Passend zu dieser Folge
Lokale Sprachmodelle auf dem eigenen Rechner
Warum lokale Sprachmodelle nicht nur Spielerei sind, sondern bei Kosten, Datenschutz und Souveränität sehr praktisch werden können.
Artikel lesenErfahre, wie du leistungsstarke KI-Modelle komplett kostenlos, privat und ohne Internetverbindung auf deinem eigenen Rechner betreibst.
Passend zu dieser Folge
Warum lokale Sprachmodelle nicht nur Spielerei sind, sondern bei Kosten, Datenschutz und Souveränität sehr praktisch werden können.
Artikel lesenIn dieser Folge von Kontext.FM tauchen Kai und Trutz in die Welt der lokalen Sprachmodelle (LLMs) ein. Sie erklären, warum es sich lohnt, KI nicht in der Cloud, sondern auf der eigenen Hardware zu nutzen — von massiven Kosteneinsparungen bei der Textanalyse bis hin zu maximalem Datenschutz für sensible Dokumente. Kai teilt seine praktischen Erfahrungen mit dem Setup auf dem Mac und zeigt auf, dass man kein Entwickler sein muss, um sein eigenes ‘privates ChatGPT’ zu starten.
Die Schwerpunkte dieser Episode:
Erwähnte Tools und Ressourcen:
[00:00:00] Moin Trutz, hi.
[00:00:01] Moin Kai.
[00:00:02] Wie du weißt, haben wir noch ein kleines Seitenprojekt, wo wir vielleicht auch irgendwann mal hier
[00:00:07] im Podcast drüber erzählen, wo es eigentlich darum geht, fast rund um die Uhr Text zu analysieren.
[00:00:13] Das heißt, da kommen immer wieder relativ große Textmengen rein und wir müssen die
[00:00:16] durch so ein Sprachmodell jagen.
[00:00:19] Das mache ich jetzt komplett oder fast kostenlos.
[00:00:23] Also keine Tokens mehr, keine Euro pro Million Tokens mehr.
[00:00:27] Das ist quasi umsonst.
[00:00:29] Und das ist wirklich krass, weil ich mache genau das Gegenteil gerade hier bei Amalotex.
[00:00:34] Wir braten hier Millionen von Tokens durch und die Rechnung jeden Monat wird immer größer.
[00:00:38] Insofern ist das, glaube ich, ein ganz spannendes Thema, den Weg mal zu besprechen, den du da
[00:00:43] gerade verfolgst.
[00:00:44] Denn heute sprechen wir mal um lokale Sprachmodelle, also sprich Sprachmodelle nicht über Chats
[00:00:51] GPT und Co. ausführen zu lassen, sondern lokal auf einem, ja, auf dem eigenen Rechner
[00:00:56] eigentlich, oder?
[00:00:57] Genau.
[00:00:59] Darum geht es heute.
[00:01:00] Ein faszinierendes Thema und vor allem auch was, ein Bereich, der sich auch extrem entwickelt
[00:01:07] jetzt.
[00:01:08] Es sind immer leistungsfähigere Modelle, nicht nur bei den großen Anbietern und bei
[00:01:12] den Platzhirschen, sondern auch das, was man lokal auf dem eigenen Rechner, auf dem eigenen
[00:01:18] Rechner ausführen kann.
[00:01:19] Vielleicht ganz kurz zur Einordnung.
[00:01:21] Ein Modell, wenn wir von Modell sprechen, ist typischerweise Large Language Model oder
[00:01:27] Foundation Model.
[00:01:28] So bezeichnet man es typischerweise.
[00:01:30] Das ist der Kern von dem, was wir jetzt so bei Chats GPT, Cloud AI, das heißt, wenn
[00:01:35] wir ChatsGPT.com aufmachen und mit dem Agenten sprechen, ist im Kern dieses Sprachmodell.
[00:01:40] So ein Chat-Agent hat typischerweise noch ganz viele Tools drumherum, das heißt, der
[00:01:45] ist in der Lage, im Web zu suchen, um sich eine vernünftige Wissensbasis für die Antworten
[00:01:50] zu beschaffen.
[00:01:51] Der ist in der Lage, Code zu generieren, auszuführen.
[00:01:55] Der ist in der Lage, Dokumente zu lesen, Dokumente zu schreiben, Dateien zu schreiben, also ganz
[00:02:00] viele Tools drumherum.
[00:02:01] Das macht nicht alles dieses Modell, der Kern, das Large Language Model, sondern das machen
[00:02:05] noch ganz viele Tools drumherum, die dann dieses Large Language Model eigentlich zu einem
[00:02:09] Chat-Agenten machen.
[00:02:10] Aber wenn du, so wie ihr es bei AMALYTIX ja auch macht, wenn ihr über eine API, also
[00:02:15] eine Schnittstelle, auf so ein Modell zugreift, dann habt ihr mehr oder weniger das blanke
[00:02:20] Modell.
[00:02:21] Dann ist nicht dieser Chat-Agent drumherum, sondern da ist ein Sprachmodell und dem gibst
[00:02:24] du Dinge mit und du kriegst dann diese Chat-Completion, so Antworten auf das, was du da machst.
[00:02:30] Darum geht es, diesen Kern, erst mal zumindest, diesen Kern, dieses Modell wirklich lokal
[00:02:36] auf einem Rechner bei dir, auf einem Server von mir aus auch.
[00:02:39] Ich mag es tatsächlich auf meinem Notebook laufen, aber besprechen wir, glaube ich, auch
[00:02:43] gleich mal, was so die Dimensionen sind, in denen man das machen kann.
[00:02:46] Genau, Dimension ist ein großes Stichwort, denn man fragt sich jetzt natürlich, wieso
[00:02:49] braucht Elon Musk so ein riesen Datacenter, um Drucken zu generieren und wieso reicht
[00:02:55] bei dir dein Mac letztlich dafür aus?
[00:02:58] Da musst du nochmal unterscheiden zwischen diesen beiden Schritten, wie so ein Modell
[00:03:01] entsteht, also der Trainingsaspekt, und wie man so ein Modell letztlich nutzt, was man
[00:03:06] ja auch immer so Inferenz nennt.
[00:03:08] Wir reden heute nur um diesen zweiten Teil, also wir reden nicht darum, wie trainiere
[00:03:11] ich ein eigenes Modell, sondern wir reden davon, wie kann ich das Modell letztlich nutzen
[00:03:17] und dafür braucht man tatsächlich ein bisschen weniger Leistung, wenn man bereit ist, bei
[00:03:22] der Qualität vielleicht auch ein paar Abstriche zu machen, denn so ein Modell in der Leistungsklasse
[00:03:27] jetzt wie Chachibit 5.5 oder jetzt Cloud Fable 5 hast du, glaube ich, nicht auf dem Rechner,
[00:03:33] oder?
[00:03:34] Genau, das geht nicht.
[00:03:35] Da muss man wirklich deutliche Abstriche machen, diese ganz großen Modelle, das funktioniert
[00:03:40] nicht.
[00:03:41] Zum einen sind die auch gar nicht verfügbar, das heißt, die Modelle, die hinter Cloud
[00:03:46] Fable stecken, Opus, Fable, all diese Modelle, die sind nicht frei verfügbar, die bekommst
[00:03:52] du gar nicht als Modelle, aber OpenAI hat GPT-OSS, also ein Modell, was du auch selber
[00:04:04] nutzen kannst, freigegeben, ansonsten gibt es aber ganz viele andere Anbieter, vor allem
[00:04:08] natürlich auch aus dem chinesischen Markt, die die Modelle anbieten, die völlig frei
[00:04:15] sind, das heißt OpenWeight-Modelle, das heißt, du kriegst das Modell wirklich mit den Gewichten,
[00:04:19] also wie so ein Modell ist ja eigentlich auch ein neuronales Netz, wo so jeder Knoten irgendwie
[00:04:24] so Gewichte hat, die dann ausgerechnet werden, und davon bekommst du ganz viele unterschiedliche
[00:04:31] Modelle, ich glaube, so die leistungsfähigsten im Moment tatsächlich aus dem chinesischen
[00:04:37] Raum.
[00:04:38] Das heißt, erstmal geht es darum, du brauchst das Modell, das muss verfügbar sein, und
[00:04:41] dann sind die Modelle aber auch deutlich kleiner, als die, die typischerweise dann
[00:04:44] bei den großen Anbietern laufen, das heißt, du kriegst auch so ein GPT-OSS oder ein GLM5-Modell,
[00:04:55] die sind extrem groß, die sind extrem leistungsfähig, sehr groß, nicht extrem groß, aber sehr groß,
[00:05:02] aber zumindest so groß, dass ich sie nicht auf meinem Notebook laufen lassen kann, das
[00:05:06] heißt, dann gibt es aber auch die Option, wenn du als Unternehmen oder wenn du private
[00:05:10] Lust hast, kannst du dir natürlich auch so einen Server mit ein paar GPUs in den Keller
[00:05:14] stellen, und dann bist du schon in der Lage, sowas auch selber zu betreiben, das heißt,
[00:05:18] auch die großen, freien, offenen Modelle kann man selber betreiben, aber das ist dann nichts,
[00:05:22] was du auf dem Notebook machst, sondern da musst du dir schon einen Server mit entsprechend
[00:05:26] GPU-Leistungen in den Keller stellen, aber dann funktioniert das auch.
[00:05:29] Wir haben jetzt bei uns für ein paar Tests, wo wir wirklich Daten, Dokumente verarbeiten
[00:05:35] wollen, die wir nicht nach außen geben können, haben wir da einen Rechner stehen mit zwei
[00:05:40] Grafikkarten, RTX 5090 sind das, und da kriegt man dann schon diese großen Modelle, so ein
[00:05:46] GPT OSS bekommt man da schon drauf, und das funktioniert dann auch, aber das ist auch
[00:05:51] nichts zum Mitnehmen für unterwegs, aber es geht auch unterwegs.
[00:05:56] Das stimmt, und da hat sich, glaube ich, gerade so in den letzten Wochen, Monaten eine ganze
[00:05:59] Menge getan, wie du sagst, diese Open Rate Modelle, die es jetzt kostenlos zum Runterladen
[00:06:04] gibt, die sind, glaube ich, immer besser geworden, und deswegen hat auch dieses ganze Selbsthosting
[00:06:09] oder Selbstbetreiben thematisch auch nochmal einen Pfad aufgenommen, denn man schafft es
[00:06:13] mittlerweile auch wirklich, fähige Modelle auf eine Größe zu kriegen, sodass die auf
[00:06:18] dem eigenen Rechner laufen lassen können, wir reden wahrscheinlich gleich auch nochmal
[00:06:22] so ein bisschen, wie man das irgendwie macht, aber nur um die Erwartungshaltung vielleicht
[00:06:27] nochmal richtig zu setzen, das ist schon eindrucksvoll, was man damit machen kann, hat jetzt aber
[00:06:32] noch nicht das Niveau von Chatspeedy 5 und Code, das muss man nochmal bewusst sein, aber
[00:06:35] trotzdem gibt es natürlich ein paar Anwendungsfälle, bei denen das dann trotzdem eine veritable
[00:06:41] Option ist, du hast es eben schon angesprochen, wir transkribieren gerade ganz viele Daten
[00:06:45] im Hintergrund, wo, ich sag mal, vielleicht auch Geschwindigkeit jetzt nicht so die Rolle
[00:06:49] spielt, da haben wir Zeit, das ist auch kein super komplexes Thema, da kann man halt auch
[00:06:53] mal so ein Sprachmodell nehmen, welches fallverfügbar ist, das kriegt diese Aufgabe locker hin und
[00:06:58] kostet dann tatsächlich in Anführungsstrichen nichts, beziehungsweise halt nur den Strom
[00:07:02] im Hintergrund und das ist natürlich schon ein Gamechanger, wenn man mal überlegt, was
[00:07:05] sonst, wie du sagst, halt über eine API, so Tokenskosten ist ja schon nicht ganz billig
[00:07:09] und das finde ich schon echt ganz spannend. Und wenn man aber einmal anfängt, in diese
[00:07:14] Welt dieser Sprachmodelle, die man runterladen kann, einzutauchen, so ging es zumindest mir,
[00:07:18] dann wird man erst mal so ein bisschen überrannt von diesen ganzen Abkürzungen, denn es gibt ja
[00:07:23] nicht nur irgendwie Namen des Sprachmodells, sondern es gibt auch irgendwie ganz verschiedene
[00:07:26] Versionen, da wollen wir vielleicht auch mal ganz kurz, aber nicht allzu tief, mal einen Überblick
[00:07:30] geben, welche Begrifflichkeiten da auf einen zukommen. Und insofern Kai, welches Sprachmodell
[00:07:37] konkret hast du da jetzt gerade am Laufen? Genau, ich bin eigentlich sehr oft, ich teste
[00:07:42] gerade relativ viel und bin aber eigentlich in der Quen und Gemma-Welt unterwegs. Das sind so
[00:07:48] die Modelle, mit denen ich mich gerade vor allem beschäftige oder die ich ausprobiere. Und ich
[00:07:56] glaube bei diesen Modellen, weil du hast eben gesagt, man muss, die sind nicht ganz so
[00:08:00] leistungsfähig. Es gibt, glaube ich, zwei Dimensionen. Also es gibt die Qualität, was kann
[00:08:06] das Modell denn tatsächlich leisten und was kann ich dem alles für Aufgaben geben? So einem Claude,
[00:08:11] dem kannst du ja alles hinwerfen, so irgendwie von Quantenphysik bis hin zu Workshop-Konzeptionen
[00:08:20] oder was auch immer. So ein Generalist eigentlich bei allen Themen, was auch mit den Tools zu tun
[00:08:25] hat. Aber erstmal ist das Modell sehr leistungsfähig. Und das hat auch und vor allem mit der Größe zu
[00:08:32] tun. Das heißt, um so eine allgemeine Leistungsfähigkeit hinzubekommen, ist es wichtig,
[00:08:38] dass das Modell groß ist. Das heißt, da sprechen wir eigentlich davon, wie viele Parameter dieses
[00:08:44] Modell hat. Das heißt, wenn man sich es wieder vorstellt wie so ein neuronales Netz, wo so
[00:08:47] einzelne Knoten sind und wo mit Gewichten gerechnet wird, damit am Ende irgendwas rauskommt, geht es
[00:08:54] darum, wie viele von diesen Parametern hat das Modell denn. Und das wird im Moment eigentlich nur
[00:08:59] in Milliardenparametern gerechnet. Das sieht man auch, wenn man mal so die Entwicklung der KI und
[00:09:08] der Modelle angeht, war man irgendwann nochmal bei Millionenparametern. Aber jetzt sind es eigentlich
[00:09:12] immer so was wie 70B, 36B, 27B, dass dann das B ist für die englische Billion, die deutsche Milliarde.
[00:09:20] Das heißt, so ein Modell hat dann 27 Milliarden Parameter. Das heißt, auch 27 einzelne Parameter,
[00:09:27] die ausgerechnet werden müssen in so einem Schritt. Das heißt, um so ein Token zu erzeugen,
[00:09:31] das heißt, so ein Wortteil, müssen die alle durchgerechnet werden. Deshalb ist es auch wichtig,
[00:09:36] dass man das auf der richtigen Hardware macht. Das heißt, dafür braucht man diese GPUs, um schnell
[00:09:42] diese ganzen parallelen Berechnungen machen zu können. Das heißt, die Größe hat einen Einfluss
[00:09:48] auf die Qualität und die Größe bestimmt dann auch, wie viele Arbeitsspeicher ich brauche.
[00:09:54] Weil ich muss dieses Modell in den RAM laden. Das kann ich nicht in der Festplatte liegen lassen. Das
[00:09:58] muss ich komplett in den RAM laden, um das alles so schnell berechnen zu können. Das heißt,
[00:10:01] ich brauche Arbeitsspeicher und da muss es reinpassen. Und wenn ein Modell einfach größer
[00:10:05] ist als mein Arbeitsspeicher, dann kann ich es nicht da reinladen. Das heißt,
[00:10:08] so diese Größe des Modells spielt schon eine wichtige Rolle.
[00:10:11] Man kann sich das so ein bisschen vorstellen wie so ein Gehirn, glaube ich. Und je mehr Gehirnzellen
[00:10:15] es hat, je mehr Parameter es hat, umso schlauer ist es halt. Ist nicht in der normalen Welt immer
[00:10:21] der Fall, dass kleine Hirne oder große Hirne besser sind als kleine. Aber in diesem Fall ist
[00:10:26] es, glaube ich, so. Man kann sagen, je mehr Parameter, je schlauer das Modell. Da gibt es
[00:10:30] Modelle mit vielen Parametern und welche mit kleinen. So stelle ich mir das zumindest immer vor.
[00:10:37] Genau, so kann man es auf jeden Fall auch erst mal sehen. Mit den KI-Forschern würde man das,
[00:10:40] glaube ich, ein bisschen differenzierter diskutieren. Und das kommt dann auch
[00:10:44] tatsächlich darauf an, was heißt schlau und was heißt leistungsfähig und all diese Dinge. Aber
[00:10:48] erst mal kann man sich so vorstellen, je größer das Modell, desto mehr Potenzial hat es wirklich,
[00:10:53] um sehr viele Dinge leisten zu können. Das ist die eine Dimension, das heißt,
[00:11:00] die Modellgröße. Und das ist dann so ein, sieht man dann, so ein QN3627B oder 35B. Das sind dann
[00:11:07] so Modelle, wo man dann sieht, wie viele Parameter, wie viele Millionen, Milliarden Parameter haben
[00:11:12] die denn tatsächlich. Das entscheidet, dann kann ich das überhaupt in meinen Speicher laden. Und
[00:11:19] dann hast du eben auch gesagt, bei unserem Beispiel ist auch nicht schlimm, wenn das ein bisschen
[00:11:23] langsamer ist, dann läuft das halt über Nacht. Und das stört uns nicht so. Wir sitzen da nicht
[00:11:26] und warten auf eine Antwort, sondern das können wir einfach die Nacht durchlaufen und Dinge
[00:11:30] analysieren, ist uns egal. Das heißt, diese Geschwindigkeit wird dann typischerweise gemessen
[00:11:35] in Token pro Sekunde. Das heißt, wie schnell antwortet er denn? Und das sieht man, glaube ich,
[00:11:39] wenn man so mit Cloud AI oder so interagiert, merkt man das, wenn die Server so ein bisschen
[00:11:45] ausgelastet sind, dann dauern die Antworten ein bisschen was. Das hat nicht immer damit zu tun,
[00:11:48] dass das Modell wirklich nachdenkt, sondern manchmal da auch einfach die Leistung gerade
[00:11:53] nicht abgerufen werden kann. Das hat damit zu tun, wie schnell der Speicher angebunden ist. Das hat
[00:11:59] nicht unbedingt mit der Größe zu tun, sondern damit, wie schnell der Speicher, wie schnell du
[00:12:03] in diesen Speicher rein und raus lesen kannst. Und da gibt es auch extreme Unterschiede. Ob du
[00:12:08] jetzt irgendwie einen normalen Arbeitsspeicher von einem PC hast, ob du den Unified Speicher auf
[00:12:15] so einem Mac hast oder ob du virtuellen RAM in so einer Grafikkarte hast, die dann halt nochmal
[00:12:21] deutlich schneller ist. Das heißt, das sind so die zwei Dimensionen. Kann ich das Modell überhaupt
[00:12:25] auf dem Rechner, wo ich es ausführen möchte, in meinen Speicher laden? Der muss groß genug sein
[00:12:31] oder das Modell klein genug? Und dann, wie schnell ist dieser Speicher? Das entscheidet dann darüber,
[00:12:36] wie viel Token ich pro Sekunde erzeugen kann. Das heißt, wie schnell das Modell auch reagiert.
[00:12:41] Ja, das stimmt. Und genau, was du sagst, ist auch richtig. Man muss, glaube ich,
[00:12:45] ein bisschen einschätzen. Nur weil ein Modell mehr Parameter hat, heißt es nicht,
[00:12:49] dass es irgendwie auch besser ist. Ich glaube, wenn man so die ganz alten 70 Billion Parameter,
[00:12:53] also nicht Billion, also Milliarden Parameter Modelle nimmt von vor einem Jahr und die
[00:12:58] vergleicht heute mit so einem 27 Milliarden Parameter Modell, dann ist das 27 Modell
[00:13:03] deutlich besser in der Regel, weil man es einfach vom Training her auch nochmal eine Schippe darauf
[00:13:09] gelegt hat. Und dann unterteilt man ja auch nochmal zwischen sogenannten Mixture of Experts
[00:13:17] Modellen und welche, die es nicht sind. Dense sagt man da auch, also dicht praktisch. Und bei
[00:13:22] diesen Mixture of Experts Modellen, dann ist es eigentlich nicht so, dass man so ein großes
[00:13:26] Gehirn hat, sondern man hat irgendwie so acht kleine, aber in einem Modell drin. Und je nachdem,
[00:13:30] welche Frage ich stelle, wird dann halt vielleicht nur das Modell genutzt, wenn es um das Coding geht
[00:13:35] oder wenn es um was anderes geht. Dann wird vielleicht ein anderer Experte, wie es so schön
[00:13:39] heißt, dann eingebunden. Und das macht diese Modelle dann auch nochmal schneller, so habe ich
[00:13:45] es zumindest gelesen, weil dann halt auch nur deutlich weniger Parameter von diesen 27 aktiv
[00:13:51] sind. Dann brauchst du vielleicht nur drei, weil das dann halt schneller durch diesen Experten
[00:13:54] durchläuft als durch das gesamte Modell. Hat wiederum aber auch ein paar Einbußen,
[00:13:59] vielleicht auf der Qualitätsseite, weil ich da halt nicht mehr alle Parameter nutze,
[00:14:01] sondern nur noch ein Teil. Das ist auch noch so ein Trick, den die Modellbetreiber nehmen,
[00:14:05] um nochmal genau diesen Trade-off zu machen zwischen Geschwindigkeit und Fähigkeit. Und
[00:14:11] diese Mixture of Experts Modelle sind meistens schneller, dafür vielleicht nicht ganz so schlau,
[00:14:16] aber den Trade-off kann man durchaus angehen. Aber dafür deutlich leistungsfähiger als ein
[00:14:23] Modell, was nur die Dimensionen von einem der Experten hätte. Das ist der große Vorteil.
[00:14:29] Das ist ein guter Kompromiss zwischen Größe und Geschwindigkeit. Da kommt es aber tatsächlich immer
[00:14:37] total auf den Anwendungsfall an. Und das ist auch, weil es jetzt so ist, als ob wir seit Project
[00:14:43] angefangen haben, ist jetzt auch schon wahrscheinlich schon ein Jahr her, vielleicht auch länger,
[00:14:48] ich weiß gar nicht so genau. Aber da habe ich auch viel, viel rumprobiert und da sieht man,
[00:14:58] dass auch Modelle ähnlicher Dimensionen sehr unterschiedlich performen auf der speziellen
[00:15:04] Aufgabe. Das heißt, wenn du das wirklich dafür nutzen willst, ich habe hier eine Aufgabe,
[00:15:09] wo ich so ein Modell nutzen möchte, was auch eher offline nicht so interaktiv ist. Ich möchte es
[00:15:14] nicht als Coding-Agenten und nicht als Chatbot nutzen auf meinem Rechner, sondern wirklich für
[00:15:18] eine Aufgabe. Dann lohnt es sich auf jeden Fall, Modelle zu vergleichen und mal auszuprobieren,
[00:15:24] wie gut performen die denn bei genau dem Task, den ich habe. Was ist meine Aufgabe? Was möchte
[00:15:29] ich gerne machen? Und welches Modell funktioniert da gut und wie weit runter kann ich auch gehen bei
[00:15:34] dem Modell? Wie klein kann es sein? Das lohnt sich, glaube ich, immer, das zu machen, wenn es
[00:15:40] wirklich eine ganz spezielle Aufgabe ist, wo man dann Agenten verbaut oder was auch immer.
[00:15:43] Also genau, Modelltyp, dann die Modellgröße und dann haben sie sich ja noch einen Trick
[00:15:47] ausgedacht, um die Modelle noch ein bisschen kleiner zu kriegen. Und das ist dieses ganze
[00:15:51] Thema Quantisierung. Das heißt, du hast ja eben schon angedeutet, jedes Gehirn hat ja so eine
[00:15:56] Gehirnzelle. Jede Gehirnzelle ist mit vielen anderen Gehirnzellen verbunden. Und je nachdem,
[00:16:01] welche Reise so Neuronen da jetzt im Gehirn nehmen muss, biegt sie einmal links, einmal rechts ab.
[00:16:05] Und das wird durch diese sogenannten Gewichte definiert. Und die kann man jetzt in unterschiedlicher
[00:16:10] Komplexität definieren. Mit vielen Nachkommastellen, mit weniger Nachkommastellen. Und je weniger
[00:16:16] Nachkommastellen ich nehme bei diesen Gewichten, umso kleiner kriege ich das Modell, macht dann
[00:16:20] aber auch wieder ein Boosten bei der Qualität. Und deswegen spricht man ja auch manchmal beim
[00:16:24] gleichen Modell von der 16-Bit-Version, der 8-Bit-Version, der 4-Bit-Version. Geht sogar
[00:16:30] runter bis 2-Bit, wo dann wirklich stark komprimiert wird. Man kann sich das, glaube ich,
[00:16:33] so ein bisschen vorstellen wie so ein JPEG, so ein komprimiertes Bild. Auf einer hohen
[00:16:36] Kompressionsstufe oder auf einer niedrigen Kompressionsstufe sieht das Bild top aus.
[00:16:39] Und je stärker ich komprimiere, umso kleiner wird das Bild. Und dann fangen aber auch schon
[00:16:43] langsam an, die Pixel zu kommen. Dann wird das Ganze ein bisschen grisselig. Und auch da gibt
[00:16:47] es halt verschiedene Modellabstufungen. Und auch da muss man halt gucken, mit welcher
[00:16:50] Quantisierung kann ich im Zweifel leben. Denn 16-Bit ist schon sehr, sehr stark. 8-Bit ist,
[00:16:56] glaube ich, auch noch sehr, sehr gut. Und bei 4-Bit fängt es dann langsam an, dass die Qualität
[00:17:00] einen Boosten hat. Dafür ist das Modell aber auch kleiner. Und ich kriege es dann auch überhaupt
[00:17:03] mit meinem Arbeitsspeicher rein. Du hast eben schon gesagt, kommen wir gleich nochmal zu.
[00:17:06] Und das ist, glaube ich, auch so ein Trade-off. Deswegen sieht man ja manchmal so 27B8Q in
[00:17:13] einem Modellnamen. Und wenn man da gar keine Ahnung hat, steht man erst mal davor und denkt,
[00:17:16] was heißt denn das jetzt genau? Aber das ist halt auch nochmal so eine Variante, die man,
[00:17:22] glaube ich, kennen soll. Aber dann haben wir es, glaube ich, auch. Ich glaube, wenn man diese
[00:17:24] Parameter so ein bisschen kennt, dann kann man mal so ein bisschen mit verschiedenen Modellen
[00:17:27] rumspielen. Genau. Ich benutze, wenn ich es lokal auf meinem Notebook mache, nämlich eigentlich
[00:17:33] immer quantisierte Modelle. Also immer auf 8-Bit runter auf jeden Fall. Also da verlierst du sehr
[00:17:38] wenig Präzision eigentlich. Oder sagen wir mal so, es ist immer noch sehr gut. 4-Bit funktioniert
[00:17:46] oft auch noch sehr gut, ist zumindest meine Erfahrung. 2-Bit habe ich noch nicht ausprobiert,
[00:17:50] um ehrlich zu sein. Aber auch da wird fleißig dran entwickelt und weitergearbeitet, dass man
[00:17:57] irgendwie dynamisch quantisiert und nicht überall gleich abschneidet die Nachkommastellen quasi.
[00:18:04] Da ist auch noch viel Bewegung drin. Aber das ist auf jeden Fall ein wichtiger,
[00:18:08] extrem wichtiger Aspekt, um es wirklich lokal auf Notebooks laufen zu lassen. So,
[00:18:13] die Quantisierung, das ist ein wichtiger Schritt dafür, um leistungsfähige Modelle auch wirklich
[00:18:19] in Speicherdimensionen, die man hat, die man typischerweise so auf lokalen Rechnern hat,
[00:18:24] überhaupt betreiben zu können. Ja, das stimmt. Vielleicht gehen wir mal auf das Thema Speicher
[00:18:27] ein. Du hast eben schon gesagt, die Frage ist natürlich, wie viel Speicher brauche ich denn?
[00:18:30] Die Macs von heute starten ja mit 8 Gigabyte, manche haben 16, andere haben sogar 32. Geht
[00:18:35] bitte hoch bis 128 Gigabyte. Wie viel hast du denn gerade auf deinem Rechner? Genau,
[00:18:40] ich habe 64 Gigabyte, weil Apple bietet gerade 128 nicht mehr an. Ich glaube eher ein Speicherpreisthema,
[00:18:48] gerade ja ein großes Thema für die gesamte… Auch für Superglide. Genau. Deshalb war das
[00:18:53] Maximale ein M5 mit 64 Gigabyte. Aber das ist schon groß. Ich habe vorher mit 32 Gigabyte
[00:19:02] gearbeitet, funktioniert auch, da kannst du die Modelle auch betreiben. Es ist dann immer die
[00:19:06] Frage, wie weit musst du quantisieren? Welche Modelle nimmst du? Aber ein lokales Modell
[00:19:13] funktioniert tatsächlich sehr gut. Man hat ja auch so ein bisschen, glaube ich, nochmal einen
[00:19:17] Mac Mini-Hype ausgelöst, das ganze Thema. Auch bei uns wurde ein oder andere Mac Mini bestellt,
[00:19:24] auch in den anderen Abteilungen, um da Dinge drauf laufen zu lassen, weil das eine total
[00:19:29] angenehme Umgebung ist. Sich einen Mac Mini da hinzustellen und da ein Modell an den
[00:19:36] Start zu bekommen, das hängt eigentlich nur davon ab, wie schnell deine Internetleitung ist und wie
[00:19:41] schnell du diese 40 Gigabyte oder wie groß das Modell auch immer ist, tatsächlich auf den
[00:19:47] Rechner laden kannst. Der Rest ist kein Aufwand mehr. Das ist nicht komplex. Du startest den
[00:19:52] Rechner, lädst den Tool runter, sagst, das Modell hätte ich gerne. Dann wartest du, bis der Download
[00:19:57] fertig ist und dann hast du dein lokales Modell und das läuft einfach. Und du hast eben schon
[00:20:01] gesagt, die Modelle sind halt auch so groß. All die Dateien, vielleicht nicht die Dateien, aber
[00:20:04] zumindest den Platz, den es im Speicher belegt, das geht dann schon ans Limit. Man muss auch ein
[00:20:09] bisschen Rest lassen natürlich für Betriebssystemen und was noch so ein bisschen Overhead dazugehört.
[00:20:13] Aber wenn ich jetzt einen 32 Gigabyte Rechner habe, dann kriege ich da auch maximal ein 30
[00:20:19] Gigabyte großes Modell rein. Danach ist halt Schluss. Wie du sagst, auf Festplatte ist halt
[00:20:23] ein Vielfaches zu langsam, um damit zu rechnen. Und deswegen brauche ich halt RAM. Und vor allem
[00:20:28] brauche ich halt auch schnellen RAM. Man spricht da ja auch von dieser Speicherbandbreite. Und je
[00:20:32] schneller die ist, umso schneller kommen dann am Ende auch die Tokens raus. Deswegen sind ja
[00:20:35] wiederum auch die Macs so beliebt, weil gerade die höheren, du hast gesagt, du hast einen M5
[00:20:39] schnellen Rechner, haben halt eine sehr hohe Speicherbandbreite. Die auch diesen Studio,
[00:20:44] wie heißt der? Mac Studio mit M3, Ultra, Max, keine Ahnung was. Und diese Prozessoren sorgen
[00:20:52] halt auch nochmal dann für, oder wie immer, diese Speicherbandbreite ist halt sehr, sehr hoch.
[00:20:56] Deswegen darf man gar nicht so sehr auf den Prozessor schielen. Der spielt bei den ganzen
[00:20:59] Sachen eigentlich weniger eine Rolle. Sondern es ist in der Tat, wie du sagst, halt die GPU. Also
[00:21:04] die anderen Rechenanhalte, die die Bytes da durchjagen. Genau. Und das ist der Punkt auch,
[00:21:10] warum dieses Mac-Welt da interessant ist, weil die ja irgendwann mit ihrem Umstieg auf ARM dazu
[00:21:16] übergegangen sind, gemeinsame Speicher einfach zu machen. Sonst hast du ja in so einem typischen
[00:21:22] Intel-Notebook, hast du ja irgendwie einen Intel-Chip und entweder ist da eine Grafikkarte
[00:21:27] integriert oder du hast eine Grafikkarte selber reingebaut. Oder auch die Notebooks hatten ja auch
[00:21:32] dedizierte Nvidia-Grafikkarten, die dann aber eigenen Speicher haben, typischerweise. Ich weiß
[00:21:36] gar nicht, die Windows-PC-Welt bin ich gar nicht so firm, was da gerade der Stand ist. Aber Apple
[00:21:44] ist auf jeden Fall dazu übergegangen. Und der ganze Speicher, der normale Arbeitsspeicher wird
[00:21:48] einfach auch für die GPU, ist für die GPU zugreifbar. Was typischerweise bei klassischen
[00:21:53] PCs nicht so war. Wahrscheinlich hat sich das auch ein bisschen geändert. Aber das ist das
[00:21:58] Interessante, dass der gesamte Speicher, der Arbeitsspeicher, wirklich für die Grafikkarte
[00:22:02] auch zur Verfügung steht. Und damit hast du quasi die Geschwindigkeit und die Größe vom Speicher,
[00:22:09] um das wirklich machen zu können. Genau. Und deswegen kauft auch gerade die ganze Welt
[00:22:12] Speicher. Nicht nur, weil alle lokalen Modelle laufen lassen, das wahrscheinlich nicht. Aber
[00:22:16] überall entstehen gerade neue Rechenzentren. Und die brauchen halt Speicher, der vor allem sehr,
[00:22:22] sehr schnell ist. Und deswegen ist ja auch der normale Speicher knapp, weil viele Hersteller sich
[00:22:28] jetzt auf dieses neue, lukrative Geschäft verlagert haben und diese klassischen Speicherregeln gar
[00:22:32] nicht mehr anbieten, sondern nur noch die ganze Produktion zum Teil umgestellt haben, um diese
[00:22:36] bandbreiten, hungrigen Speicher für die Datacenter zu bekommen. Auch ganz spannend. Deswegen gibt es
[00:22:42] jetzt auch wenig Angebot im, wie du sagst, es gibt gerade kein Mac Studio mit 128 Gigabyte mehr
[00:22:48] oder ein M5 mit 128. Da haben wir, glaube ich, echt gerade ein Problem. Und es wird auch sehr
[00:22:53] teuer. Jetzt hat Apple auch gerade die Preise deswegen angehoben, weil alle Welt gerade diesen
[00:22:57] Speicher braucht, der halt so wichtig ist für die Inferenz. Auf jeden Fall, hoffentlich beruhigt
[00:23:03] sich das alles auch wieder ein bisschen, wenn die Datacenter alle gebaut sind. Aber mal sehen. Aber
[00:23:09] das ist auch eher was, was, glaube ich, andere Podcasts diskutieren. Lass uns vielleicht mal
[00:23:14] kurz darauf eingehen, wie man denn dazu kommt. Also ich kann es zumindest sagen, so wie es in
[00:23:21] der Mac-Apple-Welt aussieht. Und da gibt es ein paar Optionen. Ich weiß nicht, was du schon
[00:23:27] ausprobiert hast. Ein paar Tools gibt es da ja und das Ganze funktioniert auch unter Windows,
[00:23:32] geht auch, ist jetzt nicht auf die Apple-Welt begrenzt. Aber mein Lieblingstool ist eigentlich
[00:23:39] OMLX. Das ist das, was ich immer nutze. MLX ist das Machine Learning GPU Modellausführ-Umgebung
[00:23:50] für macOS. Und dann gibt es ein Tool OMLX, ist auch immer noch in der Version 0.4 irgendwas
[00:23:58] oder 0.5 irgendwas. Ist relativ frisch auch, also hat noch nicht die Version 1.0 erreicht,
[00:24:03] läuft für mich aber total stabil. Und ist ein Tool, was du dir runterlädst, wo du ein UI hast.
[00:24:13] Also du lädst die App ganz normal runter, legst sie in deinen Programmeordner und startest das
[00:24:20] Ganze. Und dann hast du dein Frontend, wo du zum einen die Modelle managen kannst. Das heißt,
[00:24:26] da ist eine Suche integriert. Das heißt, ich kann jetzt sagen, ich möchte ein QN36720B 4-Bit oder
[00:24:34] 8-Bit oder so haben, kann das in die Suche eingeben. Der sagt mir direkt, wo ich das denn
[00:24:38] finde. Typischerweise von Hugging Face. Das ist ja so der Place, wo Modelle herkommen. Das heißt,
[00:24:45] ich kann das einfach in die Suche eingeben, lade das runter und dann macht er das. Das heißt,
[00:24:49] ich ziehe das, lade das DMG runter, ziehe das Tool in meinen Application-Ordner, starte es,
[00:24:55] sag welches Modell, sag ihm, lade das runter. Wie so ein App-Store nur für Sparmodelle.
[00:25:00] Genau. Kannst du auch. Ich habe, glaube ich, drei, vier, fünf jetzt auch runtergeladen,
[00:25:05] die jetzt hier liegen, die dann aber nacheinander geladen werden müssen. Das heißt, erst mal die
[00:25:11] Modelle sind da, werden dann auch bereitgestellt. Das heißt, mit diesem OMLX hast du auch eine
[00:25:16] normale Schnittstelle, wie du sie auch von OpenAI oder von Cloud bekommen würdest. Das heißt,
[00:25:21] wenn du so über API darauf zugreifen möchtest, die gleiche Schnittstelle. Das heißt, du musst
[00:25:26] nur sagen, ich bin auf localhost und nicht auf openai.org.com. Ich weiß gar nicht so genau.
[00:25:32] Das ist schon länger nicht mehr direkt angesprochen. Das heißt, das Tool stellt
[00:25:36] dir auch die Schnittstelle bereit. Das heißt, du kannst dann lokal, das Tool läuft, das Modell
[00:25:40] ist geladen und du kannst dann lokal mit irgendwelchen Tools diese Schnittstelle nutzen
[00:25:44] und dann entscheiden, entweder nutze ich sie lokal auf meinem Rechner oder ich nutze die
[00:25:47] OpenAI-Schnittstelle. Das ist von der Schnittstelle, vom Code her ist das ganz gut.
[00:25:51] Das ist schon verrückt eigentlich. Das ist schon so eine Magie. Dann kommen plötzlich die Tokens
[00:25:55] raus, ohne dass man da irgendwie auch nur einen Cent verzahlt. Ich habe es mal mit Ullama probiert.
[00:25:59] Ich glaube, das war ja so der eine der ersten Softwareanbieter da in dem Bereich. Ich habe es
[00:26:05] jetzt ehrlicherweise noch nie weiter groß ausprobiert, aber ich fand das schon witzig,
[00:26:10] dass das auch alles auf dem eigenen Rechner funktioniert. Und gerade wenn jetzt auch die
[00:26:14] Anwendungsfälle sich nochmal ausweiten, ist das glaube ich echt eine Option. Vor allem natürlich
[00:26:19] auch für Bereiche, wo man vielleicht gar kein Internet hat. Ich sage jetzt mal so dritte Welt,
[00:26:24] irgendwo Dorf, kein Internet. Auch die können darüber, wenn die so ein Sprachmodell hätten,
[00:26:29] über irgendeinen Laptop, der irgendwo in der Ecke steht, hätten die Zugriff praktisch auf das
[00:26:33] gesamte Weltwissen, was in so einem Sprachmodell irgendwie drinsteckt. Das finde ich schon irgendwie
[00:26:37] total eindrucksvoll. Ich glaube, fast die meisten Regionen, die wir uns gerade vorstellen würden,
[00:26:43] wo es wenig Internet gibt, ist wahrscheinlich besser als bei uns irgendwo auf dem Land.
[00:26:47] Das kann gut sein.
[00:26:50] Wo wir da die Lücken vermuten.
[00:26:57] Du hast es gesagt, die Softwareseite ist echt einfach. Wir haben jetzt ein Sprachmodell,
[00:27:02] wir haben einen Rechner, den Mac, fertig. Der braucht ein bisschen Speicher. Ich glaube,
[00:27:05] das ist ein bisschen das Einschränkende. Und dann lädt man sich dieses OMLX runter und fertig.
[00:27:09] Das ist jetzt nichts Großes. Das kann jeder Nicht-Entwickler innerhalb von 20 Sekunden installieren.
[00:27:15] Und das Coole ist halt, was ich total gut fand, das Tool hat auch direkt so ein Chat-Interface.
[00:27:22] Das heißt, du kannst dann auch mit dem reden, so wie es ja auch OpenCLAW hatte. Da gab es ja
[00:27:27] auch so dieses Chat-Interface. Da konntest du direkt mal mit deinem Agenten reden. Irgendwie
[00:27:31] fand ich auch ganz gut. Und hier auch. Du machst die Software auf, kannst auf Chat gehen und dann
[00:27:35] sprichst du mit dem Modell und sagst ihm, erklär mir Quantenphysik oder was auch immer. Also was
[00:27:40] so im Modell steckt. Funktioniert einfach jetzt sofort. Das ist total gut. Und was ich bei OMLX
[00:27:46] auch noch super finde, ist, dass die auch Benchmarks integriert haben. Das kannst du natürlich auch
[00:27:51] alles zu Fuß machen und alles per Hand bauen. So ein Benchmarking und wie viel Token bekomme
[00:27:56] ich jetzt daraus. Aber die haben eine Benchmark-Section. Das heißt, du kannst die Modelle
[00:28:00] laden, kannst sagen, führ mir diese Benchmarks aus, die da integriert sind und kriegst dann halt
[00:28:04] auch die Auswertung. Du kannst vergleichen, wie schnell ist das Modell denn jetzt auf meinem
[00:28:08] Rechner, wie viele Token pro Sekunde bekomme ich denn raus und kriegst auch noch so Qualitäts-Benchmarks.
[00:28:13] Das heißt, du hast da eigentlich ein Tool, wo du erstmal alles hast. Du kannst unterschiedlich
[00:28:18] Modelle ausprobieren und gucken, ist das schnell genug, was ist denn besser jetzt und was
[00:28:24] funktioniert. Und du hast direkt ein Chat-Interface. Das heißt, einmal runtergeladen und das läuft alles.
[00:28:29] Super. Das ist schon bei den Anwendungsfällen. Was kann man denn jetzt konkret machen und was
[00:28:34] vielleicht aber auch nicht. Du hast eben schon angedeutet Coding. Funktioniert, glaube ich,
[00:28:39] ganz gut. Man kann diese lokalen Sprachmodelle mit den öffentlichen oder Open-Source-Coding-Agenten
[00:28:45] verknüpfen. Dann habe ich praktisch sowas wie Cloud Code. Es gibt ja Open Code, es gibt Py.dev,
[00:28:52] es gibt ja verschiedene, die ich da anbinden kann. Dann habe ich praktisch einen kostenfreien
[00:28:56] Coding-Agenten, der immer bereit ist, für den ich nichts bezahlen muss. Das hast du, glaube ich,
[00:29:00] auch schon ausprobiert, oder? Ja, habe ich ausprobiert mit Open Code und funktioniert
[00:29:05] wirklich problemlos. Das ist also OMLX installiert, Modell runtergeladen, Coding-Modell in dem Fall,
[00:29:13] Open Code installiert und dann hast du bei OMLX auch quasi das Command, um das Open Code dann
[00:29:22] direkt zu konfigurieren. Das heißt, ich kann mir quasi in meinem OMLX das Kommando rauskopieren,
[00:29:28] mit dem ich in der Kommandozeile dann mein Open Code konfigurieren kann. Das hat ja für ganz
[00:29:33] unten Open Claw und so auch alles. Das heißt, der packt dann da automatisch dein Modell rein mit dem
[00:29:38] richtigen Namen, weil du dabei dieser Konfiguration auch immer genau auf den Modellnamen verweisen
[00:29:43] musst und, und, und. Das macht er auch automatisch, aber auch das Open Code runtergeladen und dann
[00:29:48] benutzt du das in der Kommandozeile genauso wie Cloud Code. Nicht so leistungsfähig,
[00:29:54] das muss man auch sagen, es funktioniert. Ich habe ein paar kleine Tools gebaut, aber natürlich
[00:29:59] ist Cloud Code deutlich leistungsfähiger und da habe ich tatsächlich auch beim Coding gemerkt,
[00:30:09] dass Kontextfenster dann auch noch mal ein Thema ist, weil du hast ja, stimmt, wir haben ja vorher
[00:30:14] in der Folge auch schon mal erklärt, glaube ich, dass diese, wenn du mit so einem Modell chattest,
[00:30:20] die einzige Chance, wie dieses Modell weiß, was du vor drei Fragen und vor sieben Fragen oder
[00:30:25] Antworten gemacht hast, ist, dass du immer den gesamten Kontext mitschickst. Das heißt,
[00:30:30] eigentlich kriegt er jedes Mal deine gesamte Unterhaltung mit. Und das geht auf das Kontextfenster.
[00:30:37] Das heißt, und das ist, gerade wenn du lokal bist, ist das auch ein Thema für den Arbeitsspeicher,
[00:30:42] für den Speicher, den du hast. Das heißt, wenn du ein Modell lädst, was deinen Speicher schon sehr
[00:30:46] voll macht, hast du sehr wenig Platz für Kontext. Das heißt, da kommst du schon an ein Limit,
[00:30:50] weil irgendwann wirklich dein Speicher einfach voll ist. Du hast die 64 GB, davon werden schon 40
[00:30:56] vom Modell belegt und dann hast du auch noch einen Rechner und ein Betriebssystem und so,
[00:31:00] die wollen auch irgendwie ein bisschen Speicher haben. Und da habe ich tatsächlich gemerkt,
[00:31:04] dass wirklich das Kontextfenster voll war, einfach mit Open Code, als ich da Dinge gemacht habe.
[00:31:10] Weil das schon sieht man, glaube ich, auch, wenn man über eine API oder Token-Abrechnung solche
[00:31:21] Modelle nutzt, nicht im 20-Dollar-Alles-ist-gut-Modus, sondern über Token abrechnet,
[00:31:28] dann ist so eine Coding-Session auch wirklich teuer. Da werden viele Token generiert. Wenn du
[00:31:33] die ganzen, wenn du den ganzen Code lesen musst, mitschicken musst, wieder was generierst und so,
[00:31:37] da gehen ganz schön viele Token durch. Und wenn du das alles, jedes Token, was generiert wird,
[00:31:42] wird halt auch wieder mitgeschickt. Das heißt, bei so einem Coding-Agenten, da muss ich noch
[00:31:45] mal ein bisschen tiefer rein. Die ersten Sachen haben gut funktioniert, aber ich glaube,
[00:31:49] da ist dieses Thema Speicher, Kontextfenster auch noch mal etwas, was man sehr gut im Blick haben
[00:31:56] muss und wie man dann das kompakten muss und solche Sachen. Aber es funktioniert. OMLX,
[00:32:01] Open Code runtergeladen. Ich kann jetzt coden, ohne mit dem Internet verbunden zu sein.
[00:32:06] Ich glaube, der Hinweis auf dieses Kontextfenster ist noch mal wichtig, weil Fable 5 und Closure 5,
[00:32:10] 6, wie sie alle heißen, die haben ja ein Kontextfenster von einer Million Tokens. Und
[00:32:15] das kriegt man in diesen lokalen Sprachmodellen einfach so nicht rein, so viel. Das ist, glaube
[00:32:19] ich, ein Hinweis. Und das begrenzt natürlich dann auch so ein bisschen die Limitierung. Oder ich
[00:32:22] muss dann öfter mal eine neue Session anfangen, fange dann wieder bei Null an. Ich glaube,
[00:32:25] das ist mal ein wichtiger Hinweis. Und da spielt Speicher natürlich auch noch mal
[00:32:28] eine entsprechende Rolle. Coding, hast du gesagt, kann man machen. Was sind denn noch so Anwendungsfälle,
[00:32:34] wo es sich lohnen würde, so ein lokales Modell zu nehmen und jetzt nicht auf irgendeine API von
[00:32:39] so einem chinesischen Anbieter zu gehen? Was in meinem Alltag irgendwie immer auftaucht,
[00:32:45] sind PDF-Dokumente, Word-Dokumente, die ich auswerten muss. Sei es Personalthemen,
[00:32:51] sei es Angebote, Projektskizzen oder sonstige Dokumente, Projektunterlagen. Irgendwie auch
[00:32:58] mal ein Papier von jemandem oder irgendein Strategiedokument oder Ähnliches, wo es darum
[00:33:04] geht, das mal zu analysieren. Oder sei es so einfache Dinge wie, wenn zwei ganz konkrete
[00:33:09] Sachen Angebotqualität sichern. So typische, gehen Angebote raus, die haben alle irgendwie
[00:33:14] eine bestimmte Form und dann irgendwie so Dinge, Copy-Paste-Fehler finden oder Dinge,
[00:33:19] auf die wir nicht sauber verweisen, auf die AGBs oder Ähnliches. Oder wir haben die Summe X im
[00:33:25] Anschreiben und im Angebot oder in der Leistungsbeschreibung steht dann Summe Y. Solche
[00:33:31] Dinge passieren im Alltag. Angebote, wo Kundeninformationen drinstehen, die können wir
[00:33:36] nicht irgendwo hochladen. Aber mein lokales Modell, dem kann ich das geben. Hier ist das
[00:33:41] Dokument, bewerte das mal. Das heißt, das kann ich so die ganzen formalen Sachen sehr gut machen.
[00:33:45] Das ist gar kein Problem für ein lokales Sprachmodell. Diese ganzen formalen Themen
[00:33:49] finden, das ist kein Problem. Dann geht es aber auch darum, was ist der Kern? Auch inhaltlich
[00:33:53] bewerten. Kriege ich auch gute Hinweise, wo das Modell nochmal darauf hinweist.
[00:33:59] Vor allem Vertraulichkeit. Das verlässt deinen Rechner nicht. Man kann halt nicht alles in die
[00:34:05] Cloud hochladen an vertraulichen Daten, gerade so Kundeninformationen oder Ähnliches. Das ist
[00:34:10] glaube ich auch nochmal ein ganz starker Anwendungsfall. Ich frage mich, wie Ärzte das
[00:34:14] vielleicht mal machen irgendwann, wenn die KI stärker einsetzen. Da geht es ja wirklich um
[00:34:17] sehr vertrauliche Daten. Da kann ich mir auch gut vorstellen, dass lokale Modelle da auch eine
[00:34:21] bestimmte Rolle spielen. Oder in Rechtsanwaltskanzleien, wo es um Streitpferde geht oder
[00:34:25] sowas. Es gibt Lösungen, auch in der Cloud eine gewisse Form von Vertraulichkeit sicherzustellen.
[00:34:31] Das große Stichwort ist ja Zero Data Retention. Aber es gibt auch Leute, die sind ein bisschen
[00:34:35] paranoid und sagen, das glaube ich nicht. Die wollen eine Lösung haben, die hundertprozentig
[00:34:39] sicher ist. Musst du dich dann auch darauf verlassen und im Zweifel musst du auch Mechanismen
[00:34:43] schaffen, das zu prüfen und all diese Sachen. Je nachdem, wo du bist und wie reguliert dein
[00:34:47] Umfeld ist, reicht es vielleicht auch nicht, die Unterschrift des Anbieters zu haben,
[00:34:52] sondern du hast dann den Auftrag, das wirklich sicherzustellen und zu prüfen. Und dann mach
[00:34:56] das mal bei einem großen Cloud-Anbieter, wo du im Zweifel ein sehr kleiner Kunde bist.
[00:35:00] Das ist dann im Zweifel auch nicht so ganz schwierig. Der ganze öffentliche Sektor, die
[00:35:06] haben halt Daten der Menschen, die hier leben, wo es Gesetze gibt, dass die auf gar keinen
[00:35:11] Fall in solchen Infrastrukturen landen. Da baust du lokale Modelle. Die laufen dann halt
[00:35:15] nicht lokal auf einem Notebook, sondern im eigenen Rechenzentrum. Aber das sind auch
[00:35:21] offene Modelle, die da betrieben werden und genutzt werden. Das heißt, wenn du Vertraulichkeit
[00:35:27] und Souveränität haben willst, dann ist das ein extrem wichtiger Punkt. Souveränität
[00:35:33] ist auch, wir haben es mit Fable 5 gesehen, Cloud Business Account war da, ich glaube,
[00:35:39] drei Tage. Dann kam da eine Mail, ist gerade leider nicht mehr verfügbar, weil bestimmte
[00:35:45] Regierungen das Thema mal auf die Liste gesetzt haben und das Unternehmen ist nicht
[00:35:50] ausländischen Nutzern zur Verfügung stellen durfte. Und das war einfach von heute auf
[00:35:56] morgen. Da gab es keine Vorwarnung. Wenn du dich jetzt darauf verlässt, jetzt war es
[00:36:00] nur ein Modell und das neueste Modell, aber kann natürlich auch sein, dass da ein ganzer
[00:36:05] Dienst abgeschaltet wird einfach mal. Das heißt, hat ja auch was mit Souveränität
[00:36:09] zu tun. Ich bin sicher, dass ich dann noch arbeiten kann und auch ich. Bei manchen Dingen
[00:36:14] verlasse ich mich schon darauf, dass meine KI-Infrastruktur verfügbar ist und time das
[00:36:18] auch entsprechend so. Und wenn die dann nicht verfügbar ist, dann kann ich die Dinge auch
[00:36:22] immer alle noch machen, aber die dauern dann halt dreimal, viermal so lange, wie ich eigentlich
[00:36:25] eingeplant hatte. Und jetzt gerade heute, das habe ich heute morgen gehört, jetzt hat
[00:36:32] auch China darüber nachgedacht. Die sind ja eigentlich gerade der Lieferant für die
[00:36:36] offenen Modelle. Auch interessante Entwicklung, sodass das Land was dafür sorgt, dass wir
[00:36:45] – die Frage ist, ob es souverän ist, aber dass wir erstmal offene, freie Modelle betreiben
[00:36:49] können, ist irgendwie China, die uns dabei helfen, Dinge datenschutzkonform umzusetzen.
[00:36:55] Aber auch da gab es heute die Meldung, dass die Regierung darüber nachdenkt, ob sie auch
[00:37:01] solche Dinge machen, bestimmte Modelle nicht außerhalb von China verfügbar zu machen.
[00:37:06] Dass dann auch abgestuft, wie leistungsfähig die Modelle sind, dass manche auch nur mit
[00:37:12] Freigabe dann offengelegt werden dürfen, manche aber auch gar nicht. Das heißt, diese
[00:37:17] Entwicklung gibt es. Das heißt, dieses Thema Souveränität, welche Modelle habe ich denn
[00:37:23] und wie kann ich die denn betreiben und wie sehr verlasse ich mich im Unternehmen darauf,
[00:37:29] ist ein ganz wichtiger Punkt. Weil davon auszugehen, dass einfach Open AI API oder Cloud API oder
[00:37:35] was auch immer einfach verfügbar ist, ist halt schwierig.
[00:37:40] Gut, dass wir in Europa so gut aufgestellt sind, was das Thema Souveränität von AI angeht.
[00:37:44] Aber es war für mich auch immer so ein Wake-up-Call, als Fabel 5 plötzlich weg war,
[00:37:49] dachte ich auch, krass, da hat man zum ersten Mal wirklich gemerkt, die haben ja gerade ein
[00:37:51] starkes Modell weggenommen und das ist dann wirklich ein Nachteil im Zweifel für Unternehmen,
[00:37:56] für Regionen, wenn wir da nichts Eigenes haben. Ist vielleicht mal ein anderes Thema für eine
[00:38:02] andere Folge, aber fand ich auch wirklich wild und das werden wir vielleicht immer häufiger sehen,
[00:38:06] gerade wenn die Modelle mächtiger werden. Ein Punkt noch vielleicht, der mal für lokale Modelle
[00:38:12] sprechen könnte, ist, dass Modelle ja immer auch ein Stück weit zensiert sind. Man baut ja
[00:38:16] sogenannte Guardrails ein, also Sicherheitsbeschränkungen, dass man nicht fragen kann,
[00:38:20] kannst mir mal erklären, wie ich Kokain herstelle. Das lehnen ja normale Modelle ab und es gibt aber
[00:38:25] auch im Web halt unzensierte Modelle, wo Leute sich die Mühe machen, genau diese Beschränkungen
[00:38:29] halt rauszurechnen und dann ist das Modell halt sehr freizügig in seinen Antworten.
[00:38:34] Muss natürlich auch ein bisschen aufpassen, weil damit holt man sich natürlich auch Risiken rein,
[00:38:38] gerade wenn ich so Modelle auch dann koppele mit Codingagenten oder ähnlichem. Aber auch das wäre
[00:38:45] theoretisch eine Möglichkeit. Ich denke da zum Beispiel so an Sicherheitsexperten, die vielleicht
[00:38:49] berufswegen Sicherheitslücken finden, prüfen wollen. Vielleicht ist das dann was für die,
[00:38:54] wo so ein Modell halt immer wirklich den Hacker raushängen lässt und dann auch einfach mal alle
[00:38:58] Fähigkeiten herauspackt, die man so braucht, wo jetzt auch ein Fabel 5 sagt, nee, sorry,
[00:39:01] darf ich nicht, dir dabei helfen. Ja, aber gibt’s, kann ich auch, reales Beispiel,
[00:39:08] was wir schon hatten, wenn du dich mit Extremismus beschäftigst, das heißt irgendwie in sozialen
[00:39:15] Medien irgendwie extreme Kommentare identifizieren und klassifizieren möchtest, wenn man sich irgendwie
[00:39:20] bestimmte YouTube-Channel oder ähnliches oder Telegram-Kanäle anguckt, wenn man da bestimmte,
[00:39:25] wenn man da in bestimmten Kanälen die Kommentare klassifizieren möchte, sind da Texte, die du auf
[00:39:33] gar keinen Fall Cloud oder OpenAI geben kannst. So, weil die einfach sagen, das geht durch unseren,
[00:39:39] das wird schon vor dem Modell geblockt. Das ist ein Content-Filter. Das sprengt sofort
[00:39:43] der Filter an. Diesen Content kann ich nicht, wird nicht verarbeitet. Und das ist Realität,
[00:39:48] das ist ja durchaus valider Wunsch irgendwie, Radikalität von Kommentaren in Social Media
[00:39:53] zu analysieren, so als Akteure oder auch für Forschungszwecke. Und das können die Modelle
[00:39:59] nicht, weil sie einen Content-Filter haben. Und wenn du das dann machen musst, bleibt dir gar
[00:40:03] nichts anderes übrig, als lokale Modelle zu haben, die diesen Content-Filter nicht haben. Das ist dann
[00:40:08] kein Modellthema eigentlich. Also Cloud und OpenAI und alle anderen Anbieter, die könnten das,
[00:40:13] aber die haben davor einen Content-Filter, wo sie solche Sachen einfach schon rausfiltern. Kein Hass,
[00:40:19] keine radikalen Radikalisierung, Herabwürdigung etc. da rein. Das heißt, das ist ein reales
[00:40:24] Problem für ganz viele Menschen, nicht nur in diesem IT-Security-Thema, sondern es gibt einfach
[00:40:28] Texte, die kriegst du nicht durch die Schnittstelle zu den großen Modellen, weil die das einfach
[00:40:32] rausfiltern. Spannend, ja. Auch ein guter Punkt. Ja, super. Also ich glaube, da haben wir das Thema
[00:40:39] glaube ich so ein bisschen beleuchtet jetzt, oder haben wir noch unrichtigen Aspekt? Das ist genau
[00:40:42] eine Empfehlung noch, weil wir haben ja eben, wir haben ein lokales Modell, das betreiben wir so,
[00:40:47] und das drumherum. Wie machen wir jetzt daraus einen nützlichen Agenten? Machen wir mit OpenCode,
[00:40:52] dann ist es der Coding-Agent. Und wenn ihr das als einen normalen Chatbot nutzen wollt,
[00:40:57] quasi als ein Chatbot, wo man Dokumente reinschmeißen kann, PDF, mal ein Bild und
[00:41:03] all diese Sachen, dann würde ich OpenWebUI empfehlen. Ist eine Web-Anwendung, die dir quasi
[00:41:11] so ein Chatbot baut. Die hat ganz viele, die hat die Möglichkeit, Skills zu integrieren,
[00:41:15] die hat die ganzen Tools integriert und, und, und. Das heißt, das ist quasi auch eine Umgebung,
[00:41:20] wo du mit so einem Modell dann dein eigenes Chat-GPT, dein eigenes Cloud-AI machen kannst.
[00:41:25] Die haben auch eine Desktop-App, die habe ich gerade erst entdeckt. Ich habe mir vorher selbst,
[00:41:30] das ist eine Web-Anwendung eigentlich, die du so betreibst auf einem Server. Haben aber auch eine
[00:41:36] Desktop-App da quasi gemacht, die auch direkt schon fragt, ob du ein lokales Modell hast,
[00:41:41] oder die auch sogar selber das betreiben kann. Ich glaube, mit lama.cpp oder so heißt das,
[00:41:47] glaube ich. Das heißt, wenn ihr dann den lokalen Chat-Agenten wollt, OpenWebUI, die Desktop-App,
[00:41:53] das ist, glaube ich, der Weg, das zu machen. Das heißt, OMLX für das lokale Modell,
[00:41:59] dann OpenCode, um zu coden oder OpenWebUI, um dann einen Chat-Agenten zu haben, der auch
[00:42:07] Dokumente verarbeiten kann und Skills managen kann und all diese Dinge. Das heißt, das ist so
[00:42:12] die Welt, wie man das alles lokal hat. Das sind zumindest die Tools, die ich ausprobiert habe und
[00:42:18] die für mich gut funktioniert haben. Wenn unsere Zuhörerinnen und Zuhörer irgendwie bessere Tools
[00:42:23] haben oder andere Tools, auch gerne einfach mal in die Kommentare oder in die Mail an uns schreiben,
[00:42:28] gucken wir uns auch immer gerne an. Ja, super. Ja, guter Hinweis. OpenWebUI habe ich auch schon
[00:42:34] mal installiert, als es damals noch nicht jeder ein GTPC-Zugang hatte, haben wir das auch mal hier
[00:42:37] in der Firma installiert. Echt ein sehr mächtiges Tool mit wirklich vielen Einstellmöglichkeiten,
[00:42:40] kann ich auch empfehlen. Cool, ja, vielleicht ziehen wir mal ein Fazit. Also, die Dinger sind
[00:42:45] kostenlos verfügbar, die Modelle. Man kann es mit handelsüblicher Hardware betreiben,
[00:42:50] man braucht jetzt keinen extra Server dafür. Mac mit ordentlich Speicher und da gehen sogar schon
[00:42:55] auch 16 GB, habe ich hier und da auch schon mal gelesen. 24 ist natürlich besser, 32 ist schon
[00:43:00] solide. Ich glaube, damit kriegt man schon ein sehr gutes Modell dann hin. Je mehr ist immer
[00:43:04] besser, aber muss auch gar nicht sein. Und dann komme ich schon ans Laufen. Und wie gesagt,
[00:43:08] Softwareseite ist auch gelöst, ist auch kein totaler Nerdkram. Muss man jetzt nicht tief
[00:43:12] irgendwie in die Tiefen der Kommandozeile absteigen, um da irgendwas ans Laufen zu kriegen,
[00:43:16] was dauernd wieder kaputt geht. Also sehr nutzerfreundlich gemacht und dann habe ich
[00:43:19] halt ein Modell am Laufen. Und ein paar Anwendungsfälle haben wir besprochen. Man muss,
[00:43:22] glaube ich, aber auch der Wahrheit dazu sagen, weil wir haben es am Anfang schon gesagt,
[00:43:25] das sind jetzt keine Modelle, die jetzt auf dem Niveau sind der aktuellen, wie man so schön heißt,
[00:43:29] Front-Share-Modelle, wie ein Chatspiel 5.5, 5.6 kommt jetzt bald raus, Fable 5 ist gerade da. Das
[00:43:36] ist natürlich noch mal ein anderes Niveau. Das hast du jetzt auch mehrfach gesagt. Aber trotzdem
[00:43:39] sind die mittlerweile so gut, das ist je nach Aufgabe und davon hängt es, glaube ich, ab,
[00:43:42] was will ich damit machen. Durchaus eine Option sein kann, gerade wenn, sage ich mal,
[00:43:47] Qualität nicht die allerhöchste sein muss. Ich jetzt nicht den nächsten Nobelpreis gewinnen
[00:43:53] möchte und vielleicht auch Geschwindigkeit jetzt nicht die riesige Rolle spielt und vielleicht
[00:43:56] auch mal Zeit habe, dass ein Job vielleicht auch mal über Nacht laufen kann. Aber man kriegt auch
[00:43:59] da, ich glaube, so 15 bis 90 Token pro Sekunde. Das muss man erst mal mitlesen können. Je nach
[00:44:06] Leistung, je nach Hardware ist das schon, also es ist auch nicht super langsam, wollte ich, glaube
[00:44:10] ich, den falschen Eindruck erwecken. Aber ich glaube so, wenn man die Trade-Offs kennt,
[00:44:13] ist das, glaube ich, echt eine super, kann das eine Option sein. Auf jeden Fall. Und so normale
[00:44:17] Chats funktionieren auch total flüssig. Das ist jetzt nicht so, dass du denkst, du bist in einer
[00:44:21] ganz anderen Welt gelandet, sondern dann das Modell mal lädst und dann ins Chatfenster mal so im
[00:44:26] mal anfängst, einfach dich zu unterhalten. Das ist total flüssig. So, das ist nicht, das ist nicht
[00:44:32] anders. Ja, das stimmt. Man muss trotzdem Kosten-Nutzen-Abwägung machen. Also klar, wenn ich jetzt so ein Mac M5 kaufe in der
[00:44:38] Top-Konfiguration, dann lege ich da auch 6.000 bis 7.000 Euro hin. Die kann ich natürlich im Zweifel
[00:44:43] auch in eine API stecken. Und wenn ich da jetzt auch so ein Modell wie GLM 5.2 nutze, was ja auch
[00:44:49] nicht teuer ist und trotzdem sehr, sehr leistungsfähig, das kann ich ja lokal nicht laufen lassen, da kann
[00:44:54] ich viele Tokens für generieren. Also wenn ich nicht das Problem habe, Privacy oder ähnliches, wenn es
[00:44:59] wirklich nur ein Kostenthema ist, muss man es schon abwägen. Wenn ich natürlich eh ein Mac rumstehen
[00:45:03] habe und jetzt nichts extra anschaffen muss, ja gut, dann habe ich eigentlich keine zusätzlichen Kosten
[00:45:07] außer Strom. Aber das kann man natürlich immer abwägen. Also das sollte man natürlich auch immer abwägen.
[00:45:10] Es gibt auch starke Modelle, die günstig sind. Das kann man auch sagen. Genau. Aber das hatten wir ja
[00:45:15] auch schon immer. Stell ich mir einen eigenen Server in den Keller oder buche ich mir was bei Amazon
[00:45:21] in der AWS Cloud oder so. Die Abwägung hattest du da auch immer. Das geht alles lokal. Du musst halt
[00:45:27] wissen, warum. Genau. Ich war auch schon kurz davor, weil ich auch mal Lust hatte, damit rumzufliegen,
[00:45:31] mir so ein Mac mit ordentlich Rahmen hinzuschauen. Da habe ich auch gedacht, das macht eigentlich keinen Sinn.
[00:45:34] Es ist noch nicht. Doch, das macht Sinn. Das macht auf jeden Fall immer Sinn. Das stimmt. Also irgendwann
[00:45:41] sicherlich auch noch mal. Genau. Ja, super. Ich glaube, dann haben wir es, glaube ich, soweit. Oder?
[00:45:46] Ich glaube, es gibt einen guten Überblick. Wir stecken die Links zu den Tools in die
[00:45:52] Shownotes. Wer mal anfangen will, wirklich, eine Viertelstunde ist man da und kann anfangen,
[00:45:57] rumzuspielen, ohne dass man irgendwie ein Abo abschließen muss und dann im Zweifel auch,
[00:46:01] wie du ja auch schon berichtet hast, plötzlich bei ein paar hundert Dollarn API-Kosten ist. Ich
[00:46:06] glaube, vor allem dieses API-Thema ist vielleicht sogar deutlich interessanter. Wenn man Anwendungen
[00:46:10] mit API-Zugang testen will und damit Sachen machen will, ist das, glaube ich, ein Thema,
[00:46:16] wo man sehr schnell da ist. Runterladen, loslegen, API ist da und man kann Dinge tun, ohne Angst zu
[00:46:21] haben, dass man dann irgendwie bei 500 Dollar am übernächsten Tag landet, wie es dem einen oder
[00:46:27] anderen schon mal passiert ist, habe ich gehört. Soll schon passiert sein. Das stimmt. Ja, Kai,
[00:46:33] super. Dann vielen, vielen Dank, dass du uns da den Einblick gegeben hast in die Welt der lokalen
[00:46:37] Sprachmodelle. Und wie du sagst, schreibt uns mal in die Kommentare oder schreibt uns mal persönlich.
[00:46:41] Bin gespannt, ob ihr da eure Erfahrungen schon mitgemacht habt. Und vor allem, glaube ich,
[00:46:46] in der Zukunft weiter beobachten, weil die werden nicht schlechter, diese Modelle. Im Gegenteil,
[00:46:50] die werden immer, immer besser. Ich glaube, der Kreis der Anwendungen wird immer größer und
[00:46:55] wer weiß, ob man nicht irgendwann dann den Switch macht, letztlich weg von Data-Centern hin zu was
[00:47:01] lokal. Mal abwarten. Ich werde es auf jeden Fall sehr eng im Auge behalten. Ich auf jeden Fall auch.
[00:47:06] Alles klar. Kai, vielen, vielen Dank. Mach’s gut. Ciao. Mach’s gut. Ciao, ciao, ciao.