gebaut haben, die wirklich jeden Einzelnen

[00:06:57] im täglichen Umgang und der täglichen Arbeit unterstützen, was dann aber eher mit, vor

[00:07:01] allem bei uns jetzt, Claude zu tun hat, also unsere typische Einstiegs-Schneise, mit der

[00:07:07] alle Personen arbeiten.

[00:07:08] Kannst du nochmal sagen, auf welchem Stack seid ihr gerade als Agentur unterwegs?

[00:07:11] Arbeitet ihr im Bereich Microsoft Teams oder mit Google Workspace oder was ist sozusagen

[00:07:17] die Grundlage eurer Arbeit?

[00:07:20] Wir haben Google Workspace und haben das schon immer gehabt und wir arbeiten auch sehr viel

[00:07:26] mit Drive, das heißt auch Kundendaten und Sachen, die wir jetzt gerade über KI sammeln

[00:07:30] und strukturieren, finden sehr viel, wenn nicht in Tools, in Drive statt.

[00:07:34] Okay, alles klar.

[00:07:35] Genau, und du hast es schon erwähnt, ihr habt euch jetzt schon sozusagen viele Tools

[00:07:38] gebaut.

[00:07:39] Du warst ja auch einer, der mir mal dann gesagt hat, du, Trutz, mein HubSpot-Vertrag hätte

[00:07:44] sich jetzt eigentlich verlängert.

[00:07:45] Das habe ich abgelöst.

[00:07:46] Ich habe mir da jetzt was Eigenes gebaut und das fand ich sehr eindrucksvoll und du bist

[00:07:49] nicht der Erste, der mir das erzählt hat.

[00:07:50] Ich hatte auch schon mal Kontakt mit dem anderen, der hat genau die gleiche Geschichte erzählt.

[00:07:53] Auch ein Entwickler interessanterweise und der sagt, die Core-Funktionalitäten, die

[00:07:57] bauen wir uns jetzt selber.

[00:07:58] Kannst du dazu mal ein bisschen zu erzählen, weil das ist, glaube ich, auch ein wichtiger

[00:08:01] Bestandteil bei euch oder ein wichtiges Tool geworden, dieses Thema CRM-Vertrieb für trafficdesign?

[00:08:07] Ja, hundertprozentig.

[00:08:08] Also die Geschichte ist sogar noch viel schlimmer, Trutz, weil es war nämlich so, dass wir

[00:08:12] uns dafür entschieden haben, das Ganze nochmal auf ein neues Level zu bringen, alles mit

[00:08:16] HubSpot zu machen.

[00:08:17] Das war im Januar diesen Jahres und deine Hörer, die so ein bisschen aktiver sind, werden sich

[00:08:22] erinnern, dass so Ende Januar dann nochmal so ein neuer Schub kam, ich glaube Opus 4.5

[00:08:26] war es damals.

[00:08:28] Wo dann auch dieser Verfall der SaaS-Aktien war, weil alle gedacht haben, ach du Scheiß,

[00:08:36] was kommt denn jetzt dabei, was kommt jetzt raus?

[00:08:38] Und wir haben das im Januar gemacht und waren ein guter Ding und wollten das alles lösen

[00:08:43] und ich habe vorher auch schon Vibe Coding gemacht, aber habe gedacht, sowas zu entwickeln,

[00:08:47] das ist ja unverhältnismäßig.

[00:08:48] Und dann hinterher haben wir uns tatsächlich im Februar, März dafür entschieden, haben

[00:08:52] gedacht, okay, wir werden das nicht tun, weil die machen auch viel E-Mail-Marketing, haben

[00:08:57] viele Kontakte bei uns drin und HubSpot wird sehr schnell sehr teuer und haben dann

[00:09:00] gesagt, wir bauen das jetzt wirklich selbst, wir machen das komplett selbst, wir integrieren

[00:09:05] alle unsere Tools von Angebotserstellung über Rechnungsstellung über auch eine Agentursoftware,

[00:09:11] die ich damals noch vor Vibe Coding-Zeiten sehr, sehr intensiv als Hobby und am Wochenende

[00:09:17] ausgebaut habe.

[00:09:18] Genau, all das wird jetzt komplett da integriert und da ist inzwischen großteils auch schon

[00:09:23] integriert und das klappt wirklich hervorragend.

[00:09:26] Es nimmt sehr viel Zeit ein und es wird schwieriger, je komplexer die Software wird und es ist

[00:09:29] sehr wichtig, sie wirklich modular zu bauen und Grenzen zu machen und auf Kontext-Windows

[00:09:35] zu achten und das ist schon alles sehr wichtig, aber tatsächlich machen wir da bisher sehr,

[00:09:41] sehr gute Erfahrungen und das System ist eigentlich nicht mehr wegzudenken.

[00:09:45] Okay, spannend.

[00:09:46] Du hast gesagt, ihr habt eine eigene selbstentwickelte Agentursoftware, ist das richtig?

[00:09:50] Ja, genau.

[00:09:51] Und die wird jetzt sozusagen, ist das sozusagen der Nukleus, der jetzt immer weiter aufgebohrt

[00:09:56] wird und immer mehr Funktionen von eigentlich anderen Tools dazu bekommt, kann man das so

[00:10:00] sagen oder sind das alles Standalone-Geschichten, die er jetzt sozusagen noch andockt?

[00:10:04] Also ich würde tatsächlich so sagen, wenn man sich das mal von einer Struktur versucht

[00:10:09] zu visualisieren, dann steht das CRM-System im Mittelpunkt, das ist tatsächlich eigentlich

[00:10:14] das, was ganz in der Mitte ist, die Kontakte, alle Sachen laufen da eigentlich zusammen

[00:10:17] da und die Agentursoftware ist bei uns für Umsatzplanung, Budgets, alles was da, Tracking,

[00:10:26] die Dinge, die halt tagtäglich irgendwie stattfinden, das ist das, was da stattfindet

[00:10:30] und die gesamte Verbindung und wirklich die IDs und die Single Source of Truths, die findet

[00:10:36] an vielen Stellen im CRM-System statt.

[00:10:39] Okay.

[00:10:40] Das CRM-System ist praktisch neu, das habt ihr jetzt sozusagen, oder hast du es komplett

[00:10:43] vibe-gecodet, in Anführungsstrichen?

[00:10:44] Richtig.

[00:10:45] Vibe Coding ist in deinem Fall, glaube ich, ein bisschen schwierig zu sagen, aber weil

[00:10:48] du bist ja Entwickler, ich glaube, du vibe-codest ja jetzt nicht nur, aber trotzdem, das Ding

[00:10:52] ist praktisch mit Hilfe von AI neu entstanden, als Ablösung von HubSpot, könnte man sagen.

[00:10:57] Absolut, aber ich muss tatsächlich sagen, ich habe, ich überlege, ob das jetzt stimmt,

[00:11:01] aber ich glaube, ich habe nahezu keine Zeile Code selbst geschrieben, also, ja.

[00:11:05] Das ist schon Wahnsinn.

[00:11:06] Total.

[00:11:07] Okay, spannend.

[00:11:08] Also, das ist praktisch euer sozusagen neues, zentrales Gehirn und ich bin ja auf so einem

[00:11:13] ähnlichen Wege.

[00:11:14] Ich baue jetzt auch schon so praktisch etwas, was ich anfangs so AMALYTIX ERP genannt habe.

[00:11:18] Jetzt habe ich von jemand anderem einen Begriff übernommen, der baut sein eigenes OS, deswegen

[00:11:22] habe ich meins auch umgebaut.

[00:11:23] AMALYTIX OS fand ich ganz cool und modern und das soll auch so die zentrale Plattform

[00:11:28] sein, die dann irgendwann mal ganz viele Tools ablöst und ich habe so ein bisschen, oder

[00:11:33] wir haben die Herausforderung, wir haben ja auch ganz viele einzelne Tools.

[00:11:36] Wir haben irgendwie ein CRM, wir haben ein Rechnungstool, dann haben wir noch so ein

[00:11:41] Customer Support Tool, Help Scout, also wir haben ganz viele Insellösungen und was ich

[00:11:46] schwierig finde oder was eine Herausforderung ist, sage ich mal, diese Tools erstmal alle

[00:11:50] zu integrieren, weil du kannst ja nicht alles von heute auf morgen komplett ablösen, das

[00:11:53] ist vielleicht auch ein bisschen riskant und die Daten erstmal so sozusagen synchronisieren

[00:11:58] und dann fallen die halt plötzlich auf, dass du halt den gleichen Kunden irgendwie dreimal

[00:12:00] im System hast, nämlich einmal im Rechnungstool, einmal im CRM, da vielleicht nochmal doppelt

[00:12:04] angelegt, weil er sich schon irgendwie vor 15 Jahren mal registriert hat, also das alles

[00:12:08] so in den Begriff zu bekommen, fand ich gar nicht oder finde ich gerade aktuell gar nicht

[00:12:11] einfach.

[00:12:12] Welchen Weg geht ihr da oder welche Philosophie hast du da, wird das CRM immer separat bleiben,

[00:12:18] synchronisierst du auch oder was ist deine Vision da an der Stelle?

[00:12:21] Ja, also ich muss sagen, ich glaube, dass man sich an manchen Stellen einen Gefallen

[00:12:25] damit tut, wenn man einfach über APIs und MCPs oder was auch immer man nachher dann

[00:12:32] genau für eine Strukturwelt arbeitet und nicht alles in einem Tool versucht zu bauen,

[00:12:36] weil am Ende entstehen einfach Abhängigkeiten, du zwingst natürlich auch deine Software

[00:12:39] dazu, bestimmte Schnittstellen einzuhalten, indem du sagst, es gibt eben auch nur diese

[00:12:44] Schnittstellen und wenn du Dinge wirklich sehr klar voneinander trennen kannst, macht

[00:12:49] das das auch ein bisschen wartbarer, es macht das auch besser verteilbarer, dass man vielleicht

[00:12:54] mal einzelnen Leuten sagt, du bist für diesen Bereich verantwortlich, dass man nicht direkt

[00:12:57] dann im gleichen Git arbeitet und deswegen würde ich schon sagen, das spielt eine wichtige

[00:13:03] Rolle und da ist dann auch der Unterschied zwischen vielleicht den Leuten, die mit Lovable

[00:13:08] oder auch Claude Code einfach mal die ein oder andere kleine Software bauen und ich glaube,

[00:13:13] da ist es dann wirklich hilfreich, wenn man so ein bisschen Architekturverständnis noch

[00:13:16] hat und sagt, okay, wir brauchen halt irgendwo wirklich eine vernünftige Datenstruktur,

[00:13:21] die robust und nachhaltig ist.

[00:13:23] Ja, spannend. Dann gehen wir doch vielleicht mal so ein bisschen ins CRM rein. Du hast

[00:13:32] schon im Vorgespräch eben so ein bisschen erwähnt, du hast es mir auch schon mal gezeigt,

[00:13:35] ihr habt ja echt coole Prozesse eingebaut. Ich erinnere mich, dass du mir gezeigt hast,

[00:13:38] wie du, sag ich mal, du kommst gerade aus dem Kundengespräch, hast gerade einen neuen

[00:13:41] Kunden vielleicht am Telefon gehabt und jetzt musst du also praktisch dein Team briefen,

[00:13:46] um in die Angebotserstellung reinzugehen und da hast du einfach mal eben dein Tool

[00:13:50] aufgemacht, dein CRM, hast so einen Recording-Button gedrückt und einfach reingesprochen. Kannst du

[00:13:54] das mal erzählen nochmal, was habt ihr da alles gebaut, um euren, so zum Beispiel, Sales-Prozess

[00:13:58] da zu verbessern? Das ist eigentlich ein ganz gutes Beispiel, weil das ist nämlich genau eine

[00:14:05] Software, die wir nicht im CRM drin haben, sondern das ist eine Software, die getrennt davon ist. Das

[00:14:09] ist bei uns Sales Agent und das war ursprünglich auch mal gedacht, ob wir das nicht vielleicht mal

[00:14:13] an HubSpot anbinden und wir haben gesagt, okay, wir brauchen eigentlich eine Software,

[00:14:17] wo operativ von den Leuten drin gearbeitet wird. Ein Chat, wo man natürlich Transkripte,

[00:14:22] Informationen reinpacken kann, Informationen in einer strukturierten Form gespeichert werden,

[00:14:27] über uns als Agentur, welche Dienstleistungen haben wir, welche Rahmenbedingungen gibt es,

[00:14:32] was ist unser ICP, also all solche Dinge, die halt total wichtig sind und das alles in den

[00:14:36] Kontext gesetzt wird mit den Informationen, die gerade eingegeben werden und das heißt,

[00:14:41] jemand erzählt ein bisschen was über den Kunden, über den ersten Call, den er mit einem Kunden

[00:14:44] gemacht hat und dann werden die Dinge strukturiert, alle gespeichert. Derjenige,

[00:14:48] der bei uns das erste Gespräch führt, ist ja auch nicht die Person, die nachher unbedingt

[00:14:51] das inhaltliche Gespräch mit dem Kunden führt. Es wird irgendwann auch ein Projektteam geben,

[00:14:56] das mit dem arbeiten muss und klar, es ist jetzt keine Rocket Science, in Claude Code, Gemini oder

[00:15:01] ChatGPT Protokolle reinzupacken und zu sagen, strukturieren wir das mal für eine Übergabe,

[00:15:05] aber die Übergabe wirklich so zu haben, dass all diese Faktoren auch strukturiert und reproduzierbar

[00:15:10] drin sind und auch zu uns passen. Also meine Erfahrung ist, wenn die Komplexität steigt,

[00:15:14] wenn der Prozess länger wird, dann wird das halt einfach nicht mehr so deterministisch,

[00:15:17] dann hast du halt mal bessere, schlechtere Qualität, es ist nicht immer vergleichbar,

[00:15:21] kannst Prozesse sehr schlecht einhalten und das ist der Moment, weswegen wir gesagt haben,

[00:15:25] wir bauen eine eigene Software, was eine Visualisierungsform, die immer gleich ist,

[00:15:28] wo die Leute dann die Stellen wiederfinden, wann jetzt auch gleich und was gleichzeitig

[00:15:33] auch eine strukturierte Datenspeicherung, was bei komplexeren Prozessen, wie gesagt,

[00:15:39] auch bei Claude einfach manchmal nicht mehr so gut funktioniert.

[00:15:41] Und das Spannende ist, glaube ich, man kann sich ja die Prozesse dann wirklich genau so bauen,

[00:15:45] wie man es selbst als Unternehmen gerne hätte. Es ist einfach so eine hyperindividuelle Software,

[00:15:49] die man so ja nie bekommen hätte und das finde ich auch so spannend. Man baut eine Software,

[00:15:53] die man nur selber benutzt wahrscheinlich am Ende des Tages.

[00:15:56] Ja und was früher total schwierig war, also ich habe ja eben gesagt, ich habe eine Software gebaut

[00:16:00] für uns als Agentur, als Hobby, völlig absurd heute darüber nachzudenken, dass man da wirklich

[00:16:05] bei jedem Button überlegt hat, wie er positioniert wird und wie die Abrundung ist. Das muss man ja

[00:16:11] alles früher mitdenken. Das ist wirklich nicht lange her und doch so weit entfernt.

[00:16:16] Und jetzt, ich habe immer gedacht, dass das irgendwann mir mal echt auf die Füße fallen

[00:16:20] könnte, dass wir so eine individuelle Software haben, auch mit einem relativ alten Framework,

[00:16:24] weil ich das ja vor 10, 15 Jahren gebaut habe und dass dann irgendwann jemand sagt,

[00:16:29] ja okay, aber wenn du nicht da bist, das versteht doch keiner und wer soll das denn warten?

[00:16:33] Und das ist jetzt total der Game Changer, weil das ist überhaupt gar kein Problem mehr.

[00:16:37] Also es muss keiner verstehen. Ich kann die Software durchlaufen lassen,

[00:16:40] die dokumentiert das Ganze für mich. Ich kann das erklären, ich kann Features bauen.

[00:16:44] Ich hatte am Anfang Januar, Februar furchtbare Angst davor, da reinzugehen und zu sagen,

[00:16:49] kann ich wirklich eine KI an dieses System lassen oder macht die das kaputt?

[00:16:53] Und inzwischen schreibe ich da auch keine einzige Zeile Code mehr und dadurch ist Software halt

[00:16:59] ein bisschen zu einem super individuellen und teilweise bei kleineren Sachen auch

[00:17:03] ein Wegwerfprodukt geworden, weil wenn ich es brauche, dann brauche ich es,

[00:17:06] wenn nicht mehr, dann baue ich es mir halt neu und lasse es halt.

[00:17:09] Spannend, ja. Mit welchem Coding-Modell arbeitest du am liebsten? Bist du im Lager Claude oder ChatGPT?

[00:17:17] Ja, weder noch. Ich habe damals angefangen, das kommt wahrscheinlich auch da,

[00:17:20] weil ich Developer bin, mit Cursor viel zu machen. Das war damals eher so Code Completion,

[00:17:25] das heißt wirklich, dass man Coding-Unterstützung und wir haben das ganze Team darauf gebrieft

[00:17:29] inzwischen und damit gearbeitet und ich mache es tatsächlich immer noch.

[00:17:32] Inzwischen gehören die ja zu Elon Musk, zu SpaceX.

[00:17:36] Das ist jetzt nicht unbedingt die allerschönste Entwicklung für mich,

[00:17:38] weil ich da jetzt kein großer Fan von bin, aber ich muss sagen, ich finde die Oberfläche klasse

[00:17:43] und der große Vorteil, weswegen ich Leuten schon auch empfehlen kann,

[00:17:46] sich das anzuschauen, ist die freie Modellwahl.

[00:17:48] Man kann wirklich alles machen, was man will.

[00:17:51] Es gibt natürlich fertige Skills und Plugins, wo ich einfach sagen kann,

[00:17:55] vergleiche es bitte mit Gemini 3, mit dem eigenen Grok-Modell, ChatGPT oder Opus

[00:18:01] und der macht das einfach. Der macht Arena-Läufe nebeneinander, vergleicht die ganzen Sachen nativ

[00:18:05] und hat nebenbei tatsächlich auch ein ziemlich ordentliches, sehr, sehr schnelles Modell,

[00:18:10] was so mit Sonnet auf jeden Fall mithalten kann.

[00:18:12] Okay, ja spannend. Du hast es erwähnt, du hast dein Team darauf gebrieft.

[00:18:18] Wie muss ich mir das vorstellen? Hat jeder bei euch im Unternehmen, sage ich mal,

[00:18:21] seine eigene Cursor-Lizenz und kann auch selber Dinge tun?

[00:18:24] Jetzt muss ja nicht immer Entwicklung sein, aber es kann ja mal sein,

[00:18:26] dass man irgendwie am Kundenprojekt arbeitet, der hat einem gerade irgendeine Excel-Tabelle

[00:18:30] rübergeworfen, die muss umgebaut werden.

[00:18:32] Ist dein Team da schon dazu befähigt oder ist das noch Zukunftsmusik?

[00:18:36] Ne, genau. Also wir benutzen Cursor tatsächlich nur in dem KI-Team.

[00:18:41] Das ist etwas, ich habe die damals onboardet.

[00:18:44] Man muss auch dazu sagen, dass die Leute, die ich da onboardet habe,

[00:18:48] vorher auch nie programmiert haben.

[00:18:49] Die haben Tracking gemacht, also die haben einfach eine sehr, sehr starke Affinität

[00:18:54] für diese Themen und sind teilweise wirklich richtig gut.

[00:18:58] Also das ist wirklich schon erstaunlich, wie schnell man da so reinkommen kann,

[00:19:02] wenn man nicht wirklich jeden Befehl lernen muss,

[00:19:04] sondern einfach ein gutes Verständnis dafür hat.

[00:19:06] Wenn du sagst KI-Team, machen die wirklich nur noch KI oder, sage ich mal,

[00:19:09] machen die KI zusätzlich zu ihrer bestehenden Aufgabe?

[00:19:11] Die machen schon fast Großteil, also ich würde sagen, mehr als die Hälfte der Zeit

[00:19:16] arbeiten die an Softwarelösungen für uns oder für Kunden.

[00:19:19] Okay, krass. Und wie viele Leute reden wir da?

[00:19:22] Drei. Plus dir.

[00:19:25] Ja, genau. Also ich muss echt zugeben, dass es manchmal kann man…

[00:19:30] Als Geschäftsführung sollte man vielleicht die Zeit ein bisschen anders verbringen.

[00:19:32] Andererseits ist es natürlich auch ein absoluter Traum,

[00:19:34] sich Prozesse genau so zu bauen, wie man sie haben möchte,

[00:19:38] ohne mit jemandem darüber reden zu müssen.

[00:19:40] Außer der KI.

[00:19:43] Aber stark, weil es ist ja schon ein Invest, dass man sagt,

[00:19:46] ich stelle hier drei Leute mit Großteil ihrer Zeit ab,

[00:19:49] um wirklich diese Prozesse nach vorne zu bringen. Das ist ja echt super.

[00:19:51] Das sind aber auch keine reinen Entwickler, muss man auch dazu sagen?

[00:19:53] Oder sind das Leute, die alle Entwicklungshintergrund haben?

[00:19:55] Oder einfach nur, die sind einfach mutig, die sagen, klar, mach ich.

[00:19:58] Ja, das sind Leute, die bei uns Tracking und Analytics gemacht haben.

[00:20:03] Also die haben natürlich JavaScript-Erfahrung und haben wirklich jahrelang

[00:20:07] Tracking-Themen, Website-Themen bearbeitet, aber nie wirklich früher Software entwickelt.

[00:20:12] Okay, ja, spannend.

[00:20:13] Ja, genau.

[00:20:14] Also die sind so ein bisschen JavaScript-enabled und bauen für euch Tools.

[00:20:19] Und das heißt, baut ihr mehr so Insel-Lösungen?

[00:20:22] Das heißt, wie der Sales-Agent nochmal ein anderes Tool dafür

[00:20:25] und nochmal ein anderes Tool dafür, die aber alle so stand-alone laufen?

[00:20:28] Oder arbeiten die alle irgendwie in ein CRM rein

[00:20:31] oder in die Agentur-Software?

[00:20:33] Oder sind das manchmal auch so Wegwerf-Projekte,

[00:20:35] das baut man jetzt nur für den einen Kunden einmal

[00:20:37] und dann baut man es wahrscheinlich nie wieder?

[00:20:38] Es ist beides.

[00:20:39] Also wir haben natürlich ein großes Bild,

[00:20:42] wie gesagt, mit dem CRM-System in der Mitte, wo wir dann sagen,

[00:20:45] es gibt viele Sachen drumherum, Kleinigkeiten.

[00:20:48] Wir haben jetzt ein Angebotstool, wie man digitale Angebote hin und herschicken kann

[00:20:52] mit Protokollen und allem Drum und Dran.

[00:20:54] Haben wir jetzt uns selbst gebaut, weil wir keins gefunden haben, was uns gefallen hat.

[00:20:58] Es ist ein Conversion-Rate.

[00:20:59] Da werden dann Sachen drangebaut,

[00:21:01] genau wie mit dem Sales-Agent, den ich eben erzählt habe.

[00:21:03] Und dann gibt es gleichzeitig aber auch Software-Lösungen für Kunden,

[00:21:06] die wir total gut nutzen können, um Alleinstellungsmerkmale zu haben.

[00:21:10] Wenn es darum geht, Dashboard-Visualisierung, Budget-Kontrollen,

[00:21:13] also Sachen aufzubauen, Portale für Kunden,

[00:21:16] wo dann Historien und Sachen zu sehen sind,

[00:21:18] die sie vielleicht früher mal mit uns gemacht haben.

[00:21:20] Also auch, was ja auch am Ende Kundenbindungsmaßnahmen sind.

[00:21:23] Absolut.

[00:21:23] Und ich glaube, Kunden erwarten es wahrscheinlich heute auch,

[00:21:25] dass ihr dann irgendwie euch mit KI leveraged

[00:21:27] und da schneller und günstiger im Zweifel auch werdet, oder?

[00:21:30] Ja, das wird so ein bisschen commoditized, muss ich sagen.

[00:21:33] Also am Ende ist wirklich die Erwartung da.

[00:21:35] Es wird viel nicht gemacht.

[00:21:37] Also es ist nicht so, als würde jede Agentur jetzt so digital arbeiten.

[00:21:39] Und das wird, glaube ich, meiner Meinung nach auch in ein, zwei Jahren

[00:21:41] noch nicht so sehr sein.

[00:21:43] Ich glaube, wer da jetzt viel unterwegs ist,

[00:21:45] das ist ein Invest, wie gesagt, das ist eine Wette.

[00:21:46] Aber man kann da schon an den Punkt kommen,

[00:21:49] dass man Alleinstellungsmerkmale hat, würde ich schon sagen.

[00:21:52] Klingt auf jeden Fall so, genau.

[00:21:54] Du hast es eben schon mal kurz erwähnt.

[00:21:55] So das ganze Thema Wissensorganisation finde ich auch total spannend.

[00:21:58] Da habe ich auch noch keine abschließende Lösung irgendwie zu.

[00:22:00] Aber genau wie du sagst,

[00:22:01] irgendwo muss ja mal stehen, wofür stehen wir?

[00:22:03] Was sind wir für eine Agentur?

[00:22:05] Was bieten wir an? Was vielleicht auch nicht?

[00:22:07] Wie reden wir mit dem Kunden?

[00:22:08] Was ist unsere Brand-Tonalität?

[00:22:10] Whatever, das braucht man ja an ganz vielen verschiedenen Stellen.

[00:22:13] Man will es ja wahrscheinlich nicht immer irgendwie duplizieren

[00:22:15] und in jedes einzelne einbauen.

[00:22:17] Wie hast du dich da oder habt ihr euch da organisiert?

[00:22:20] Gibt es da irgendwie im Google Drive so ein zentrales Dokument?

[00:22:23] Liegt das in irgendeinem GitHub-Repo drin?

[00:22:26] Wie macht ihr das irgendwie?

[00:22:27] Wie macht das Unternehmenswissen verfügbar?

[00:22:30] Ich muss sagen, auch wir haben da noch keine perfekte Lösung für.

[00:22:33] Also wir sind da dran und haben das Wissen auch schon.

[00:22:37] Also gerade wenn es um, ich glaube,

[00:22:39] eine der ersten Use Cases von allen waren ja Transkripte,

[00:22:41] automatisch irgendwie ablegen und man immer die Informationen hat.

[00:22:47] Genau, das macht inzwischen fast jede Software selbst.

[00:22:49] Also ob es jetzt Google Meet, Zoom oder Teams ist.

[00:22:53] Bei uns, ich habe ja eben gesagt, dass die Leute mit Cursor arbeiten,

[00:22:55] aber nur die Entwickler.

[00:22:57] Alle anderen bei uns haben inzwischen Claude-Lizenzen und arbeiten damit.

[00:23:00] Und da haben wir tatsächlich gemeinsame Skills, Projekte, Sachen aufgebaut,

[00:23:05] dass das sehr, sehr gut klappt und die Sachen alle abgelegt werden.

[00:23:10] Das ist gut. Das kannst du natürlich dann auch wunderbar mit anderen teilen,

[00:23:13] Informationen auch in gewissem Umfang strukturieren.

[00:23:17] Das ist schon, ja, also das ist noch nicht perfekt,

[00:23:20] aber das ist die Art und Weise, wie wir das lösen.

[00:23:21] Was noch sehr wichtig ist dabei, ist, dass meine Erfahrung ist,

[00:23:25] wie gesagt, wenn es sehr komplex wird, dann versagt dieses System sehr häufig.

[00:23:30] Und wenn wir wirklich jetzt einzelne Lösungen bauen,

[00:23:33] zum Beispiel auch für Creatives Strategy, dass wir sagen,

[00:23:36] wir wissen, welche Do’s und Don’ts die Kunden haben oder was für Feedbacks

[00:23:39] sie uns schon mal zu Creatives gegeben haben oder

[00:23:43] oder irgendwelche Budgets für Kampagnen und so weiter.

[00:23:46] Dann will ich die nicht von Claude

[00:23:47] irgendwie abgespeichert haben in irgendeiner Memory, sondern ich möchte,

[00:23:49] dass die halt strukturiert irgendwo stehen und zuverlässig wiedererkannt werden

[00:23:52] und dass auch nicht mal der falsche Wert genommen wird.

[00:23:54] Weil in irgendeinem Protokoll mal eine andere Zahl gesagt wurde.

[00:23:57] Und das sind Dinge, die können passieren bei einer KI.

[00:24:00] Und deswegen ist es so, dass wir alle unsere Tools quasi auch dann in Claude einbinden

[00:24:06] und Claude dann ganz zentral durch Skills und durch das Training einfach nur weiß,

[00:24:10] wo muss ich wann anzapfen, um welche Informationen zu kriegen.

[00:24:13] Okay, spannend.

[00:24:13] Das heißt, habt ihr da so Konnektoren gebaut oder MCP Server,

[00:24:16] damit Claude vielleicht auch auf euren Sales Agent irgendwie zugreifen kann

[00:24:19] und die Daten, die da drin liegen oder euer CRM oder eure Agentur Software,

[00:24:23] dass man so das als zentrale Chat Plattform nehmen kann

[00:24:26] und der holt sich dann die Daten irgendwie zusammen?

[00:24:27] Ja, genau. Und also ich weiß, dass MCP im Allermunde ist.

[00:24:31] Ich finde so für unseren Fall haben wir keine MCP.

[00:24:35] Genau. Also am Ende ist eine API auf Claude-Seite, wenn der Skill ordentlich gebaut ist

[00:24:40] und der die Doku kennt, fast das gleiche wie ein MCP auf Server-Seite.

[00:24:43] Ja, ja, genau.

[00:24:45] Also kann ich auch nachvollziehen.

[00:24:46] Finde ich auch total mächtig.

[00:24:47] Also ich habe auch meinem Claude-Agenten irgendwie Zugriff gegeben

[00:24:49] auf diverse, auf das Help-Scout-Thema, auf Linear, unser Ticket-Management-System.

[00:24:55] Und er kann da lesen und schreiben und die Daten hin und her vergleichen.

[00:24:58] Das ist ein Wahnsinns-Game-Changer, wenn man das irgendwie so…

[00:25:01] Aber man muss es halt irgendwie…

[00:25:02] Man muss halt die Wissensquellen dann organisieren

[00:25:04] und wissen, wo was steht, in Anführungsstrichen, und das ist ja gar nicht so leicht.

[00:25:08] Als Wiki haben wir auch irgendwie mal Outline genommen.

[00:25:10] Das finde ich auch gar nicht schlecht,

[00:25:11] weil da kann man schön Sachen im Markdown pflegen, hat eine saubere API,

[00:25:14] hat ein Rollenrechte-System, aber ja auch nicht jeder,

[00:25:16] dass irgendwie jeder und jeder auf die, keine Ahnung,

[00:25:19] Buchhaltungsdaten oder die Personaldaten zugreifen kann.

[00:25:22] Ich finde das gar nicht so trivial,

[00:25:23] so Wissen unternehmensweit für Agenten und wen auch immer zu organisieren.

[00:25:28] Spannend, dass du gesagt hast,

[00:25:30] jeder von euch hat jetzt eine eigene Anthropic-Lizenz oder einen Claude-Zugang.

[00:25:34] Da kann ich mir direkt mal ein paar Tipps abholen.

[00:25:35] Das habe ich nämlich diese Woche auch gemacht,

[00:25:36] denn wir hatten bislang immer so, der eine hatte irgendwie ChatGPT,

[00:25:39] der andere hatte das.

[00:25:41] Dann die Entwickler haben irgendwie eine Claude-Lizenz, alles irgendwie nicht zentral.

[00:25:44] Wir haben uns zwar so einen eigenen Chat-Agenten auch selber gebaut,

[00:25:48] aber ich will auch, genau wie du sagst, auch unsere Mitarbeiter so ein bisschen befähigen,

[00:25:52] sich vielleicht auch mal das eine oder andere Mini-Tool mal selber zu bauen.

[00:25:55] Und wenn es nur eine schöne Visualisierung von irgendwelchen Daten ist oder so was,

[00:25:58] macht das ja auch super.

[00:25:59] Welche Vision hast du da?

[00:26:02] Nutzt du das praktisch nur als Chat-Oberfläche mit Integration in verschiedene Tools

[00:26:06] oder legst du auch Sachen innerhalb von Claude ab?

[00:26:08] Man kann ja so Projekte anlegen und das mit Gmail verknüpfen,

[00:26:12] mit Google Drive verknüpfen. Macht ihr das schon?

[00:26:14] Oder welche Vision hast du da für Claude? Heute oder in der Zukunft?

[00:26:18] Ja, also wir nutzen auch die Konnektoren natürlich.

[00:26:22] Und wir haben auch, es gibt ja inzwischen auch von Meta ein MCP.

[00:26:25] Es gibt auch Möglichkeiten, auf Google zuzugreifen.

[00:26:28] Das heißt, auch die Leute bei uns, die nicht Entwickler sind, nutzen auch solche Sachen.

[00:26:30] Also auch das wird, das heißt, die können auch Auswertung fahren über Claude.

[00:26:35] Ich benutze auch, was auch einige von uns benutzen, sind auch noch mal ganz spannend,

[00:26:40] ja diese ganzen Schnittstellen-Möglichkeiten über Apify,

[00:26:43] dass man sagt, okay, ich möchte mal gucken, wie haben jetzt die Leute vielleicht,

[00:26:47] ich habe ein Kunden-Thema, wer sonst schaltet da für Ads, wie erfolgreich sind die Ads,

[00:26:52] transkribier mir die mal, such mir die Strukturen raus.

[00:26:55] Das sind alles Sachen, die Leute bei uns werden schon befähigt, das zu machen.

[00:26:59] Genau, also Konnektoren spielen eine sehr große Rolle.

[00:27:02] Es gibt bei uns eine Projektstruktur, die könnte noch ein bisschen strukturierter sein,

[00:27:06] aber es ist schon angedacht, dass es pro Kunde ein Projekt gibt

[00:27:09] und pro Themenbereich auch wiederum ein Projekt.

[00:27:11] In den Projekten ist ja auch wieder Kontext angelegt, wo was abgespeichert wird und so weiter.

[00:27:16] Also da sind wir auf einem sehr, sehr guten Weg und ich würde sagen, 80, 90 Prozent davon stehen schon.

[00:27:21] Okay, super. Und legt ihr das dann in Claude selber ab oder legt ihr das dann in Google Drive ab

[00:27:26] und Claude kann darauf zugreifen?

[00:27:27] Aktuell ist es so, dass wir die Dinge in Google Drive ablegen, weil das unsere Zentrale ist.

[00:27:31] Es steht aber noch nicht ganz fest, wie das Finale hinterher aussehen wird.

[00:27:35] Ja, finde ich auch spannend. Aber ich frage mich auch selber, wie sehr will ich mich abhängig machen

[00:27:38] von irgendeinem Anbieter halt auch, weil wenn ich jetzt einmal anfange, das intensiv zu nutzen,

[00:27:42] alles da reinpacke, umso schlechter komme ich da ja auch weg.

[00:27:45] Und wer weiß, wie sich Preise auch daran bei solchen Modellen mal irgendwie entwickeln.

[00:27:49] Man sieht es ja schon bei den API-Preisen, die sind ja schon völlig abgekoppelt von dem,

[00:27:52] was eine normale Subscription irgendwie hergibt.

[00:27:54] Da hätte ich jetzt auch so ein bisschen Angst, mich da komplett irgendwie in so ein Modell zu machen.

[00:27:57] Aber who knows? Aber es hat natürlich auch ganz klar seine Vorteile,

[00:28:01] auch gerade für Leute, die nicht Entwickler sind.

[00:28:03] Letztens haben wir mit jemandem gesprochen, die setzen komplett da drauf.

[00:28:06] Die nehmen einfach Claude als Zentrale, und linken auch dann in Google Drive rein.

[00:28:09] Aber das ist sozusagen die Zentrale, weil die halt auch nicht so den IT-Hintergrund haben.

[00:28:14] Die können auch vielleicht jetzt nicht schnell mal irgendeine eigene App bauen oder sowas.

[00:28:17] Die wüssten auch nicht, ne?

[00:28:18] Ich muss sagen, ich meine, solange die Schnittstellen gut funktionieren,

[00:28:21] also selbst Skills oder sowas, also alles, was man in Claude irgendwie baut,

[00:28:24] es lässt sich ja auch dank KI alles relativ schnell transferieren.

[00:28:27] Also man kann die KI lernen schnell, wie andere Strukturen sind.

[00:28:30] Man kann Sachen exportieren.

[00:28:32] Wenn ich mal die letzten anderthalb Jahre zurückgucke,

[00:28:34] also wir haben angefangen damit, dass das irgendwie pro Team ein, zwei ChatGPT-Lizenzen gab.

[00:28:39] Und dann haben wir irgendwann gedacht, wir nehmen LangDock, weil wir dann ja flexibel sind.

[00:28:42] Und dann haben wir festgestellt, naja, Gemini hat jetzt gerade das beste Modell,

[00:28:45] ist außerdem inklusive beim Workspace.

[00:28:47] Also machen alle alles mit Gemini.

[00:28:49] Und jetzt seit einiger Zeit ist natürlich Claude nochmal, gerade wenn es um Konnektoren geht

[00:28:54] und moderne Frontier-Modelle natürlich ganz weit vorne.

[00:28:58] Aber who knows, wie das in einem Jahr aussieht, gerade was auch chinesische Modelle angeht.

[00:29:02] Ja, es ist schon sehr, sehr viel Wechsel da mit dabei.

[00:29:05] Und ich muss übrigens auch sagen, dass ich ChatGPT,

[00:29:08] was ja inzwischen irgendwie immer so ein bisschen als so eine Oma-AI angesehen wird von so vielen Leuten.

[00:29:16] Ich finde tatsächlich, dass die neue ChatGPT-Version hervorragende Ergebnisse liefert.

[00:29:19] Also ich nutze die sehr gerne.

[00:29:21] Ja, ich nutze auch immer noch beides.

[00:29:23] Also wenn ich entwickle, dann entwickle ich auch meistens irgendwie mit Claude und Opus und Fable.

[00:29:27] Und dann lasse ich immer nochmal ChatGPT rübergucken und der findet eigentlich immer was.

[00:29:31] Also auch wenn das alles irgendwie gut ist, aber der findet immer noch zwei, drei Bugs,

[00:29:34] wo man sagt, das sollte man vorher fixen, bevor das ausrollt irgendwie.

[00:29:37] Also ich finde auch die Kombination von beiden oder umgekehrt finde ich auch irgendwie ganz gut.

[00:29:42] Das ist der Grund, weswegen ich nämlich Cursor so spannend finde,

[00:29:45] weil genau das eben, ich weiß, das kann man in Claude auch machen, aber es ist nativ mit drin.

[00:29:49] Und du hast natürlich auch inklusive Budgets in so einem Ultraplan für fremde Modelle, die ganz ordentlich sind.

[00:29:57] Ja, das stimmt.

[00:29:58] Du sagst, ihr baut ja euch eigene Apps, die ihr praktisch erstmal nur bei euch nutzt oder intern nutzt.

[00:30:03] Wo legt ihr die ab, wo laufen die, wie hostet ihr das?

[00:30:07] Ist das ein externer Server, die intern auf irgendeinem Server stehen?

[00:30:10] So ein bisschen für die Nerds hier unter uns.

[00:30:13] Also wir haben einen Server, einen selbstgemanagten Server.

[00:30:18] Und ich habe damals, als ich wiedergekommen bin, gedacht,

[00:30:22] okay, wir brauchen irgendwie eine Datenstruktur, mit der wir gut arbeiten können.

[00:30:26] Wie du schon gesagt hast, ich komme aus der PHP-Welt.

[00:30:28] Und dann habe ich gesagt, wir brauchen irgendwie ein System, wo wir eine Basis haben für Tools,

[00:30:33] die wir setzen können, also ein Basis-Image für alle, die sich ein bisschen mehr auskennen.

[00:30:37] Und wo einfach schon so eine Grundinstallation drauf ist.

[00:30:40] Und dann irgendwie auch einen klaren Fahrplan, einen klaren, das war damals noch ein Custom-GPT,

[00:30:46] wie Projekte angelegt werden sollten.

[00:30:48] Der wirklich dann so einen richtigen Fahrplan mit den ersten vier Prompts macht.

[00:30:51] Und ich habe dann so eine kleine Software gemacht, wo du jetzt nur auf ein Knöpfchen drückst

[00:30:55] und dann erstellt er dir direkt eine Subdomain, installiert schon eine Laravel-Installation drauf

[00:31:03] mit einem CSS-Framework, das irgendwie ganz ordentlich aussieht und ein paar Vorgaben.

[00:31:07] Und dann kann man halt einfach schon direkt loslegen und promptet einfach ein bisschen.

[00:31:11] Und ja, also das heißt, ich glaube, das war im Nachhinein ein Riesenthema,

[00:31:16] weil alle halt sehr, sehr schnell einfach mit der ersten Software loslegen mussten

[00:31:19] und sehr viele Kinderkrankheiten und Überlegungen überhaupt gar nicht mehr mit der KI besprochen werden mussten.

[00:31:24] Und das benutzen die Leute bei uns immer noch stark.

[00:31:27] Ja, das hast du jetzt so nebenbei erwähnt.

[00:31:28] Aber du hast praktisch da so eine eigene, weiß nicht, so ein eigenes Lovable intern bei euch aufgebaut.

[00:31:32] Das heißt, ich brauche eine neue App und dann fährt da irgendwie, was fährt da hoch?

[00:31:35] Irgendwie ein Docker-Container oder sowas?

[00:31:36] Genau.

[00:31:37] So eine Art vordefinierte Laravel-Instanz irgendwie?

[00:31:40] Das ist schon Next Level, würde ich sagen.

[00:31:42] Aber super, weil da muss keiner sich die gleichen Fragen immer wieder stellen.

[00:31:46] Und ich muss sagen, dafür ist Laravel natürlich auch wirklich, ist ja sehr KI-freundlich, finde ich,

[00:31:51] weil es ja sehr opinionated ist und es bringt ja schon vieles von Haus aus mit und ist ja auch sehr konsistent gedacht.

[00:31:58] Also das ist ja alles aufeinander zugeschnitten.

[00:32:00] Nicht zuletzt, ich glaube, Taylor Otwell hält ja überall noch so ein bisschen die Hand drauf.

[00:32:03] Und das ist natürlich ein Riesenvorteil.

[00:32:05] Und jetzt haben wir ja auch eine KI-Integration.

[00:32:07] Das heißt, die KI kann die Logfiles lesen, Bugs sehen, irgendwie.

[00:32:10] Das ist alles sehr, sehr, ich finde, KI-freundlich aufgebaut.

[00:32:14] Und dadurch, dass es alles so ein in sich konsistentes Ökosystem ist mit ganz vielen Features, die schon fertig entwickelt sind,

[00:32:20] finde ich, das ist eine super Grundlage, um neue Apps irgendwie zu bauen, wo man sich ja nicht erst überlegen muss,

[00:32:25] welche Datenbank nehme ich jetzt und welchen Worker habe ich da im Hintergrund und welches Frontend-Theme nehme ich jetzt?

[00:32:31] Also wenn ich jetzt aus der JavaScript-Welt komme, ist das ja wie so ein Riesen-Lego-Kasten, wo ich mir alles immer zusammenstückeln muss.

[00:32:36] Und gefühlt ändern sich die Lego-Bausteine jedes Jahr.

[00:32:38] Und das ist bei Laravel ja eigentlich genau das Gegenteil.

[00:32:41] Es ist sehr, ja.

[00:32:42] Ja, und du sparst am Ende natürlich ziemlich viele Token dadurch, dass genau diese ganzen Tools da sind.

[00:32:48] Dass du ja nicht irgendwie selbst Dinge zusammensuchen musst.

[00:32:51] Du sparst auch ziemlich viele Token dadurch, dass Laravel einfach ein sehr verbreitetes Framework ist

[00:32:55] und dadurch auch einfach sehr viele Trainingsdaten da sind und viele Standards.

[00:32:59] Und das war damals der Grund, weswegen ich die Entscheidung dann auch für Laravel getroffen habe.

[00:33:02] Ja, also man trifft ja auch deinen Hintergrund. Du hast ja schon früh mit PHP angefangen.

[00:33:06] Also und PHP wird zwar hier und da manchmal ein bisschen belächelt, irgendwie so, als die und so weiter und immer ein bisschen verrückt.

[00:33:11] Aber ich finde, das ist ein paar Quatsch.

[00:33:13] Also gerade so in diesem Bereich, Vibe Coding, ist das ein mega starkes Framework, würde ich sagen.

[00:33:17] Also wer da mal ansetzen möchte, kann ich, glaube ich, nur empfehlen, noch damit dann zu starten.

[00:33:21] Weil, wie du sagst, man programmiert ja eh nicht mehr selber groß rum und ob da jetzt irgendwie JavaScript, Python oder PHP dahinter liegt.

[00:33:27] Hauptsache, es funktioniert in Anführungszeichen und es einigermaßen und skaliert.

[00:33:32] Spannend, spannend, spannend, spannend.

[00:33:36] Genau, du hast eben schon erwähnt, chinesische Modelle.

[00:33:39] Hast du schon mal rumexperimentiert mit irgendwie lokalen Modellen?

[00:33:43] Das schon mal laufen lassen? Ist das ein Thema, was dich interessiert?

[00:33:45] Oder sagst du, naja, ist auch zu weit weg?

[00:33:47] Ich finde das schon sehr spannend.

[00:33:48] Wir haben einen Newsletter, den wir immer schicken.

[00:33:51] Da war genau in dem letzten auch das Thema lokale Modelle mit drin, weil es wirklich verrückt ist.

[00:33:57] Also man sagt ja immer irgendwie zwölf Monate vorher, wenn man ein Jahr zurückguckt,

[00:34:00] man kann jetzt irgendwie in einer unter 10 Gigabyte Installation auf dem Rechner ein Open-Weight-Modell haben,

[00:34:06] was so gut ist wie ein Frontier-Modell von vor einem Jahr.

[00:34:08] Ich habe da tatsächlich in dem Zuge auch viel darüber nachgedacht, ob das für uns irgendwie sinnvoll ist.

[00:34:12] Es kann natürlich einfach Situationen geben, wo es auch einfach Compliance-Gründe hat,

[00:34:16] dass es halt total sinnvoll wäre.

[00:34:18] Das spielt mit Sicherheit eine Rolle, gerade wenn es ein bisschen sensiblere Daten bei uns bei größeren Kunden sind.

[00:34:22] Ansonsten glaube ich, dass diese Integration in Wrapper und Tools und Gemini und Claude,

[00:34:30] dass das einfach schon sehr viele Vorteile in der UX und dem täglichen Handling bringt.

[00:34:34] Und es wird natürlich einfach ein bisschen komplexer für die Leute, einen Zugang dazu zu finden,

[00:34:39] wenn du anfängst, da was Eigenes zu bauen, lokale Modelle zu nutzen.

[00:34:43] Und die Frage ist, lohnt sich das nachher auch finanziell?

[00:34:48] Das würde ich gar nicht mal unbedingt bejahen, wenn man pro Mitarbeiter 15 Euro ausgibt

[00:34:52] und dann aber auch ständig Updates hat und Zugriff und Konnektoren und es klappt alles, keine Wartung, die nötig ist.

[00:34:58] Aktuelle Daten, es muss nichts aktualisiert werden.

[00:35:00] Ich finde es spannend und es wird natürlich in vielen Bereichen Anwendung finden und wichtig sein.

[00:35:05] Aber ich glaube für uns wäre das eher Overhead als ein Vorteil.

[00:35:10] Ja, ich muss meinen Spieltrieb da auch ein bisschen zügeln.

[00:35:12] Ich war schon mehrmals auf der Seite von Apple und wollte mir irgendwie ein Mac Studio oder ein Mac Mini oder was auch immer mit viel RAM kaufen,

[00:35:18] um endlich mal da in dieses Thema einzusteigen.

[00:35:19] Und wenn man überlegt, wie viel tausend Euro man mittlerweile hinlegen muss für so ein Gerät

[00:35:23] und da irgendwie seine 10 Dollar Rechnung bei OpenRouter zu sparen,

[00:35:28] wo die Modelle viel schneller, viel mächtiger etc. ist, finanziell ist es wirklich schwierig.

[00:35:32] Es sei denn, wie du sagst, man hat wirklich Compliance-Themen und will gucken, dass die Sachen irgendwie nicht in die Cloud gehen.

[00:35:37] Dann ist es natürlich ein ganz anderes Thema und du sagst, die werden ja immer besser.

[00:35:40] Qwen 3.8 ist jetzt gerade rausgekommen, GLM 5.3, mächtige Modelle.

[00:35:45] Also es ist wahnsinnig, wie schnell die da die Lücken schließen.

[00:35:48] Spannend.

[00:35:49] Achso, genau, Newsletter hast du angesprochen, wirklich große Empfehlung.

[00:35:52] Ich lese den auch total gerne.

[00:35:53] Also wer den Newsletter noch nicht abonniert hat, mal auf trafficdesign.de gehen.

[00:35:56] Ich weiß es nicht, Newsletter, aber man schlägt inzwischen.

[00:36:00] Unbedingt abonnieren, auch wenn ihr jetzt nicht Performance-Marketer seid oder ähnliches.

[00:36:04] Man lernt sehr viel über die aktuellen Entwicklungen rund um das Thema digitales Marketing, AI etc.

[00:36:10] Also, schaut.

[00:36:12] Ich kriege tatsächlich immer Ärger von uns intern, weil die sagen, das hat viel zu wenig mit Marketing und viel zu viel mit KI zu tun.

[00:36:20] Aber da kann ich mich manchmal auch nicht zügeln.

[00:36:22] Ich feiere es auf jeden Fall.

[00:36:24] Nutzt ihr da auch schon KI eigentlich so ein bisschen für die, keine Ahnung, Themenrecherche, Vorbereitung etc.?

[00:36:30] Ja, ich habe natürlich einige Newsletter und Podcasts, die ich mir anhöre und sammle.

[00:36:37] Wir schicken die alle zwei Wochen raus und sammle dann Themen.

[00:36:39] Manchmal kommen einem ja auch einfach eigene Ideen.

[00:36:41] Zum Beispiel das Thema mit lokaler KI.

[00:36:44] Das habe ich seit einem Monat da drin.

[00:36:45] Dachte, wenn es mal eine Ausgabe gibt, wo es vielleicht keine top aktuellen Themen gibt, dann nehme ich das mit rein.

[00:36:50] Das war dann jetzt gerade auch ein ganz gutes Timing, weil ja wirklich sehr viel darüber gesprochen wird.

[00:36:53] Das heißt, das passiert eigentlich ohne KI.

[00:36:57] Beim Schreiben von Short News und Sachen darunter habe ich natürlich dann inzwischen auch von Tonalität gute Claude-Skills, mit denen ich da arbeite.

[00:37:06] Aber gerade auch die größeren Storys, wenn man mehr Texte reinpackt, ich finde es schwierig.

[00:37:12] Ehrlicherweise, ich lasse mir gerne Dinge vorschreiben, damit man nicht mit dem leeren Blatt Papier anfängt, aber ich schreibe halt fast alles um.

[00:37:18] Also auch die Absätze um.

[00:37:20] Das stimmt.

[00:37:22] Wir haben ja auch hier für unseren Podcast eine eigene Podcast-Hosting-Plattform vibe-gecodet und da habe ich mir auch so ein kleines Tool eingebaut, um so ein bisschen Themenrecherche zu machen.

[00:37:30] Da kann ich auch diverse News-Quellen, sei es Blogs, RSS-Feeds etc. anbinden und der hält so ein bisschen Ausschau bei Hacker-News.

[00:37:39] Der hat halt ein Briefing und dann sortiert er da so Dinge, setzt die auf so eine Art Kanban-Trello-Board.

[00:37:45] Dann kann ich mir das angucken und sagen, spannendes Thema, nehmen wir die nächste Folge mit rein oder halt auch nicht.

[00:37:49] Also ich finde so zum Thema Industriebeobachtung, Research, finde ich, kann man solche Tools echt gut gucken, wie einmal am Tag die News-Quellen für einen scannen und vielleicht spannende Themen finden.

[00:38:00] Ja.

[00:38:01] Mindestens auch bei uns bei AMALYTIX, der hält immer, sage ich mal, den Amazon-Blog im Blick, der hält den Amazon-Science-Blog im Blick, wenn da spannende Paper rauskommen, dann kriegen wir eine Nachricht in unseren Chat-Kanal.

[00:38:11] Da kann man draufklicken, wenn bei Wettbewerbern sich was tut auf der Seite, dann kriege ich das auch relativ schnell mit.

[00:38:16] Also da, finde ich, kann man KI wirklich super einsetzen für so kleine Helfer-Jobs im Bereich Research, Webseitenbeobachtung, Artikel-Scan etc.

[00:38:24] Also, ja, Wahnsinn.

[00:38:27] Ja, kommen wir langsam zum Ende.

[00:38:29] Wenn du jetzt, sage ich mal, angenommen, es gibt einen Agentur-Inhaber, so wie du, der ist jetzt aber kein Entwickler, hat also jetzt keinen nativen Zugang zu diesem Thema,

[00:38:36] merkt aber auch, er will jetzt was mit AI machen. Welche Tipps würdest du denn anderen Leuten geben, die jetzt, sage ich mal, Prozesse im Unternehmen irgendwie mit AI unterstützen wollen oder sich erste Microtools bauen wollen?

[00:38:47] Wie würdest du heute nochmal anfangen? Ist ja ein bisschen schwer, weil du hast ja deinen Hintergrund, wie er ist, ne, aber es gibt ja bestimmt viele Leute, die nicht Entwickler sind.

[00:38:53] Frage mich auch mal, welche Tipps gibt man denen? Welche Tipps gibt man denen?

[00:38:56] Total. Also, ich würde da wahrscheinlich sogar noch einen Schritt zurückgehen und wenn ich als Unternehmer jetzt gerade sagen müsste, was so die Erfahrungen sind, die wir damit gemacht haben, dann hat das nicht mal nur unbedingt mit den Tools gerade zu tun, sondern eigentlich viel mit dem Change, der im Unternehmen dabei stattfindet.

[00:39:10] Und was wir dann im letzten Jahr für eine Reise hinter uns hatten, weil wir allen Leuten sehr klar gesagt haben, es ist eine Situation, wo wir alle changebereit sein müssen und es werden sich Dinge verändern und wir werden Tools integrieren.

[00:39:23] Und das wird viele aus der Komfortzone bringen und ich glaube, dass unser Team da absolut bereit zu war. Wenn ich heute mal, ja, im August zurückschaue, dann muss ich sagen, dass dieser ganze Change schon wirklich eine noch größere Herausforderung war für die Leute, als ich das gedacht habe.

[00:39:42] Es geht nicht nur, wie gesagt, um Tools, es geht auch darum, dass man jedem eine Claude-Lizenz gibt und sagt, arbeite jetzt hier mit und nutze das, weil es geht sehr viel Stabilität verloren. Also, man sagt immer, KI ersetzt irgendwie dann die Menschen und ich muss das alles, es ändert sich ja alle zwei Wochen alles. Also, es ist viel aufwendiger, bei KI dran zu bleiben. Also, da kann gar keiner mitkommen eigentlich.

[00:40:05] Und das wäre ein ganz großer Tipp von mir, da wirklich, wenn man anfängt, das in einer Organisation auszurollen, wirklich schwer darauf zu achten, die Leute mitzunehmen und damit nicht zu überfordern. Gerade Unternehmer sind ja dann oft sehr visionär und wollen sehr schnell die Dinge umsetzen. Da schließe ich mich mit ein. Und das birgt aber auch sehr viele Gefahren. Und ja, das ist, glaube ich, sehr, sehr wichtig.

[00:40:31] Und sonst, ich glaube, ich kenne auch viele Nicht-Entwickler, die anfangen, sich mal für sich selbst, für das Agentur-Controlling oder so mal erste kleinere Tools zu bauen. Und das klappt mit einem Lovable oder Claude Code hervorragend. Da kann man schon gute erste Erfahrungen sammeln.

[00:40:44] Ja, man muss einfach mutig sein und ein bisschen aus seiner Komfortzone rauskommen. Und dann einfach mal in Angriff nehmen, wo man denkt, wow, das hätte ich mir jetzt nicht zugetraut, dass das am Ende klappt. Aber man kann ja nichts verlieren. Im Zweifel hat man mal eine halbe Stunde versenkt. Aber meistens klappt es ja. Und wenn es am Anfang nicht klappt, dann fragt man halt noch, wo ist der Fehler? Und dann repariert er den halt auch.

[00:41:02] Ja, solange man nicht beginnt, dann immer zu denken, dass das alles richtig ist. Oder nur noch nach Rat zu fragen und den letzten Absatz zu lesen. Also auch da, das ist, glaube ich, auch was, was bei uns gerade auch viele Mitarbeitende machen oder lernen müssen. Also sie machen es sozusagen nicht mehr, aber sie müssen es lernen, dass das eine Unterstützung ist und dass die Kontrolle notwendig ist. Und sonst halt natürlich nur KI-Slop hast du. Und das gilt, glaube ich, in Entscheiderrollen, die vielleicht nicht so technisch affin sind auch, dass man sich bewusst machen muss, dass die KI sehr schlecht darin ist,

[00:41:31] zu reflektieren. Die ist sehr, sehr gut darin, Dinge zu strukturieren, viel besser als Menschen und schnell Daten zu sammeln und so. Das ist herausragend. Das ist eine gute Unterstützung. Aber ich finde, je mehr man mit KI arbeitet, desto mehr formen sich bei mir so die, ein Bild davon, welche Grenzen es eigentlich gibt und wo ich erstaunt bin, dass da wirklich einfach, dass da der Mensch doch noch deutlich besser in der Lage ist, Sachen zu reflektieren und Entscheidungen zu treffen.

[00:41:58] Das stimmt. Ich hatte auch so ein paar Momente. Wir haben ja auch einen AI-Agenten in AMALYTIX drin und den haben wir jetzt gerade umgebaut. Und es ist natürlich auch total schwer zu testen, wo macht der Fehler, weil es ist ja nicht alles nicht mehr deterministisch. Der antwortet ja mal heute so, morgen so. Deswegen haben wir uns einen zweiten Agenten geschrieben, der wiederum Testfragen durchjagt. Der weiß ungefähr, was da rauskommen muss. Der rechnet das aus oder rechnet nach, was der Agent da gesagt hat. Und da habe ich auch so mal einen Moment gehabt, wo ich dachte, Mann, ey, der erste Agent hat echt noch viele Fehler gemacht und einfach auch Sachen, die richtig berechnet wurden, einfach falsch abgelesen und dann falsch wiedergegeben.

[00:42:27] Also in der Antwort der API stand, die Woche beginnt am 16. Und er hat gesagt, ja, in der Kalenderwoche, die am 17. beginnt, hast du so viel Umsatz gemacht. Da hatte ich auch so ein paar Momente, wo ich dachte, Mann, Mann, Mann, dass die noch so einfache Fehler machen. Auf der anderen Seite, so komplexe Abfragen kriegen sie irgendwie gut hin. Also mein Vertrauen hat auch ordentlich gelitten in der Woche und auch beim Bereich Entwicklung, wo ich dachte, ja, ich werde jetzt das Modell erst bauen lassen, dann prüfen lassen, nochmal prüfen lassen.

[00:42:54] Und man kann zehn Code-Reviews machen und es werden immer noch zehn Sachen gefunden, die nicht so hundertprozentig sind. Deswegen, ich glaube, Kontrolle tut da wirklich Not, gutes Testen und auch Dinge hinterfragen. Und das finde ich bei mir selber auch gar nicht so leicht. Man muss viel lesen. Also wenn so ein Coding-Agent läuft und wahrscheinlich laufen dann auch irgendwie drei parallel, weil man ja nicht ungeduldig ist, sondern bei drei Features parallel baut. Und dann knallt dir da seine Zusammenfassung hin und man muss da wirklich genau drüber lesen.

[00:43:20] Manchmal steht im Halbsatz nur, übrigens habe ich das und das angenommen. Und dann denkst du so, nee, nee, das kannst du so nicht machen. Und das ermüdet mich total. Also dieses lange Lesen und konzentriert bleiben, Kontext-Switches, finde ich, ist eine ganz andere Anforderung. Und der Typ ist natürlich auch, so ein Agent hat ja viel mehr, weiß ich nicht, der bombardiert dich da mit Edge Cases und was und immer. Du musst immer fokussiert bleiben. Und manchmal klicke ich auch einfach, ach komm, passt schon.

[00:43:44] Das ist genau das Problem, was du sagst, dass man denkt, das liest sich doch gut, klingt doch schlüssig und jetzt gebe ich das einfach so weiter. Und das ist es, glaube ich, wirklich noch nicht.

[00:44:14] Traut euch ruhig, iterativ zu arbeiten, die Software bauen zu lassen und spart eure wertvollen Token auf, weil eure sind viel wertvoller. Wenn der falsch gebaut hat, lass ihn halt immer neu bauen. Aber versuch nicht zwangsläufig auch bei kleineren Tools und kleineren Sachen alles von vornherein komplett zu planen, sondern lass ihn mal bauen. Vielleicht trifft der auch bei, später wird es schwierig, aber eine falsche Annahme, guck es an, korrigiere es halt einfach und investiere deine sehr begrenzte Switch-Fähigkeit und Gehirnkapazität in den richtigen Momenten.

[00:44:44] Ja, da ist glaube ich viel drin. Man kann sich schnell überfordern, wenn man mit Zufall auf einmal sich da einprasseln lässt, dann kommt man auch nicht mehr hinterher. Und wie du sagst, so Change-Management, was kommen so auf Mitarbeiter zu, gebe ich dir völlig recht. Wir haben jetzt gerade einen Praktikanten hier und der hat sich aus dem Stand ein kleines Tool gebaut, um Short-Videos besser auf verschiedenen Plattformen zu posten und die Zahlen zu analysieren.

[00:45:07] Das hat er so ohne fremde Hilfe, so aus dem Nichts programmiert, aber er hat sich halt getraut und es läuft einigermaßen. Und da dachte ich auch, krass, ist das vielleicht das neue Skillset, was man so in Zukunft mitbringen muss, dass man sich dann auch selber irgendwelche Tools bauen kann? Und da gebe ich dir völlig recht, das ist für viele ein ganz schöner Stretch, gerade wenn ich jetzt auch mal so an, wir sind ja noch in Anführungsstrichen jung, in Anführungsstrichen, ich bin ja auch Mitte 50.

[00:45:30] Aber jetzt stelle ich mal so einen Mittelständler vor, dann sitzt da so eine, ich sag mal so eine Helga mit Mitte 50 und so weiter. Ich glaube, die wird wahrscheinlich jetzt nicht mehr den AI-Agenten anschmeißen. Was machen solche Leute dann? Aber ich glaube, da muss man sich anpassen und sagen, na gut, dann nutze ich das Tool halt und bau mir jetzt meine eigenen Mini-Tools in Python. Ich glaube, da muss man die Leute wirklich mitnehmen und auch schulen, weil das lernst du ja nicht irgendwie automatisch.

[00:45:54] Es ist schwierig genug für die Leute einmal zu verstehen, dass man auch einfach mal sagt, was man haben möchte. Also, dass du vor diesem Chat bist und einfach sagst, wie fange ich an? Ja, was willst du denn haben? Sprich mit dem Tool, wie du mit mir sprechen würdest. Und das ist schon eine Herausforderung für viele.

[00:46:08] Das stimmt. Macht ihr da so Trainings bei euch im Unternehmen regelmäßig, dass ihr da einmal im Monat zusammenkommt und Best Practice Beispiele feiert, Leuten noch mal beibringt?

[00:46:18] Das machen wir bisher nicht, dass wir so Best Practice Beispiele feiern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass teilweise sogar Leute bei uns, die eigentlich überhaupt gar nicht so eine hohe digitale Affinität haben, sehr schnell da reingefunden haben, wenn die ersten Erfolgserlebnisse da sind. Das heißt, wenn man die auch mal in die Hand nimmt, wenn man Leute nimmt, die das gemacht haben und sich wirklich mal ein, zwei Stunden mit denen hinsetzen und mal Probleme sehen.

[00:46:40] Ich glaube, wenn man einmal verstanden hat, wie das System dann irgendwie so funktioniert, dann kann man selbst bei Leuten, die nicht tech-affin sind, sehr schnell das Verständnis dafür schaffen, dass das halt einfach ist. Ich sage ja immer, es ist halt einfach der Senior Entwickler, der große Bruder, der allwissende Vater, der die ganze Zeit neben dir sitzt und alle deine Fragen beantworten kann. Den wolltest du immer haben, der ist da. Der macht nicht alles richtig, der weiß auch nicht alles hundertprozentig, aber das gilt für den Senior Entwickler neben dir auch nicht.

[00:47:04] Und ich finde, man darf sich auch nicht zu schade sein, sich mal dumm zu stellen und zu sagen, das mache ich ganz häufig. Ich finde, der Coding-Agent mir irgendwas hinrotzt, der hat ja so eine ganz eigene Sprache, gerade Claude Opus und so. Kannst du das bitte nochmal in einfacher Sprache erklären und mit Beispielen. Und ich finde, da darf man sich nicht zu schade sein, auch mal zu sagen, ey, das habe ich jetzt gerade nicht verstanden, was du mir gesagt hast.

[00:47:28] Spannend. Simon, spannend. Wahnsinn. Danke für die Einblicke. Wir haben jetzt schon so 50 Minuten hier rum. Ich würde sagen, machen wir mal einen Punkt da dran. Es gibt noch irgendwelche Dinge, Tipps, die du Leuten noch mitgeben würdest, aber ich glaube, wir haben eine ganze Menge beleuchtet.

[00:47:45] Ich glaube auch. Ich kann jetzt nicht mehr viel ergänzen. Ich glaube, da war sehr viel eben schon drin. Ich glaube, wenn man da eine Essenz vernehmen sollte, dann viel einfach mal ausprobieren. Nicht blind vertrauen ist das Allerwichtigste. Bei deiner Audience, die jetzt hier zuhört, hat die ja schon ein bisschen KI-Erfahrung. Für die wird das ja interessant.

[00:48:00] Aber ich würde auch mal sagen, einfach mutig sein. Einfach mal machen. Einfach mal probieren, was rauskommt. Man kann ja nicht verlieren. Und wie gesagt, man muss eigentlich nur beschreiben können, was man will. Und selbst das ist gar nicht manchmal so einfach, weil es gibt ja auch viele Edge Cases. Und was ist, wenn das ist? Und wenn die drei Sachen zusammenkommen, wie soll ich mich dann verhalten?

[00:48:19] Also selbst da. Aber ich würde auch sagen, klein anfangen, einfach anfangen und dann immer iterativ weiterbauen und nicht zu versuchen, irgendwie die große Lösung mit einem Prompt zu one-shotten. Erst mal machen, gucken, probieren. Dann merkt man, glaube ich, ganz schnell, wo es hakt, was man besser machen kann. Und in der Regel klappt es. Also gerade mit den heutigen Modellen.

[00:48:37] Super. Spannend. Vielen, vielen Dank für deine persönlichen Einblicke bei trafficdesign. Macht auf jeden Fall Sinn, sich mal wieder ein Update geben zu lassen. Wer weiß, was in drei Monaten schon wieder alles ansteht. Und es ist ja viel schneller. Aber ich würde sagen, lass uns nochmal in einem Jahr mal gucken, was dann passiert ist und wo wir dann heute stehen und wie sich die Prozesse bis dahin entwickelt haben. Insofern, aber ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du dein Team da weiter mitnehmen kannst und auch ihr euch da die Prozesse mit AI bauen könnt, die man braucht.

[00:49:06] Trutz, vielen Dank, dass ich hier sein durfte. Und in drei Monaten passiert viel. Die Token glühen.

[00:49:13] Ja, das stimmt. Wir braten einen höheren vierstelligen Bereich da jeden Monat durch. Das ist wie so ein Mitarbeiter, der jetzt über die API arbeitet. Aber gut.

[00:49:23] Super. Simon, vielen Dank. Und ja, dann wo wir es schaffen weiterhin. Und ja, viel Erfolg jetzt auch mit der Integration eurer neuen Agentur. Und nochmal der Aufruf. Abonniert den Newsletter von trafficdesign. Riesending. Schreibt uns gerne Feedback zur Folge an podcast@kontext.fm. Und wenn euch diese Folge besonders gut gefallen hat, mir hat es zumindest, dann hinterlasst uns auch eine Bewertung auf der Plattform eurer Wahl. Würden wir uns sehr freuen. Und wie gesagt, gebt uns gerne Feedback. Leite ich auch gerne alles an Simon weiter.

[00:49:50] Und wenn ihr Fragen habt, irgendwie zu bestimmten Themen, stehen wir da bestimmt auch nochmal Rede und Antwort.

[00:49:53] Sehr gerne.

[00:49:54] Super. Alles klar. Simon, mach’s gut. Bis zum nächsten Mal.

[00:49:56] Du auch. Bis dann. Ciao, ciao.