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Vibe-Coding-Ideen finden: Was du wirklich bauen solltest
Die beste Vibe-Coding-Idee muss keine App für alle sein. So findest du ein kleines Problem, das für dich sofort nützlich ist.
Artikel lesenVon Reise-Globus bis Arzttermin-Watcher: echte Vibe-Coding-Projekte aus dem Alltag
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Die beste Vibe-Coding-Idee muss keine App für alle sein. So findest du ein kleines Problem, das für dich sofort nützlich ist.
Artikel lesenKai ist im Urlaub, also springt Martin wieder ein und liefert gemeinsam mit Trutz eine prallgefüllte Inspirationsfolge rund ums Vibe Coding. Kein Theorie-Overhead, nur konkrete Mini-Projekte aus dem echten Alltag, die zeigen: Wer beschreiben kann, was er will, kann es heute auch bauen.
Aktuelles aus der KI-Welt:
Konkrete Vibe-Coding-Projekte aus dem Alltag:
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[00:00:00] Moin, Martin.
[00:00:01] Moin, Trutz.
[00:00:02] Wir haben viel positives Feedback bekommen zu unserer Browser-Tools-Folge, die Kai und
[00:00:06] ich aufgenommen haben.
[00:00:07] Da haben einige von euch geschrieben, Mensch, super Inspiration, ich habe mir auch XY gebaut,
[00:00:12] was ich mir vorher nie zugetraut hätte.
[00:00:14] Und das freut uns natürlich total.
[00:00:16] Und deswegen haben wir das auch mal zum Anlass genommen, heute nochmal ein paar weitere Inspirationen
[00:00:22] zu geben zu Tools, die wir uns für den privaten Bereich, aber auch für den beruflichen Bereich
[00:00:27] gebaut haben.
[00:00:28] Sei es im Browser oder auch außerhalb, einfach um euch mal so ein bisschen oder euren Sinn
[00:00:35] zu schärfen, wo man vielleicht Tools einsetzen kann, wo man es jetzt vielleicht gar nicht
[00:00:40] erwartet.
[00:00:41] Da gehen wir dann gleich nochmal näher darauf ein.
[00:00:43] Wir haben aber auch überlegt, wir machen jetzt zum allerersten Mal so einen Teil Aktuelles,
[00:00:47] denn letzte Woche, wir nehmen heute am Dienstag auf, die Folge erscheint dann morgen, hoffentlich
[00:00:52] am Mittwoch.
[00:00:53] Diese Woche hat sich einiges getan und darauf gehen wir dann gleich ein.
[00:00:57] Ich freue mich erstmal, dass Martin wieder mit dabei ist.
[00:00:59] Kai ist im Urlaub.
[00:01:00] Und insofern wird uns Martin nachher auch ein bisschen schildern, was er sich denn alles
[00:01:03] so gebaut hat.
[00:01:04] Ich freue mich, wieder mit dabei zu sein.
[00:01:06] Ja, aber fangen wir mal an mit dem, was mir über den Weg gelaufen ist an Artikeln.
[00:01:10] Da gab es ein spannendes YouTube-Video, wo es mal so ein bisschen um das Thema mentale
[00:01:15] Gesundheit und AI-Coding ging.
[00:01:17] Und das hat mich schon abgeholt, weil ich auch gemerkt habe, wenn man mit vier Agenten
[00:01:22] irgendwie parallel am Programmieren ist, ist das wirklich mental herausfordernd, weil man
[00:01:25] ständig den Kontext ändern muss, Entscheidungen treffen muss und eigentlich so vier Agenten
[00:01:31] jongliert und dauernd wie so ein Monkey da auf weiter klickt.
[00:01:34] Und da habe ich mal nach manchen Tagen auch gemerkt, dass es ganz schön schlauchend ist.
[00:01:38] Das würde ich euch empfehlen, euch das mal anzuschauen.
[00:01:40] Das Video heißt The True Cost of AI-Coding.
[00:01:43] Verlinken wir in den Show Notes.
[00:01:45] Dann hat Claude, also Anthropic, mitgeteilt, dass jetzt anfangen Texte zu Watermarken,
[00:01:50] sprich so zu markieren, dass man erkennen kann, dass ein bestimmter Text wahrscheinlich
[00:01:54] mit AI generiert wurde.
[00:01:56] Und da war eigentlich immer die spannende Frage, wie machen die denn das?
[00:01:59] Üblicherweise hat man früher so unsichtbare Sonderzeichen in den Texten an verschiedenen
[00:02:03] Stellen eingebaut.
[00:02:04] Und wenn man die sieht und weiß, an welchen Stellen die stehen, dann weiß man, okay, dann
[00:02:07] ist da vielleicht irgendwie eine AI-Zugange gewesen.
[00:02:10] So macht Anthropic das aber nicht.
[00:02:12] Sie sagen, sie wählen einen anderen Weg und zwar einen, dass sie die Wahrscheinlichkeit
[00:02:17] des Auftretens bestimmter Wörter beeinflussen, sodass man über einen längeren Text hinaus
[00:02:23] erkennen kann, ob dieser Text mit AI generiert wurde oder nicht.
[00:02:28] Und das ist auch ganz spannend, mal zu verstehen, wie das funktioniert und regt auch dann Direktdiskussionen
[00:02:33] ran oder regt auch dann Direktdiskussionen an, weil dadurch natürlich auch der Inhalt
[00:02:38] des Textes im Zweifel leicht verändert wird.
[00:02:40] Denn wenn man sich mal überlegt, wie Sprachmodelle normalerweise funktionieren, dann ist es ja
[00:02:44] wahrscheinlichkeitsgetrieben.
[00:02:45] Das heißt, das nächste Wort wird mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit generiert und
[00:02:48] genau diese Wahrscheinlichkeit ändern sie dann an bestimmten Stellen.
[00:02:51] Und dann wird nicht das wahrscheinlichste Wort gewählt, sondern dann vielleicht ein
[00:02:54] anderes.
[00:02:55] Und das kann ja schon so ein bisschen sinnentstellend sein.
[00:02:57] Auch interessant, sich das mal durchzulesen.
[00:02:59] Auch da verlinken wir euch mal zwei Artikel, die auf dieses Thema eingehen.
[00:03:03] Und dann gab es diverse neue Modelle, die diese Woche oder letzte Woche gelauncht sind.
[00:03:09] Allen voran Qwen 3.8, das 27-Milliarden-Parameter-Modell.
[00:03:15] Wer sich nochmal für das Thema lokale Modelle interessiert, auch dem empfehlen wir die Folge,
[00:03:19] die Kai und ich zu dem Thema aufgenommen haben.
[00:03:21] Und Qwen 3.8 ist nun wirklich ein langersehntes Modell, weil es als sehr, sehr stark wahrgenommen
[00:03:26] wird.
[00:03:27] Es ist multimodal.
[00:03:28] Es verfügt über einen relativ großen Kontext von bis zu 262.000 Tokens und im Zweifel auch
[00:03:33] sogar noch ein bisschen mehr.
[00:03:34] Und man merkt, dass diese lokalen Modelle immer mehr die Lücke schließen zu diesen
[00:03:40] sehr starken, wie man so sagt, Frontier-Modellen.
[00:03:43] Da lohnt sich also mal ein Blick drauf.
[00:03:44] X.AI hat ein neues Modell rausgebracht mit Grok 4.6.
[00:03:48] Ob man jetzt XAI nutzen möchte oder nicht, muss jeder, glaube ich, für sich entscheiden.
[00:03:51] Es soll aber auch sehr stark sein, gerade so im Bereich agentisches Verhalten.
[00:03:55] Google hat mit Gemini 3.7 ein neues Modell rausgebracht, Gemini 3.7 Flash.
[00:04:00] Sie beschreiben es als das neue Workhorse-Modell und es ist deswegen so interessant, weil es
[00:04:07] halt sehr preislich, sehr aggressiv bepreist wird.
[00:04:11] Also es ist sehr günstig.
[00:04:12] Und ich glaube, man muss sich immer mehr auch die Frage stellen, welches Modell eignet sich
[00:04:16] für welche Aufgabe?
[00:04:17] Und man braucht nicht für jedes das stärkste Modell, was es gibt, denn die sind halt in
[00:04:20] der Tat, gerade wenn man es über die API nutzt, sehr teuer und an vielen Dingen reicht
[00:04:23] dann halt auch mal ein günstiges Modell und Gemini 3.7 Flash schickt sich also an, gerade
[00:04:27] für diese einfachen Tätigkeiten oder auch einfaches Coding entsprechende Lösungen zu
[00:04:32] bieten.
[00:04:33] Lohnt sich also auch mal einen Blick rein.
[00:04:34] DeepSeek hat ein neues Modell rausgebracht.
[00:04:36] GLM 5.3 ist als neues Modell da und was da vielleicht besonders ist, dass GLM 5.3, wie
[00:04:42] es heißt, überraschend starke Cyber-Security-Fähigkeiten hat.
[00:04:46] Man kann dieses Modell nutzen, um seinen eigenen Code auf Sicherheitslöchern zu prüfen.
[00:04:51] Und das finde ich auch ganz interessant.
[00:04:54] Deswegen haben sie es aber auch noch nicht rausgebracht, sondern sie wollen es noch mal
[00:04:56] so ein bisschen testen, ob es sich dann auch wirklich so verhält, wie es sagt, dass es
[00:04:59] sich verhält.
[00:05:00] Aber ich glaube, auf diese Modelle sollte man so ein bisschen mal einen Blick haben,
[00:05:03] weil die verändern die Landschaft noch mal deutlich.
[00:05:06] Und was auch so ein bisschen übergreifend ist, dass viele von diesen Modellen auch so
[00:05:10] neuen Reasoning-Parameter haben.
[00:05:11] Man kann also auch einstellen, wie lange soll das Modell eigentlich Zeit haben, noch mal
[00:05:15] nachzudenken über die Antwort.
[00:05:17] Und das bestimmt auch sehr stark dann das Ergebnis.
[00:05:19] Bei GLM 5.3 ist es dann zum Beispiel so, dass wenn man sehr starkes Reasoning einstellt,
[00:05:24] dass er dann so ein bisschen Dinge auch überdenkt und überkomplex macht, die gar nicht so komplex
[00:05:30] sind.
[00:05:31] Also auch da muss man, glaube ich, ein bisschen fine-tunen.
[00:05:32] Und das könnte halt auch noch mal was Neues sein, worauf man sich einstellen muss, dass
[00:05:35] man jetzt nicht nur das richtige Modell wählt, sondern auch innerhalb des Modells den richtigen
[00:05:39] Reasoning-Parameter setzt.
[00:05:41] Das aber soweit zu den News für diese Woche oder für die zurückliegende Woche.
[00:05:47] Steigen wir jetzt also mal ein in das Thema Inspiration für neue Mini-Projekte.
[00:05:52] Martin und ich werden gleich noch mal so ein paar Beispiele aus der Praxis geben, was wir
[00:05:57] uns Lustiges gebaut haben.
[00:05:58] Aber Martin, bevor wir da vielleicht tiefer einsteigen, warum nimmt dieses Thema jetzt
[00:06:02] eigentlich gerade so Fahrt auf im Vergleich zu früher?
[00:06:05] Weil programmieren konnte ich früher ja eigentlich auch schon, oder?
[00:06:09] Ich sag mal, was neu ist, ist, dass jetzt auch jemand wie ich, der wirklich überhaupt
[00:06:12] keinen Hintergrund als Entwickler hat, einfach loslegen kann.
[00:06:17] Das haben wir, glaube ich, auch schon in vorherigen Folgen immer mal wieder angerissen.
[00:06:20] Aber heute können wir das, glaube ich, auch mal mit konkreten Beispielen untermauern.
[00:06:24] Also ich habe mir das jetzt vor allen Dingen auch im Zuge der Browser-Tools dann mal
[00:06:29] zugetraut, auch mal ein eigenes Browser-Tool zu entwickeln.
[00:06:32] Das war für mich noch mal ein extremer Game-Changer.
[00:06:34] Also diese Single-File-HTML-Tools aus Folge 2.
[00:06:38] Das war mir vorher gar nicht so bewusst.
[00:06:40] Und da habe ich mir ein paar spannende Lösungen gebaut.
[00:06:42] Und wenn man dann erst mal den Einstieg gefunden hat, dann wird man natürlich auch
[00:06:45] irgendwann immer wärmer mit dem Thema und traut sich mehr zu.
[00:06:49] Und das geht dann bis hin zur Mini-App, wo man eigentlich auch bedenkenlos loslegen
[00:06:55] kann, auch wenn man wirklich überhaupt keine Coding-Vorkenntnisse hat.
[00:06:58] Da reicht es, irgendwie einen Coding-Agenten zu befragen und schon geht’s los.
[00:07:03] Ja, super. Genau. Man braucht eigentlich nur ein bisschen Mut, etwas zu tun, wo
[00:07:07] man eigentlich keine Ahnung hat.
[00:07:09] Ich sag’s mal so.
[00:07:10] Denn es kann ja nichts schieflaufen.
[00:07:11] Im schlimmsten Fall verschleudert ihr mal eine Stunde Zeit und am Ende habt ihr
[00:07:14] nichts, was ihr braucht. Aber die Erfolgschancen sind sehr, sehr hoch.
[00:07:18] Und was ist halt so, ja heute, also früher, klar, hätte man früher sich auch schon
[00:07:22] Mikro-Tools gebaut, haben wir ja auch gemacht, aber man muss halt coden können.
[00:07:25] So und das braucht man heute halt, wie du genau wie du sagst, halt nicht mehr.
[00:07:28] Man braucht eigentlich nur einen guten Prompt.
[00:07:30] Und so ein Prompt ist im besten Fall, wenn man ihn auch noch reinspricht, irgendwie
[00:07:33] in der Minute abgelegt und dann fängt der Agent schon an und man hat vielleicht im
[00:07:36] besten Fall nach zehn Minuten, Viertelstunde schon das Ergebnis.
[00:07:39] Und es muss ja auch nur für dich funktionieren.
[00:07:41] Du kannst es ja wirklich auf genau deine Bedürfnisse zustimmen.
[00:07:45] Du brauchst, wenn es gerade lokal läuft, brauchst du auch keinen Lock-In, Lock-Out,
[00:07:49] irgendwelche Sicherheitsdinge. Hauptsache es funktioniert und es tut das, was du dir
[00:07:52] wünschst, egal wie schmutzig es, sag ich mal, im Hintergrund vielleicht entwickelt
[00:07:56] wurde. Und das ändert natürlich die komplette Mechanik.
[00:08:00] Also es ist halt einfach kein Invest mehr, heute so eine Software zu verwenden.
[00:08:04] Man kann auch für den Einmal-Anwendungsfall sich was bauen und danach wieder wegtun.
[00:08:08] Und das wäre vorher, wenn man nicht, also vorher musste man ein sehr, sehr guter
[00:08:11] Programmierer zu sein, um sowas schnell runterzuschreiben.
[00:08:13] Das ist ja auch für den Einmal-Fall trotzdem noch lohnt.
[00:08:15] Und das fährt heute, glaube ich, komplett weg.
[00:08:18] Genau. Und das macht es, glaube ich, nach wie vor so spannend.
[00:08:20] Und unter Möglichkeit sind auch Leute, die nicht programmieren können, loszulegen.
[00:08:25] Man braucht natürlich trotzdem so ein paar Voraussetzungen.
[00:08:27] Das Schöne, du hast es eben angesprochen, bei den Browser-Tools ist es halt, da brauche
[00:08:31] ich halt wirklich nur einen Browser und vielleicht Zugang zu Chats GPT, Cloud AI
[00:08:35] und Co., was ich auch im Browser betreiben kann.
[00:08:38] Und dann kann ich da prompten, mir per Copy-Paste das rauskopieren, irgendwie
[00:08:41] abspeichern, im Browser aufrufen, dann kann ich direkt loslegen.
[00:08:44] Wir zeigen heute euch aber mal ein paar Projekte, wo man vielleicht noch ein paar
[00:08:47] Voraussetzungen mehr schaffen muss, nämlich wenn es darum geht, Sachen, die nicht im
[00:08:50] Browser laufen, auf dem Rechner auszuführen.
[00:08:53] Da haben wir ja auch, da empfehlen wir euch auch nochmal unsere Folgen zum Thema
[00:08:57] Web-Coding-Setup. Da haben wir ja mal in zwei Folgen beschrieben, wie man sich da so
[00:09:00] lokal so ein kleines Setup da einrichtet.
[00:09:04] Deswegen gehen wir da heute nicht nochmal darauf ein.
[00:09:05] Aber da braucht man halt für manche Sachen braucht man halt irgendwie eine lokale
[00:09:09] Programmiersprache, sei es Node.js oder Python.
[00:09:12] Das muss man sich im Zweifel einmal kurz installieren, wenn es nicht schon auf dem
[00:09:15] Rechner ist. Und das ist natürlich ein bisschen schwierig, wenn man das auf einem
[00:09:18] Rechner macht, der vielleicht von der Firma bereitgestellt wurde und komplett,
[00:09:23] ich sag mal so abgeschlossen ist, sodass man da eigentlich nichts machen kann, weil
[00:09:26] man keine Admin-Rechte hat. Dann wird das ein bisschen schwierig.
[00:09:28] Dann ist das vielleicht eher so ein Thema für den privaten Rechner.
[00:09:31] Ich will euch nicht ermutigen, irgendwelche Firmensachen auf dem privaten Rechner zu
[00:09:34] machen. Da müsst ihr natürlich vorsichtig sein.
[00:09:36] Aber das ist vielleicht die einzige Voraussetzung, die man noch schaffen muss, um so
[00:09:39] kleine Tools dann laufen zu lassen, die nicht im Browser laufen.
[00:09:43] Wir wollen heute aber nochmal zwei andere Aspekte eingehen oder vor allem einen
[00:09:46] auch. Und das ist das Thema Chrome-Extension.
[00:09:48] Das ist so ein Mittelding, würde ich mal sagen, zwischen läuft im Browser oder ist
[00:09:52] so ein separates Tool. Und ich habe auch nochmal ein Beispiel mitgemacht für ein
[00:09:55] sogenanntes Bookmarklet.
[00:09:56] Das ist eigentlich nur ein Bookmark, der im Browser liegt, wo aber dann nicht eine
[00:10:00] URL hinterlegt, sondern ein kleines JavaScript.
[00:10:02] Und auch da kann man sich interessante Anwendungsfälle schaffen.
[00:10:05] So, das vielleicht mal so ein bisschen vorausgeschickt.
[00:10:09] Aber dann würde ich sagen, genug der langen Vorrede.
[00:10:12] Steigen wir doch mal mitten rein.
[00:10:13] Martin, du hast dir was Spannendes gebaut.
[00:10:16] Am meisten hat mich deine persönliche Reiseübersicht
[00:10:20] fasziniert, die ich hier gerade bei uns im Pad gesehen habe.
[00:10:23] Vielleicht erzählst du mal dazu, wie du dazu überhaupt gekommen bist, dir sowas zu
[00:10:26] bauen und was das überhaupt ist.
[00:10:28] Gerne. Also das ist ja auch ein Single-File-HTML-Tool und darauf bin
[00:10:33] ich gekommen, weil einerseits eines meiner großen persönlichen Interessen
[00:10:38] das Reisen ist. Dementsprechend haben sich da auch schon einige Länder mittlerweile
[00:10:41] angesammelt. Und ich kenne da schon seit geraumer Zeit so das ein oder andere
[00:10:46] Mini-Tool, was man jetzt ganz normal online abrufen kann, wo man
[00:10:51] seine bereisten Länder vielleicht eintragen kann, so eine kleine Visualisierung
[00:10:55] rausbekommt und einfach diese Übersicht hat.
[00:10:59] Und genau sowas wollte ich mir einfach mal selber bauen.
[00:11:01] Denn das ist ja wieder das Schöne am Vibe Coding.
[00:11:03] Man baut es sich ja genauso, wie man es persönlich benötigt.
[00:11:06] Und als ich dann in der Context-FM-Folge gehört habe,
[00:11:11] der Browser, der sei da ideal, um sich Daten schön visualisieren
[00:11:15] zu lassen, habe ich da einfach mal losgelegt.
[00:11:18] Und genau, letztlich ist es ein Tool,
[00:11:22] dass man sich wiederum eine Excel-Datei beispielsweise oder eine CSV reinziehen
[00:11:26] kann. Man kann die Daten aber letztlich auch in dem Tool im Browser selbst eingeben,
[00:11:30] wenn man möchte. Und dann kann man da vorherige Reisen eingeben, wo man schon
[00:11:34] überall war, in welchem Zeitraum.
[00:11:36] Und das Schöne ist, man kriegt einerseits eben so einen schönen animierten
[00:11:40] Globus raus, wo man dann farblich auch markiert sieht, wo man schon überall
[00:11:45] war. Andererseits kann man sich aber auch statistische Auswertungen anzeigen
[00:11:49] lassen. Das ist jetzt für mich persönlich auch wieder interessant, weil ich auch,
[00:11:52] glaube ich, so ein bisschen so Statistik-Nerd bin und dann mir das gerne mal
[00:11:57] auswerten lasse. Dann kann man sich das so vorstellen, dass man
[00:12:02] solche Meldungen bekommt, welches ist das jetzt bevölkerungsreichste Land,
[00:12:07] wo man vielleicht noch nicht war? Oder auf welchem Kontinent fehlt einem noch
[00:12:11] der größte Prozentualanteil an Ländern, die noch unbereist sind und so weiter
[00:12:16] und so fort. Also das ist einfach so ein persönlicher Use Case.
[00:12:20] Das ist jetzt sicherlich so ein Tool, was ich wirklich komplett einzig und alleine
[00:12:23] für mich selber baue. Aber das ist jetzt eben im Zuge dieser Browser Tools
[00:12:28] möglich. Und das war letztlich auch nur einen Prompt entfernt.
[00:12:32] Also ich habe dann, als ich das erste Ergebnis rausbekommen habe, noch zwei, drei
[00:12:35] Mal iteriert und dann war ich zufrieden.
[00:12:39] Stark, super, ja witzig. Weißt du noch zufällig, welche Technologie da im
[00:12:43] Hintergrund zum Einsatz kommt? Nur so ein Stichwort, wie baut man so ein Globus?
[00:12:47] Das ist ja wahrscheinlich nicht komplett selbst programmiert.
[00:12:50] Weißt du noch, was da der Coding-Agent dann wozu da gegriffen hat?
[00:12:55] Das kann ich jetzt gerade gar nicht mehr nachvollziehen.
[00:12:59] Aber das ist ja vielleicht auch nochmal eigentlich ein witziger Punkt, dass
[00:13:03] man gar nicht erst überhaupt diese Fachterminologie kennen muss.
[00:13:08] Ich kann nur sagen, ich möchte irgendwie einen schönen Globus haben, der sich
[00:13:13] hin und her bewegen lässt, wo ich dann auch mal raus und ran zoomen kann und so
[00:13:16] weiter. Und genau das habe ich rausbekommen.
[00:13:19] Und was da jetzt eigentlich technisch dahinter steckt, das weiß ich gar nicht so
[00:13:23] genau.
[00:13:24] Okay, reichen wir im Zweifel nach.
[00:13:25] Aber manchmal ist es auch ganz spannend, wenn man weiß, was es so alles an
[00:13:27] Technologien gibt. Dann kann man ja auch mal so ein Stichwort liefern und dann
[00:13:30] weiß man auch schon, in welche Richtung das gehen soll.
[00:13:32] Aber umso schöner, dass es auch ohne geklappt hat.
[00:13:34] Und das unterstreicht halt nochmal, man muss nur beschreiben können, was man
[00:13:37] gerne hätte, ohne halt schon irgendwie die technische Lösung im Kopf zu haben.
[00:13:41] Also insofern eigentlich super, dass du es nicht weißt oder nicht wissen musstest,
[00:13:44] um dahin zu kommen. Du wolltest, du hast nur gewusst, was du gerne hättest.
[00:13:48] Spannend, genau.
[00:13:49] Ja, Browser-Tool. Ich habe mir jetzt auch eins gebaut.
[00:13:51] Ich weiß nicht, wer von euch den Last Soul Ultra so ein bisschen verfolgt hat.
[00:13:55] Diesen Backyard Run, der hier jetzt gerade am Wochenende und bis heute
[00:13:59] veranstaltet wurde.
[00:14:01] Und da habe ich gesehen, die haben auch so ein Live-Tracking gehabt, dass man sehen
[00:14:05] konnte, wer gerade vorne ist.
[00:14:07] Ich hatte noch ein paar andere Wünsche an das Tool und habe ihm auch gesagt, guck mal
[00:14:10] hier, da gibt es dieses Live-Tracking.
[00:14:12] Ich hätte aber gerne jetzt gewusst, kannst du mir das bitte mal sortieren?
[00:14:15] Nach Liste wäre es gerade vorne, hinten etc.
[00:14:17] wäre es schon ausgeschieden.
[00:14:19] Und dann hat er auch von sich aus komplett ein Tool gebaut, was auch letztlich nur bei
[00:14:23] mir im Browser lief. Also es war jetzt nicht online, habe ich nicht anderen
[00:14:26] bereitgestellt, sondern es war jetzt nur für mich.
[00:14:29] Und dann hat er halt mir angezeigt, wer gerade irgendwo führt.
[00:14:32] Und worauf ich da hinaus will, ist, sage ich mal, so ein bisschen auf die Idee, man
[00:14:36] kann halt auch im Zweifel Datenquellen, öffentliche Datenquellen von anderen
[00:14:40] abzweigen. Muss ich aufpassen, dass man da, sage ich mal, im legalen Bereich
[00:14:44] bleibt und es da nicht übertreibt oder irgendwelche Denial-of-Service-Angriffe
[00:14:48] ausversehen auslöst etc.
[00:14:50] Ich habe das auch wirklich sehr harmlos gemacht, irgendwie nur so alle drei Minuten
[00:14:52] einmal aktualisiert und nicht da im Sekundentakt gegen deren API gehämmert.
[00:14:57] Aber auch das ist möglich.
[00:14:59] Und wenn ihr mal, vielleicht mal so ein Tipp, wenn ihr wisst, irgendwie, also entweder
[00:15:03] könnt ihr das dem Coding-Agenten direkt sagen, guck mal, ich bin auf dieser Webseite,
[00:15:06] irgendwie gibt es da ganz spannende Daten, kannst du für mich die in Form XY
[00:15:09] aufbereiten. Aber was ihr auch mal machen könnt, wenn ihr mal so ein bisschen unter
[00:15:13] die Haube gucken wollt, was eurer Browser eigentlich genau macht und mit welchen
[00:15:16] Quellen er da kommuniziert im Hintergrund, dann klickt man mit der rechten Maustaste
[00:15:20] mitten auf die Seite und klickt dort mal auf Untersuchen und dann geht die
[00:15:23] sogenannte Developer-Konsole auf eines Browsers und da könnt ihr sehr genau sehen,
[00:15:26] welche Abfragen im Hintergrund laufen.
[00:15:28] Es sieht ein bisschen kryptisch aus, aus dem ersten Blick.
[00:15:31] Aber wenn ihr euch da mal so ein bisschen anguckt, da gibt es so ein Netzwerk-Tab, da
[00:15:35] könnt ihr zum Beispiel sehen, welche Abfragen er schickt und sieht dann auch die
[00:15:38] Antworten. Und wenn man da einmal so ein Gefühl für entwickelt hat, dann findet man
[00:15:42] da manchmal ganz spannende Insights und sieht dann, ach, guck mal hier, da kommen die
[00:15:45] Daten her, so sehen die aus und dann weiß man auch, was da vielleicht an Daten noch
[00:15:48] drinsteckt, die gar nicht im Browser angezeigt werden.
[00:15:51] Und das vielleicht nur so als Tipp für fortgeschrittene Browser-Tool-Entwickler,
[00:15:57] vielleicht da mal reinzuschauen.
[00:16:00] Für genau die fortgeschrittenen Browser-Tool-Entwickler habe ich jetzt auch gerade
[00:16:03] noch mal nachgeschaut und einfach mal nachgefragt, was jetzt eigentlich hinter dieser
[00:16:07] Globus-Animation steckt.
[00:16:08] Ach, siehst du ja an.
[00:16:09] Also können wir es direkt an dieser Stelle nachreichen.
[00:16:11] Und zwar ist der Globus keine Video-Animation, sondern eine interaktive
[00:16:17] WebGL-3.js-Szene im Browser.
[00:16:21] Vielleicht reicht das schon an der Stelle.
[00:16:22] Ich habe hier sonst noch ein paar mehr Details dazu, aber ich glaube, das sollte schon
[00:16:26] mal so ein bisschen mehr Kontext geben, wie das Ganze entstanden ist.
[00:16:30] Wahnsinn. Ja, 3.js ist eine wahnsinnige, starke Animationslibrary für das ganze
[00:16:36] JavaScript-TypeScript-Universum.
[00:16:38] Kann unfassbar starke Visualisierung bauen.
[00:16:42] Und da hat er, glaube ich, direkt mal dazu gegriffen.
[00:16:45] Macht was her, auf jeden Fall.
[00:16:49] Du hast eben schon deine Begeisterung für Länder, Flaggen, Geographie angesprochen.
[00:16:53] Und dann hast du dir sogar noch ein kleines Spiel dazu gebaut, glaube ich.
[00:16:57] Erzähl doch mal dazu, was ist daraus geworden?
[00:16:58] Genau, das ist jetzt am vergangenen Wochenende entstanden.
[00:17:02] Ist ja, glaube ich, bei uns intern, bei Amalytics auch fast schon so ein bisschen
[00:17:05] der Running Gag, dass ich da irgendwie so ein Nischenwissen über Länderflaggen habe.
[00:17:10] Das erstreckt sich aber auch noch über so ein paar andere Eckdaten zu diversen
[00:17:14] Ländern, seien es irgendwie Hauptstädte, Bevölkerungszahlen, Landesfläche etc.
[00:17:18] pp. Und ja, da bin ich mal vor
[00:17:22] mittlerweile Monaten schon auf ein Spiel gestoßen.
[00:17:25] Das nennt sich Geotrivia, kann man auch im Browser spielen.
[00:17:29] Ja, wer da vielleicht auch Interesse hat, kann es sich ja mal anschauen.
[00:17:32] Geotrivia.com gibt es den ein oder anderen ganz witzigen Spielmodus.
[00:17:36] Da hat mich jetzt aber am vergangenen Wochenende gestört,
[00:17:38] dass man tatsächlich nur einmal am Tag ein neues Spiel starten kann, sozusagen.
[00:17:42] Also es gibt da diverse Modi, aber wenn man einmal durch ist,
[00:17:45] dann muss man bis zum nächsten Tag warten.
[00:17:47] Und wenn man mal einen schlechten Tag erwischt, früh ausscheidet,
[00:17:50] dann ist es ein bisschen frustrierend.
[00:17:51] Und da dachte ich mir, ja, das kann ja eigentlich so schwierig auch nicht sein.
[00:17:55] Mir das mal nachzubauen und unbegrenzt spielbar zu machen.
[00:17:58] Und so ist es eigentlich dazu gekommen.
[00:18:00] Dann habe ich da Codex befragt und eigentlich ja als Ausgangsprompt auch nur
[00:18:06] gesagt, dass ich doch gerne mal ein Spielmodus oder ein generellen Minispiel
[00:18:13] erhalten möchte, was sich eben an dem Geotrivia-Modus
[00:18:17] Decide orientiert.
[00:18:20] Und genau so ist dann eigentlich die erste Version zustande gekommen.
[00:18:23] Dann hat sich der Coding-Agent diese Website angeschaut,
[00:18:27] hat da eigentlich alle Daten gesammelt, die er braucht, um zu verstehen,
[00:18:30] was wird da gemacht und hat so eine erste Datenbank angelegt.
[00:18:34] Denn das ist jetzt eigentlich das zentrale Fundament des Spiels,
[00:18:38] dass man natürlich zu jedem Land auf der Welt
[00:18:41] die entsprechenden Datenpunkte irgendwo hinterlegt hat.
[00:18:44] Und genau so kam es eigentlich schon zu einer ersten Version.
[00:18:47] Und da konnte ich dann mit der Zeit auch immer mehr Datenpunkte noch hinzufügen,
[00:18:51] indem ich dem Agenten einfach den Auftrag erteilt habe,
[00:18:55] doch auch noch mal zu schauen, wie ist denn vielleicht das BEP pro Kopf
[00:18:59] in allen diesen Ländern, die wir jetzt mittlerweile in der Datenbank haben?
[00:19:02] Dann kann er sich da das schön online raussuchen und bei mir im Projekt anlegen.
[00:19:08] Und wenn ich erst mal diese ganzen Daten gesammelt habe,
[00:19:10] dann kann man sich da unbegrenzte Spielmodi bauen.
[00:19:13] Und mittlerweile und das war jetzt eigentlich ein Aufwand von sagen wir
[00:19:17] drei Stunden am Wochenende,
[00:19:20] wovon eigentlich das meiste auch die reine Wartezeit war.
[00:19:23] Wenn man den Prompt erst mal eingegeben hat und dann abwartet,
[00:19:26] ist dabei ein Spiel entstanden, was ich fast schon cooler und spannender finde
[00:19:29] als das Original, woran ich mich eigentlich orientiert habe.
[00:19:33] Stark. Ja, super.
[00:19:34] Apropos Spiel. Ich habe auch was gebaut rund um ein Spiel, und zwar wäre es
[00:19:38] der eine oder andere hat es auf LinkedIn mal gesehen.
[00:19:39] Ich spiele ja so ein bisschen zur Entschleunigung manchmal ein bisschen
[00:19:42] Clash of Clans.
[00:19:45] Jetzt nicht wild, aber da gibt es gerade so einen Modus,
[00:19:46] da muss man Karten tauschen und in seinem Clan.
[00:19:49] Jeder weiß irgendwie, welche Karten er hat und welche er doppelt hat
[00:19:52] und welche er gerne wegtauschen möchte.
[00:19:54] Man weiß aber nicht, welche Karten der jeweils andere braucht.
[00:19:57] Und deswegen habe ich gesagt, das ist ja super ineffizient,
[00:19:59] weil Leute schreiben einfach dann in den Chat, ich habe die und brauche das
[00:20:02] und das zu koordinieren über 30, 40 Leute ist natürlich Wahnsinn.
[00:20:07] Und deswegen habe ich halt auch wie du meinen Kollegenagenten
[00:20:09] angeschmissen und gesagt, hier folgende Situation.
[00:20:12] Ich brauche eine Oberfläche, mit der Leute eintragen können,
[00:20:16] welche Karten sie haben und das würde ich gerne dann auch online stellen,
[00:20:21] sodass auch andere ihre Karten eintragen können.
[00:20:23] Und dann hätte ich gerne einen Algorithmus, der dann halt
[00:20:25] daraus passende Tauschmöglichkeiten generiert.
[00:20:28] Und das war wirklich,
[00:20:30] also es hat im ersten Schritt direkt gut funktioniert
[00:20:32] und sah auch verdammt gut aus im ersten Schritt schon.
[00:20:35] Und das beschleunigt jetzt das Karten tauschen bei uns im Clash of Clans Clan
[00:20:40] dann doch deutlich und stieß da auch auf
[00:20:43] einen großen Zuspruch.
[00:20:47] Ansofern auch im Bereich Spiele habe ich da auch mal was gemacht.
[00:20:49] Stark.
[00:20:51] Genau, bleiben wir vielleicht noch mal ein bisschen im privaten Bereich.
[00:20:54] Du hast ja bei diesem Geospiel auch so ein bisschen dein Vorbild nachgebaut
[00:20:59] und das ähnliche hast du ja auch gemacht beim Thema Ausgabenverwaltung.
[00:21:03] Vielleicht kannst du da mal kurz erzählen, was du da gebaut hast.
[00:21:05] Genau, da schließe ich dann jetzt in dem Sinne der Kreis,
[00:21:07] wenn es ums Thema Reisen geht.
[00:21:10] Gerade schon zwei Beispiele und hier kommt noch ein weiteres.
[00:21:13] Und zwar kam das so ein bisschen zustande,
[00:21:17] als wir vor geraumer Zeit mal im Freundeskreis
[00:21:20] so zu dritt irgendwie eine größere Reise unternommen haben
[00:21:24] und dabei dann die App Splitwise genutzt haben,
[00:21:27] um da unsere Kosten so ein bisschen zu tracken und aufzuteilen.
[00:21:33] Wenn dann immer einer für alle bezahlt,
[00:21:35] dass man am Ende einfach eine Abrechnung bekommt,
[00:21:37] sich einmalig das Geld irgendwie hin und her schickt
[00:21:40] und dann sind quasi alle quitt.
[00:21:43] Das ist so der Grundgedanke.
[00:21:44] Man trägt während einer Reise alle Kosten ein.
[00:21:47] Es wird, glaube ich, auch gerne irgendwie in WGs genutzt
[00:21:50] und so überall, wo man halt zentral einmal irgendwie Kosten verwalten muss.
[00:21:55] Und so war es da auch bei uns.
[00:21:56] Nur war es zu dem Zeitpunkt schon so,
[00:21:58] dass man nur noch pro Nutzer einmal täglich überhaupt was eintragen konnte.
[00:22:02] Das war schon was, das hat da irgendwie ein bisschen genervt.
[00:22:05] Danach, wenn du eine zweite Ausgabe hinzufügen wolltest,
[00:22:09] dann hieß es direkt, man muss irgendwie auf einen Premiumplan upgraden.
[00:22:14] Und dann haben wir immer gewartet,
[00:22:16] bis wir irgendwie am Ende des Tages alle Kosten hatten,
[00:22:18] haben uns die dann noch manuell mit dem Taschenrechner zusammengerechnet
[00:22:21] und im Zweifelsfall dann noch die Währung umgerechnet.
[00:22:24] Da waren wir irgendwie in drei Ländern.
[00:22:25] Jedes hatte seine eigene Währung
[00:22:27] und man musste sich dann auch in dieser kostenlosen Version darauf kommitten,
[00:22:32] eine feste Währung irgendwie zu fixieren
[00:22:35] und die dann immer zu nutzen.
[00:22:36] Also das war irgendwie ein bisschen umständlich,
[00:22:39] das überhaupt alles erstmal einzutragen.
[00:22:42] Und genau da habe ich dann letztens noch mit einem guten Kumpel von mir darüber gesprochen.
[00:22:46] Und der war es dann letztlich, der das jetzt umgesetzt hat.
[00:22:50] Wir sind da zwar immer mal wieder in Kontakt bezüglich dieses Projektes,
[00:22:53] weil wir da auch, glaube ich, wirklich die Hoffnung haben,
[00:22:55] dass wir es beim nächsten Mal dann schon einsetzen können.
[00:22:57] Soweit ich das jetzt von ihm gehört habe,
[00:22:58] steht dann die ganze App auch schon kurz vorm Deployment
[00:23:01] und ist quasi einsatzbereit.
[00:23:03] Ich habe mir den Prototypen schon mal angeschaut.
[00:23:06] Sieht soweit funktional alles super aus und ist, glaube ich, auch so ein Beispiel.
[00:23:09] Irgendwie so ein lästiges Problem,
[00:23:12] was man mit einer ansonsten eigentlich guten Software hat,
[00:23:15] wo man dann vielleicht nicht Lust hat, direkt irgendwie zu upgraden.
[00:23:18] Kann man sich heutzutage auch einfach nachbauen
[00:23:21] und hat dann quasi seine eigene App für den eigenen Einsatz
[00:23:26] und mehr braucht es dann manchmal auch nicht.
[00:23:28] Und das wäre jetzt, glaube ich, von meiner Seite auch so ein Fazit,
[00:23:33] was so meine letzten Vibe Coding-Projekte angeht.
[00:23:36] Wenn man vielleicht auch mal Lust hat, loszulegen und noch gar nicht weiß,
[00:23:39] womit man einsteigen soll,
[00:23:40] man muss es ja gar nicht so als das große kommerzielle Projekt sehen,
[00:23:45] wo dann wirklich am Ende eine App irgendwie live gehen muss
[00:23:47] oder irgendwas, was man dann im Unternehmen direkt implementiert,
[00:23:51] sondern es kann einfach auch was sein, was einmal im Alltag einfällt.
[00:23:55] Ja, genau so ist es.
[00:23:56] Wie du sagst, man fängt erst mal an, vielleicht mit bestehenden Features nachzubauen
[00:23:58] und dann kommt man aber schnell auf die Idee,
[00:24:00] ach, ich hätte gerne das noch und das.
[00:24:02] Und dann kann man sich es halt hyperindividualisieren,
[00:24:04] nämlich auf seinen eigenen persönlichen Anwendungszweck.
[00:24:06] Und dann fängt der Spaß, glaube ich, auch wirklich an.
[00:24:08] Und wenn es dann auch keine Software ist,
[00:24:09] die jetzt irgendwie 24-7 99,99 Prozent Uptime braucht,
[00:24:15] gerade das sind natürlich die besten Anwendungsfälle,
[00:24:17] die dann nur für dich laufen und vielleicht auch nur einmal
[00:24:19] oder einfach nicht kriegsentscheidend sind.
[00:24:21] Absolut spannend.
[00:24:24] Genau, vielleicht noch ein paar Ideen aus meinem Bereich.
[00:24:27] Verlassen wir vielleicht mal so ein bisschen das Browser-Tool.
[00:24:30] Aber ich hatte es am Anfang schon erwähnt,
[00:24:32] ich wollte mal auf das Thema Chrome-Extension eingehen.
[00:24:34] Die einen oder anderen von euch nutzen vielleicht schon
[00:24:37] die ein oder andere Chrome-Extension.
[00:24:38] Das sind ja so kleine Miniprogramme,
[00:24:39] die man in den Chrome-Browser sozusagen einklinken kann
[00:24:42] und dann tun die was für euch.
[00:24:44] Ich glaube, das bekannteste Beispiel sind wahrscheinlich so Passwortmanager,
[00:24:47] die sich dann da einklinken und dann an der richtigen Stelle
[00:24:49] dann das Passwort einfügen, was man vorher irgendwo sicher gespeichert hat.
[00:24:53] Ich weiß nicht, was es noch alles gibt.
[00:24:54] Ich habe ein Tool, das zeigt dir dann auf der Seite an,
[00:24:56] welche Font da benutzt wird.
[00:24:58] Ich habe ein Tool, das kann dir aus einer HTML-Tabelle
[00:25:00] eine Excel-Tabelle machen.
[00:25:02] Es gibt so kleine Helferlein, die man sich über den Chrome-Webstore
[00:25:05] da installieren kann.
[00:25:08] Aber man kann, und das wissen viele gar nicht,
[00:25:09] man kann sich auch eine eigene Chrome-Extension bauen
[00:25:11] und die in seinem eigenen Browser direkt reinladen.
[00:25:14] Und das Spannende ist halt, dass diese Chrome-Extension
[00:25:16] dann halt Zugriff bekommt über den kompletten Browser-Kontext
[00:25:20] und kann sogar auch dann mit dem Internet fröhlich kommunizieren
[00:25:23] und Daten hin und her schicken und kann auch letztlich das sehen,
[00:25:26] was du auf deinem Bildschirm siehst.
[00:25:29] Und vielleicht da mal zwei Beispiele.
[00:25:32] Ich habe mir da einmal ein Tool gebaut, welches ich genutzt habe,
[00:25:35] um zum Beispiel bei LinkedIn einfach mal von der Analytics-Seite
[00:25:39] mir sämtliche Daten dann einmal runterzulesen,
[00:25:41] weil ich wissen wollte, wie entwickeln sich denn bestimmte Posts
[00:25:44] über den Zeitablauf und hatte einfach diese Chrome-Extension,
[00:25:46] die Daten gelesen, in so einen Google-Sheet reingepostet.
[00:25:49] Das habe ich dann ab und zu mal alle 14 Tage einmal angeschmissen,
[00:25:52] um zu gucken, wie sich Zahlen so verändern.
[00:25:54] Und das ging halt auch nur, weil ich praktisch eine Chrome-Extension hatte,
[00:25:58] die auf den LinkedIn-Browser-Kontext Zugriff hatte,
[00:26:00] weil LinkedIn halt auch super schwer zu scrapen ist.
[00:26:03] Also die lassen es kaum zu, dass man da mit einem Script irgendwie reingeht
[00:26:07] und dann sich die Daten rausliest.
[00:26:09] Ist auch gegen die Terms of Services.
[00:26:11] Ich glaube, in meinem Fall war das, glaube ich, alles noch so im grünen Bereich.
[00:26:14] Ich habe es nur für mich gemacht und nur zur eigenen Auswertung.
[00:26:16] Aber auch das war ein Anwendungsfall, wo so eine Chrome-Extension super ist.
[00:26:20] Oder ein anderes Beispiel. Wir nutzen ein Rechnungstool,
[00:26:23] wo es darum geht, manchmal, wir brauchen die interne Kundennummer.
[00:26:27] Die steht aber nirgends auf der Plattform.
[00:26:29] Die steht nur irgendwo versteckt im Quelltext.
[00:26:31] Also habe ich gesagt, ich brauche eine Chrome-Extension,
[00:26:33] die dann, wenn ich auf der Seite des jeweiligen Kunden bin,
[00:26:35] mir genau diese Nummer in die Zwischenablage kopiert auf Knopfdruck.
[00:26:38] Hat auch wunderbar funktioniert.
[00:26:40] Und das funktioniert halt so, dass man dann den Quelltext
[00:26:42] einfach irgendwo auf der Festplatte speichert.
[00:26:45] Und dann geht man halt in Chrome auf chrome.extensions,
[00:26:51] heißt es, glaube ich, muss ich nochmal nachgucken.
[00:26:52] Und dann gibt es da einen Punkt, da kann man dann Erweiterungen reinladen.
[00:26:57] Da muss man, glaube ich, diesen Developer-Modus einmal kurz anschalten.
[00:26:59] Und dann kann man einfach eine Extension laden,
[00:27:02] die dann einfach unkomprimiert auf seinem eigenen Rechner liegt,
[00:27:05] nämlich in irgendeinem Ordner, zeigt dann auf diesen Ordner
[00:27:07] und dann, schwuppe, hat man diese Extension installiert.
[00:27:09] Und das ist auch super.
[00:27:11] Das kann natürlich auch Daten ausfüllen im Zweifel.
[00:27:15] Also es kann eigentlich alles tun, was man dann selber im Browser tun möchte.
[00:27:18] Und das wollte ich nochmal als Inspiration mitgeben.
[00:27:20] Vielleicht sich auch das Thema mal anzuschauen.
[00:27:23] Ist ein sehr begrenzter Anwendungsfall, braucht man nicht immer.
[00:27:25] Aber wenn man irgendwas tun möchte, was vielleicht wichtig ist.
[00:27:28] Ich kann mir auch vorstellen, es gibt vielleicht auch manchmal Oberflächen,
[00:27:31] da ist es super anstrengend, irgendwie alle Checkboxen einmal anzuklicken.
[00:27:34] Man will aber, weil es kein Select All gibt oder sowas,
[00:27:36] hat letztens auch mal den Fall, da kann man sich was bauen,
[00:27:38] was dann einfach dann hingeht und dann genau diese Aktion vielleicht vornimmt.
[00:27:42] Also gibt da verschiedene Anwendungsfälle, wollte ich nochmal mitgeben.
[00:27:44] Ähnlich ist, sage ich mal, auch ein Bookmarklet.
[00:27:47] Da geht es darum, dass man, man kann sich ja Bookmarks im Browser speichern.
[00:27:50] Üblicherweise sind das einfach nur URLs, die man dahinter legt,
[00:27:53] sodass man mit einem Klick auf Spiegel online ist
[00:27:55] oder auf irgendwelchen Seiten auf Amazon etc.
[00:27:58] Und ich habe mal, man kann da aber auch Javascript hinterlegen.
[00:28:00] Also einen kleinen Javascript Befehl.
[00:28:02] Und der kann dann Dinge tun und auch zum Beispiel vorher noch Dinge abfragen.
[00:28:06] Ich habe zum Beispiel so ein Bookmarklet gebaut.
[00:28:08] Das will ich gar nicht mehr missen.
[00:28:10] Da klicke ich drauf.
[00:28:11] Es liegt also wie ein Bookmark in meiner Bookmarkleiste.
[00:28:14] Und dann geht erst mal ein Eingabefeld auf.
[00:28:16] Da kann ich dann eine sogenannte ASIN reinkopieren.
[00:28:18] Das ist die eindeutige Nummer bei Amazon für jedes Produkt.
[00:28:20] Und dann macht er mir sofort die Produktdetailseite zu dieser ASIN auf.
[00:28:23] Weil wir ja viel bei Amazon, viel für Amazon entwickeln,
[00:28:26] muss ich mir halt ständig irgendwelche Produkte anschauen von einer bestimmten ASIN.
[00:28:29] Bevor ich dann immer reingehe, Amazon.de und dann die ASIN
[00:28:32] vielleicht in das Suchfeld kopiere, dann da reinklicke,
[00:28:34] ist das halt ein totaler Beschleuniger.
[00:28:36] Also auch solche kleinen Geschichten
[00:28:39] kann man sich dann über ein Bookmarklet ablegen.
[00:28:42] Google es einfach mal.
[00:28:43] Gibt es viele Anwendungsfälle, die man da vielleicht auch findet?
[00:28:46] Martin, apropos Amalytics oder Amazon, du hast ja auch mal was gebaut.
[00:28:50] Da sind wir auch, glaube ich, noch mal beim Thema Single-File-HTML-Tool.
[00:28:53] Du hast einen Registrierungsvisualizer gebaut.
[00:28:56] Was verbirgt sich dahinter?
[00:28:58] Genau, da kommen wir jetzt noch einmal zum Thema Browser-Tool,
[00:29:01] HTML, Single-File-Tool zurück.
[00:29:04] Und zwar abseits mal von Reisen und Urlaub
[00:29:08] auch der Use Case bei uns im Unternehmen in Amalytics.
[00:29:11] Und zwar genau habe ich auch da in der Folge 2 gehört,
[00:29:16] Datenvisualisierung, große Excel-Dateien auswerten.
[00:29:20] Das sei da der ideale Anwendungsfall für so ein Tool
[00:29:23] und habe es gleich mal ausprobiert.
[00:29:24] Das war tatsächlich auch der allererste Einstieg mit dieser Art von Tool für mich.
[00:29:28] Und der hat mir wirklich auch jetzt noch mal so im Arbeitsalltag
[00:29:32] einiges abgenommen.
[00:29:34] Und zwar haben wir da eine Excel-Datei,
[00:29:37] in der wir die Registrierung bei uns in AMALYTIX erfassen.
[00:29:41] Also alle neuen Nutzer, die sich da erstmalig anmelden,
[00:29:44] werden quasi in der Tabelle erfasst und so einige Daten erhoben,
[00:29:49] wie zum Beispiel für welchen Marketplace melden die sich jetzt an?
[00:29:52] Für Nordamerika oder Europa?
[00:29:54] Und für mich jetzt aus Marketing-Sicht natürlich in erster Linie interessant
[00:29:58] ist die Spalte, wo dann auch der Nutzer selber erst mal auswählt,
[00:30:01] über welchen Kanal ist er denn eigentlich auf uns aufmerksam geworden?
[00:30:03] Also das ist auf jeden Fall etwas, was ich in meinem Auge habe
[00:30:06] und was ich auch vorher schon ausgewertet habe.
[00:30:09] Was aber natürlich in diesem klassischen Excel-Format
[00:30:12] jetzt nicht immer leicht nachzuvollziehen ist, gerade über einen Zeitverlauf hinweg.
[00:30:16] Da geht es ja wirklich um Monate, wenn nicht Jahre.
[00:30:20] Und da möchte man ja vielleicht auch mal sehen,
[00:30:21] okay, wie lag das denn jetzt genau im Vorjahr?
[00:30:23] Da kann man sich ansonsten entsprechende Filter irgendwie in Excel setzen.
[00:30:27] Aber eigentlich der viel einfachere Ansatz war, mal das Tabellenformat zu nehmen,
[00:30:32] das irgendwie ins KI-Tool der Wahl reinzukopieren
[00:30:36] und einfach den Prom zu stellen, die Anfrage zu stellen,
[00:30:40] dazu mal so ein HTML-Visualizer zu bauen.
[00:30:43] Und das habe ich rausbekommen.
[00:30:44] Das ist jetzt im Grunde auch wieder eine Datei, die ich in meinem Browser öffne
[00:30:49] und wo ich dann mir einen Download dieser Datei reinziehe,
[00:30:52] also dieser Excel-Datei und mir die auswerten lasse.
[00:30:56] So und das ist jetzt insbesondere interessant,
[00:30:58] weil in der Originaldatei natürlich auch einige Daten drin sind,
[00:31:01] die ich vielleicht nicht so einem KI-Modell zur Verfügung stellen möchte,
[00:31:05] wie zum Beispiel Klarnamen, E-Mail-Adressen und so weiter.
[00:31:08] Also das kommt natürlich dann nicht in Frage.
[00:31:10] Und genau für den Case ist so ein lokales Tool halt super.
[00:31:14] Das heißt, die Daten, die gehen gar nicht erst von meinem Rechner raus.
[00:31:16] Aber ich kann mir die schön visualisieren lassen
[00:31:19] und habe mir auch in dieses Tool direkt diverse Filter einbauen lassen,
[00:31:22] dass ich da jetzt eine beliebige Periode zum Beispiel mit der Vorperiode
[00:31:26] oder derselben Periode im Vorjahr oder in einem beliebigen Jahr vergleichen kann
[00:31:30] und so auch wirklich im Zeitverlauf den Überblick habe,
[00:31:33] wie entwickeln sich eigentlich so unsere Marketing-Kanäle,
[00:31:36] wie werden die Leute auf uns aufmerksam und natürlich auch abschließend bewerten kann,
[00:31:40] ob die Maßnahmen, die wir treffen, letztlich auch dann von Erfolg gekrönt sind
[00:31:44] und das Ganze direkt schön visualisiert bekomme
[00:31:48] und mir entsprechende Grafiken und Diagramme auch direkt mit einem Klick
[00:31:52] aus dem Tool rauskopieren kann und die dann zum Beispiel auch in unserem
[00:31:56] monatlichen Meeting einfach mal in die Präsentation mit aufnehmen kann,
[00:32:00] ohne dass ich erst aufwendig irgendwas bauen muss.
[00:32:02] Also das nimmt in erster Linie schon mal die Arbeit ab,
[00:32:05] dass ich sonst wahrscheinlich noch eine Stunde dran gesessen hätte,
[00:32:08] irgendwie mir die entsprechenden Diagramme erst mal überhaupt
[00:32:13] rauszusuchen und zu bewerten.
[00:32:18] So habe ich es schön einmalig im Überblick, suche mir das raus,
[00:32:21] was irgendwie spannend ist und kann es dann auch den Kollegen mal vorstellen.
[00:32:25] Ja, und überwiederverwenden.
[00:32:26] Wir haben uns das damals ja zusammen angeschaut.
[00:32:28] Also wirklich von der Präsentation, von der Visualisierung
[00:32:32] wirklich top, weil man muss sich das so vorstellen, das ist ja eine Datei,
[00:32:35] da wird einfach zahlenweise einfach immer nur eingetragen, woher
[00:32:39] Selbstattribution, woher kennt uns der Kunde etc.
[00:32:42] Und wenn man sich das mal in so einer Excel-Datei anguckt und sexier geht es
[00:32:45] eigentlich nicht, aber trotzdem steckt da so viel Information drin.
[00:32:48] Und diese Tools sind halt wahnsinnig gut darin, Dinge zu visualisieren
[00:32:51] und zu vergleichen, zu aggregieren.
[00:32:53] Da muss man gar nicht viel sagen.
[00:32:54] Die wissen schon, wo das hinausläuft.
[00:32:57] Also wenn ihr mal so eine Excel-Tabelle habt,
[00:32:59] wo ihr wisst, da stecken eigentlich spannende Daten drin,
[00:33:01] wenn man die mal vernünftig aufbereiten würde,
[00:33:03] dann schmeißt mal so ein Single-File-HTML-Tool an.
[00:33:06] Und du hast es ja gesagt, du hast es ja ganz clever gemacht.
[00:33:08] Du hast nicht die Daten zu dem KI-Bot gegeben, eins zu eins,
[00:33:12] sondern du hast dir ein Tool bauen lassen,
[00:33:13] welches dann die Daten programmatisch einfach visualisiert.
[00:33:16] Da war dann keine KI mehr im Spiel am Ende.
[00:33:18] Und das war ja nochmal ein wichtiger Punkt.
[00:33:20] Und ja, also spannend.
[00:33:21] Ich habe das ja gesehen. Wahnsinn.
[00:33:23] Also da habe ich ja auch nochmal viel mehr über das gelernt,
[00:33:25] was wir eigentlich sammeln an Daten
[00:33:28] und viel lernen können aus dem Datensatz,
[00:33:29] weil der einfach gut dargestellt wurde.
[00:33:31] Und genau wie du sagst, Copy-Paste, zack,
[00:33:33] hat man das als Slide in der Präsentation drin.
[00:33:35] Und da hätte man für alles jeweils Stunden bauen müssen
[00:33:38] und man hätte sich vielleicht irgendwelche Pivot-Tabellen gebaut
[00:33:40] und dann nochmal und nochmal.
[00:33:41] Und also das geht heute so viel besser.
[00:33:44] Auch um Zusammenhänge überhaupt erst mal herzustellen,
[00:33:48] die man vorher noch nie gesehen hat, ist das wirklich ideal.
[00:33:50] Und da kommen einem dann auch nochmal Ideen,
[00:33:52] wo man vielleicht noch einen Filter vermisst in diesem Tool.
[00:33:55] Das ist vielleicht mit dem ersten Prompt noch nicht perfekt,
[00:33:57] aber man sieht direkt erst mal,
[00:33:59] okay, da korrelieren vielleicht irgendwelche Daten miteinander.
[00:34:02] Da baue ich mir schnell noch eine Funktion ein,
[00:34:04] um mir das auch nochmal anzeigen zu lassen.
[00:34:07] Und so sieht man echt Dinge, die vorher total verborgen waren.
[00:34:11] Wie du schon sagst, in einer ganz normalen Excel-Datei
[00:34:13] hätte man das niemals erkannt.
[00:34:15] Gerade Visualisierung, gerade Dinge im Zeitablauf sich anzeigen lassen,
[00:34:18] geht im Chart so viel besser,
[00:34:19] als wenn man sich irgendwie versucht, das irgendwie der Tabelle abzulesen.
[00:34:23] Da sind Menschen einfach nicht gut drin,
[00:34:24] um die Zusammenhänge aus Daten zu sehen.
[00:34:27] Dafür sind wir einfach nicht gemacht.
[00:34:29] Aber wenn wir sehen, dass eine Linie nach oben oder nach unten geht,
[00:34:31] dann verstehen wir schon, was Phase ist, in Anführungsstrichen.
[00:34:35] Ne, spannend.
[00:34:36] Bleiben wir mal beim Thema Daten, Excel, CSV.
[00:34:38] Und ich glaube, das ist so einer der größten Anwendungsfälle,
[00:34:42] wenigstens auch im beruflichen Alltag,
[00:34:44] weil da haben wir ja alle mit irgendwelchen Excel-Tabellen,
[00:34:46] Berichten, Exporten irgendwie zu tun.
[00:34:49] Und auch da sind diese Tools halt super stark.
[00:34:51] Gerade im Python-Ökosystem gibt es ja diese
[00:34:54] Bibliothek namens Pandas.
[00:34:56] Ihr braucht euch gar nicht merken, ihr müsst nur beschreiben, was ihr wollt.
[00:34:58] Aber die ist wirklich sozusagen Excel in der Hosentasche.
[00:35:01] Das heißt, damit könnt ihr Daten lesen, verknüpfen, auswerten,
[00:35:04] gruppieren, filtern, umbauen, you name it.
[00:35:08] Und wenn ihr also mal irgendwie den Use Case habt,
[00:35:10] ihr habt ja irgendwie mehrere Tabellen,
[00:35:11] die müsst ihr irgendwie immer wieder über einen S-Verweis verknüpfen,
[00:35:14] filtern, aggregieren, was auch immer.
[00:35:18] Dann ist das ein sehr mächtiges Tool,
[00:35:20] was ihr da mit dem Coding-Agent ineinander habt, um euch das zu automatisieren.
[00:35:23] Ich gebe euch mal ein Beispiel.
[00:35:24] Wir müssen jeden Monat dem Buchhalter klar machen,
[00:35:27] welche Zahlungen über unseren Kreditkartenanbieter Stripe,
[00:35:30] welche Zahlungen gehören zu welcher Rechnung.
[00:35:32] Also hole ich mir da entsprechende Berichte aus diesen beiden Tools,
[00:35:35] habe mir da ein Skript für geschrieben,
[00:35:36] welches diese beiden Berichte nimmt, zusammenführt, umbaut,
[00:35:39] sodass ich sagen kann, guck mal, diese Zahlung gehört zu dieser Rechnung,
[00:35:42] weil wir das sonst nicht anders verknüpft haben
[00:35:44] in diesen beiden sonst getrennten Systemen.
[00:35:46] Spart unheimlich viel Zeit.
[00:35:47] Das Ganze machen wir noch mit Lastschrifteinzügen und noch anderen Dingen.
[00:35:50] Wir gucken uns dann auch immer noch mal die Zahlungen aus dem Vorjahr an
[00:35:53] und vergleichen, welche Zahlungen gab es dieses Jahr nicht,
[00:35:56] die es aber letztes Jahr gab.
[00:35:57] Um mal zu gucken, haben wir irgendwo vergessen, irgendeine Rechnung zu stellen.
[00:36:00] Also überall, wo Excel-Dateien, CSV-Dateien im Spiel sind,
[00:36:05] super mächtig, sich da irgendwelche Tools zu bauen,
[00:36:07] die euch da helfen, schnell Daten zu analysieren.
[00:36:11] Da gibt es auch ganz tolle Bibliotheken,
[00:36:13] um mal sich einen Überblick über den Datensatz zu bekommen.
[00:36:16] Also wenn ihr einen sehr großen Datensatz habt und wollt mal verstehen,
[00:36:18] wie sind denn da so die Verteilungen bestimmter Parameter?
[00:36:21] Gibt es auch da so statistische Tools, die euch zeigen,
[00:36:23] was sind so typische Mittelwerte, Extremwerte, Maximalwerte?
[00:36:26] Wie ist die Verteilung?
[00:36:27] Wie sind Korrelationen zu bestimmten Feldern?
[00:36:29] Also wenn ihr mal wissen wollt,
[00:36:30] ohne euch eine Million Zeilen im Detail anzugucken,
[00:36:33] gibt es auch da mächtige Tools.
[00:36:35] Y-Data Profiling sei da mal beispielhaft genannt.
[00:36:38] Und wenn man da noch mal weitergehen will,
[00:36:40] und das soll nicht nur auf dem eigenen Rechner laufen,
[00:36:42] dann gibt es Plattformen wie Streamlit.
[00:36:43] Da könnt ihr dann entsprechende Python-Skripte,
[00:36:45] die so ein bisschen angepasst sind, hochladen
[00:36:47] und habt auch sofort ein User-Interface dazu.
[00:36:50] Könnt ihr Daten reinladen, visualisieren.
[00:36:52] Ist auch super einfach.
[00:36:53] Also super einfach im Sinne von,
[00:36:55] man muss jetzt da kein Frontend-Entwickler für sein,
[00:36:57] muss sich trotzdem irgendwie diese Daten
[00:36:58] irgendwie in GitHub haben vorher und dann damit verknüpfen.
[00:37:00] Das ist schon ein bisschen Einrichtung.
[00:37:02] Aber man kann sich da ganz einfache Daten-Mikro-Tools bauen,
[00:37:05] um Daten zu visualisieren, zu verändern.
[00:37:07] Haben wir auch viel gemacht schon,
[00:37:08] um irgendwelche advertising-Bulk-Sheets bearbeiten zu lassen.
[00:37:12] Ist auch eine ganz tolle, kostenlose Plattform.
[00:37:15] Genau, also das wollte ich nochmal so als Impuls mitgeben.
[00:37:17] Gibt noch viele andere Beispiele, die ich da gar nicht anführen will.
[00:37:21] Was noch super funktioniert, ist so Audio-Video-Bearbeitung.
[00:37:26] Es gibt ein Open-Source-Tool, das nennt sich FFmpeg.
[00:37:30] Das ist eigentlich so das Arbeitstier
[00:37:32] hinter vielen kommerziellen Audio-Video-Tools,
[00:37:35] was sozusagen unter der Haube funktioniert.
[00:37:37] Wahnsinnig mächtig im Bereich Audio-Video-Verarbeitung.
[00:37:40] Haben wir zum Beispiel letztens auch genutzt,
[00:37:42] um die überarbeitete Audiospur unseres Podcasts
[00:37:45] mit der Videospur zu verknüpfen.
[00:37:48] Und auch damit kann man mal viele Dinge machen,
[00:37:50] wenn man im Bereich Audio-Video unterwegs ist.
[00:37:53] Ja, vielleicht als letztes Beispiel noch.
[00:37:56] Letztens hat meine Frau einen Termin beim Arzt gesucht.
[00:37:58] Das Ganze ging über so ein Buchungsportal beim Arzt.
[00:38:01] Da war nie ein Termin frei.
[00:38:02] Also zack, Skript gebaut, was alle zehn Minuten mal nachguckt,
[00:38:05] ob wieder ein Termin frei geworden ist.
[00:38:06] Und man sich dann per Push-Nachricht
[00:38:09] auf die eigene Smartwatch schicken lässt,
[00:38:12] um dann im Zweifel auch schnell zu reagieren.
[00:38:15] Das läuft einfach auf einem Rechner, der ständig an ist.
[00:38:17] Und dann entsprechend läuft das Skript da im Hintergrund
[00:38:19] und informiert fröhlich über neue, frei werdende Termine.
[00:38:22] Hat auch super geklappt.
[00:38:24] Da vielleicht mal, wenn es da um das Thema Push-Nachrichten geht,
[00:38:27] gibt es diverse Anbieter.
[00:38:29] Aber guckt euch mal simplepush.io an, meine ich.
[00:38:32] Da hat man, glaube ich, bis zu zehn Kurznachrichten frei im Monat.
[00:38:36] Und kann man auch solche Sachen schnell sich zusammenklöppeln
[00:38:40] und dann sich solche Tools bauen.
[00:38:43] Also die Anwendungsfelder sind wirklich, wirklich vielfältig.
[00:38:48] Und ich glaube, das sollte vielleicht auch einfach mal reichen,
[00:38:52] weil ich mich jetzt nicht überfordere mit noch mehr Ideen.
[00:38:54] Gibt es noch das eine oder andere Tool, was wir uns gebaut haben, Martin?
[00:38:56] Aber habe ich noch irgendwas vergessen, was das ganze Thema angeht
[00:38:59] oder noch irgendwelche zusammenfassenden Erkenntnisse?
[00:39:01] Was ich vielleicht noch als Impuls mitgeben würde, ist,
[00:39:05] wenn wir dann noch mal über das Thema HTML-Tool sprechen.
[00:39:08] So ein Tool lohnt sich natürlich immer, wenn man sich jetzt regelmäßig
[00:39:12] vielleicht so eine Auswertung holen will.
[00:39:14] Aber es braucht in manchen Fällen ja gar nicht mal das Tool,
[00:39:17] sondern man kann sich auch sämtliche Themen,
[00:39:21] die jetzt vielleicht irgendwie sehr komplex sind
[00:39:23] und wo man sich einmalig reinfinden will,
[00:39:27] kann man sich eben auch per HTML visualisieren lassen.
[00:39:30] Dann schmeißt man einfach mal den ganzen Kontext mit rein
[00:39:32] und bittet die KI da, eine HTML-Datei zu erstellen.
[00:39:36] Und dann hat man eine super Visualisierung.
[00:39:37] Habe ich gestern noch gemacht.
[00:39:39] Hat mir auch enorm weitergeholfen, das mal alles so im Überblick zu sehen.
[00:39:43] Und man braucht gar nicht erst ein Tool, weil das also diese selber Auswertung,
[00:39:47] die werde ich mir in diesem Falle dann nicht noch mal anschauen,
[00:39:49] sondern das war jetzt eine einmalige Angelegenheit.
[00:39:53] Und wer das noch nicht ausprobiert hat, dem würde ich es auch empfehlen.
[00:39:57] Einfach mal nach einer HTML-Datei fragen
[00:40:00] und mal schauen, was da so möglich ist.
[00:40:02] Das ist schon wirklich beeindruckend.
[00:40:04] Und ich selber, wie gesagt, kannte diese Option bis vor geraumer Zeit noch gar nicht.
[00:40:10] Und das war echt nochmal ein Game Changer.
[00:40:13] Ja, super Punkt.
[00:40:14] Also man kann nur gewinnen eigentlich, weil der Aufwand oder das Verlustrisiko,
[00:40:18] dass man sich mal 15 Minuten mit irgendwas beschäftigt,
[00:40:20] was am Ende nicht funktioniert, ist relativ gering.
[00:40:22] Und meistens klappt es halt auch immer.
[00:40:23] Und wenn wir jetzt so von Coding-Agenten sprechen,
[00:40:26] dann meinen wir häufig auch, gerade wenn es darum geht,
[00:40:28] auch mit mehreren Dateien auf der Festplatte zu arbeiten,
[00:40:30] dann lohnt es sich, glaube ich, auch sich wirklich bei so einem
[00:40:32] expliziten Coding-Agenten zu installieren.
[00:40:35] Das ist Codex von OpenAI oder Claude Code von Anthropic.
[00:40:39] Ich glaube, Google geminiert auch einen,
[00:40:40] aber fragt mich gerade mal nicht mehr nach dem Namen, wie der heißt.
[00:40:43] Denn wenn ihr ein Abo habt mit Chat-GPT für 20 Dollar oder bei Cloud oder bei Entropiq,
[00:40:47] dann habt ihr automatisch auch, könntet den auch automatisch nutzen
[00:40:49] dann für euren Coding-Agenten.
[00:40:51] Und dann ist es nochmal viel einfacher für die Agenten,
[00:40:53] mit diesen Dateien auf der Festplatte zu interagieren.
[00:40:55] Dann müsst ihr auch nicht dauernd irgendwie Sachen aus dem Chatfenster im Browser
[00:40:58] irgendwie hin und her kopieren und dann abspeichern über den Editor.
[00:41:01] Das machen die dann alles ganz automatisch.
[00:41:03] Das ist, glaube ich, nochmal ein ganz guter, ganz guter Tipp.
[00:41:07] Okay, Martin, würde ich sagen, haben wir die dreiviertel Stunde voll,
[00:41:09] soll dann mal reichen hier.
[00:41:10] Uns würde uns total interessieren, was ihr vielleicht gebaut habt.
[00:41:13] Und wenn ihr auch schon irgendwie 20 Mikro-Tools gebaut habt oder auch nur ein gutes,
[00:41:17] dann meldet euch gerne mit euren Beispielen.
[00:41:19] Wir freuen uns immer total über Feedback, auch über Inspirationen.
[00:41:22] Es gibt bestimmt noch viele Dinge, wo ich noch überhaupt nicht darüber nachgedacht habe,
[00:41:25] AI in dem Kontext anzuwenden.
[00:41:28] Und schreibt uns gerne.
[00:41:29] podcast@kontext.fm ist die Adresse.
[00:41:33] Kontext mit K.
[00:41:34] Und ja, wenn ihr schon dabei seid gerade irgendwie, dann lasst doch gleich mal
[00:41:37] eine positive Bewertung auf der Plattform eurer Wahl.
[00:41:39] Würde uns sehr helfen, noch weitere Hörer zu finden,
[00:41:43] denn wir sind ja noch ein sehr junger Podcast.
[00:41:45] Und ja, dann würde ich sagen, freuen wir uns auf die nächste Folge,
[00:41:48] worum immer es auch gehen mag.
[00:41:50] Und bis dahin sagen wir dann schon mal Tschüss und bis zum nächsten Mal.
[00:41:53] Ciao, ciao. Macht, macht’s gut.