03
Folge 3

003 CLAUDE ALS FITNESS-COACH

Wie Trutz Fries Claude AI über das Model Context Protocol (MCP) zum persönlichen Fitness-Coach für sein Rennrad-Training macht.

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Claude als Fitness-Coach mit MCP

Wie ein Sprachmodell mit Trainingsdaten, Apple Health und Intervals ICU bessere Fragen stellt und konkrete Fitness-Insights liefert.

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SHOW NOTES

In dieser Folge von Kontext.FM zeigt Trutz, wie er seine Fitness- und Trainingsdaten aus verschiedenen Quellen zusammenführt und mithilfe von Claude AI analysiert. Er nutzt das Model Context Protocol (MCP), um eine direkte Verbindung zwischen dem Sprachmodell und der Plattform Intervals.icu herzustellen. Das Ergebnis ist ein KI-gestützter Fitness-Coach, der nicht nur Trainingspläne erstellt, sondern auch tiefgreifende Einblicke in die aerobe Ausdauer und den Erholungsstatus gibt.

Die Themen dieser Episode:

  • Datensynchronisation von Apple Health, Pulsgurten und Wattmessern über Intervals.icu.
  • Die Funktionsweise des Model Context Protocol (MCP) als standardisierter „USB-Anschluss“ für KI-Modelle.
  • Praktische Anwendung: Wie Claude Trainingsfehler erkennt und die Ernährung optimiert.
  • Lokale Installation von MCP-Servern vs. Cloud-Lösungen wie bei Strava.
  • Risiken und Potenziale beim schreibenden Zugriff von KI-Agenten auf persönliche Daten.
  • Warum ein KI-Coach die psychologische Komponente eines Personal Trainers ersetzen kann.

Erwähnte Tools und Links:

  • Intervals.icu: Plattform für die Analyse von Radsport- und Laufdaten.
  • Claude Desktop App: Lokale Anwendung zur Nutzung von MCP-Servern.
  • Model Context Protocol (MCP): Der offene Standard von Anthropic zur Anbindung von Datenquellen.
  • Strava: Soziales Netzwerk für Sportler mit eigenem MCP-Server für Premium-Mitglieder.
  • RunGap: App zum Datentransfer zwischen verschiedenen Fitness-Ökosystemen.

TRANSKRIPT

[00:00:00] Moin Kai. Moin Trutz. Kai, ich habe jetzt einen Fitness-Coach. Das ist gut. Ich bräuchte, glaube ich, auch mal einen Fitness-Coach. Ich habe leider keinen.

[00:00:07] Ja, ich glaube, du könntest aber jederzeit einen haben, denn ich habe jetzt Cloud AI angeschlossen an meine Fitness-Daten und seitdem bekomme ich relativ gute Tipps von dem.

[00:00:17] Ich fahre ja schon so ein bisschen länger Rennrad in der Freizeit und da hat man ja dann alles mögliche. Man hat einen Pulsgurt, man hat irgendwie einen Powermeter im Rennrad,

[00:00:27] man hat natürlich die Daten aus dem Radcomputer und die lade ich jetzt regelmäßig zu einer App hoch, die heißt Intervals ICU und die sammelt wirklich alles.

[00:00:37] Und da kann man zum Beispiel auch die Apple Health Daten von der Apple Watch mit reinladen. Also dann sieht man auch, wie lange habe ich geschlafen und wie ist denn so meine Herzfrequenz-Variabilität und das Ding habe ich jetzt an Cloud angeschlossen.

[00:00:50] Krass. Also erst mal Glückwunsch zum Mit-Live-Rennrad-Sport. Das gehört sich, glaube ich, unserem Alter so. Kann bei mir auch nicht mehr lange dauern.

[00:01:01] Und dann natürlich technikaffin heißt mit voller Ausstattung alles monitoren und dann noch auswerten. Cool.

[00:01:09] Ein Fass ohne Boden, kann ich dir sagen. Also irgendwie kann man Geld reinschmeißen ohne Ende, aber ich hoffe, ich bin jetzt langsam am Ende angekommen.

[00:01:15] Das ist, glaube ich, die Idee da, so viel Geld, wie man hat, dann reinzuschmeißen. Aber cool. Ich wusste gar nicht, dass man auch die Apple Health Daten da reinschmeißen kann.

[00:01:25] Genau. Also das ist wieder so ein eigenes Thema für sich, wie man diese ganzen Daten von links nach rechts synchronisiert, weil viele synchronisieren ja erst mal zu Strava.

[00:01:32] Das ist also die Goto-App, aber Strava hat in seinen API-Bedingungen wieder drinstehen, dass sie die Daten nicht weitergeben.

[00:01:39] Also da kommt dann halt nur die Hälfte plötzlich dann wiederum bei Intervalls-ICU an. Aber du willst ja tatsächlich so ein Gesamtbild haben.

[00:01:44] Also einmal die Workout-Daten vom Rennradfahren, aber vielleicht halt auch die Daten, die du so tagsüber sammelst.

[00:01:50] Schritte, wie ich schon sagte, Puls, Schlaf etc. Und das ist echt, das habe ich jetzt irgendwie hinbekommen, das alles irgendwie in Intervalls-ICU hochzuladen.

[00:02:00] Dafür brauchst du dann aber auch wieder auf dem iPhone irgendwie so eine Companion-App von Intervalls, die dann die Apple Health Daten abgreift.

[00:02:06] Also dass das alles so sauber synchronisiert und Rennrad, aber auch Laufdaten, das war ein Thema für sich.

[00:02:12] Da soll es heute aber gar nicht so drum gehen. Aber was echt spannend ist, wenn man dann mal so ein Sprachmodell Zugriff auf diese Daten gibt, kriegt man echt super Tipps.

[00:02:21] Also der hat mir dann meine letzten Ausfahrten analysiert, guckt sich da den Herzfrequenzverlauf über die Zeit an und sieht, okay, deine aerobe Durabilität ist noch nicht so da, wo sie sein soll.

[00:02:32] Sprich, in der zweiten Hälfte deiner Ausfahrt ist dein Puls bei gleicher Leistung höher. Also das sind Sachen, die hätte ich vorher nie gesehen in den Daten.

[00:02:40] Aber die liegen halt so granular vor. Und dann fragt er dich dann auch, wie warm war es denn? Wie viel hast du getrunken jetzt? Wie viel Kohlenhydrate hast du zugenommen?

[00:02:48] Und dann sagt er dir auch, ey, trotzdem musst du mehr essen während der Fahrt, das geht so nicht.

[00:02:51] Also du kriegst da richtig Feedback. Und er schreibt dir auch einen Trainingsplan, wenn du möchtest.

[00:02:58] Dann kann er auch ein Intervalls-ICU, kann er auch Trainingspläne anlegen. Und dann sagt er dir, okay, wie oft kannst du so fahren? Dann sag ich, dreimal die Woche.

[00:03:04] Und dann baut er dir halt ein, so Montag, was machst du das? Mittwoch, was machst du das? Und Samstag, was machst du irgendwie das?

[00:03:09] Und übrigens, du solltest auch ein bisschen Krafttraining machen und vielleicht auch ein bisschen Mobilität. Soll ich dir einen Trainingsplan bauen?

[00:03:14] Und dann zack, zack, zack, hatte ich da so einen ganzen richtigen Fitnesscoach an der Seite von Workoutplanung bis hin zur Ernährung, bis hin zur Workoutanalyse.

[00:03:24] Und ich muss sagen, das ist schon eindrucksvoll. Das macht auch was mit einem. Also ich habe dann wirklich das Gefühl gehabt, jetzt guckt da jemand hin und ich muss das jetzt auch machen.

[00:03:32] Oder vielmehr halt, und dann habe ich wirklich auch tatsächlich nach jeder Ausfahrt ihm dann auch gesagt, guck mal, ich will mal wieder Rad fahren, guck dir mal die Daten an.

[00:03:37] Das ist, glaube ich, auch ein Geheimnis der ganzen Personal Trainer. Nicht, dass die zwingend dafür sorgen, dass du alles immer besser machst, aber die zwingen dich halt dazu, das überhaupt zu machen.

[00:03:48] Das heißt, den Effekt hast du auch mit der KI, dass da jemand drauf guckt und dir Feedback gibt.

[00:03:54] Aber lass noch mal einen ganz kleinen Schritt zurück, weil ich habe kein Rennrad, ich bin eher auf dem Mountainbike unterwegs und lass mich gerne mit dem Lift den Berg hochziehen und fahr dann wieder runter.

[00:04:06] Was für Daten hast du denn jetzt alles? Weil du hast eben gesagt, Leistungsdaten. Das heißt, okay, Apple Watch verstehe ich, irgendwie Pulsdaten. Das heißt, während du trainierst, zeichnest du dann mit der Apple Watch auf?

[00:04:21] Hast du einen Brustgurt? Was ist an deinem Fahrrad? Also was für Daten gehen da überhaupt alles rein? Was haben wir denn zur Verfügung?

[00:04:27] Ja, sehr gute Frage. Wenn ich nicht Rennrad fahre, dann habe ich eine Apple Watch und die sammelt eigentlich den ganzen Tag die klassischen Daten, wie eben besprochen.

[00:04:35] Ruhepuls, Schlafdauer, diese Herzfrequenzvariabilität, also wie viel Zeit verläuft zwischen deinen Herzschlägen. Und ich glaube, je variabler das ist, umso fitter bist du, so habe ich es zumindest verstanden.

[00:04:46] Während des Workouts nutze ich dann nicht die Apple Watch, sondern da habe ich tatsächlich so einen Pulsgurt von Polar um. Der wiederum ist dann gekoppelt mit dem Radcomputer.

[00:04:55] Da nutze ich so einen Hammerhead Karoo 3. Das heißt, da sehe ich dann auch meine echten Pulsdaten. Und der Pulsgurt hat halt den Vorteil, also ich glaube, Pulsgurte sind im Vergleich zu so Sport- oder Fitnesswatches sehr genau.

[00:05:06] Das ist glaube ich das Best in Class für die Pulsmessung an der Stelle. Genau, der funkt dann mit dem Fahrradcomputer. Der Fahrradcomputer ist wiederum auch gekoppelt mit meinem Wattmeter.

[00:05:16] Das befindet sich im Fahrrad, so dass ich jederzeit sehen kann, wie viel Watt trete ich denn gerade. Denn die Geschwindigkeit, die natürlich auch gemessen wird, ist jetzt kein guter Indikator, denn macht ja einen Unterschied, ob ich jetzt 20 kmh bergauf fahre oder 20 kmh bergab.

[00:05:30] Das ist natürlich von der Leistung, die man da reintritt, ein Riesenunterschied. Oder auch wenn du Gegenwind hast oder Rückenwind. Einmal fährst du 25 kmh, beim anderen fährst du halt 35 kmh. Locker bei gleicher Leistung eigentlich.

[00:05:42] Insofern ist diese Wattzahl tatsächlich sehr entscheidend für so eine vernünftige Fitnessauswertung. Aber das ist eigentlich so das, was mir technisch zur Verfügung steht.

[00:05:51] Und die Wattzahl kriegst du über den ganzen Trainingsverlauf, also über deine ganze Fahrt. Das heißt, der kriegt den Sekundentakt oder sowas, misst der am Pedal oder am Hebel, wie viel Watt du da reintrittst?

[00:06:04] Genau. In der Tretkurbel ist irgendwas eingebaut, was messen kann, wie schwer ich da gerade reintrete und in welche Granularität das jetzt übertragen wird, weiß ich gar nicht. Aber es reagiert sofort. Also es ist keine sichtbare Verzögerung, zumindest im Radcomputer.

[00:06:19] Benutzt du das, wenn du unterwegs bist? Also die Anzeige, steuerst du das irgendwie danach? Also wenn ich Fahrrad fahre, dann habe ich vielleicht noch ein Tacho und denke mir, die 20 muss da vielleicht stehen. Wenn ich mit dem Mountainbike unterwegs bin, viel schneller wird das dann nicht. Aber das heißt, richtest du dich nach Wattzahl dann auch, wenn du trainieren willst wirklich? Oder ist es eher so Monitoring? Oder ist es wirklich was, was du live dann mit beobachtest?

[00:06:47] Das hängt natürlich so ein bisschen von dem eigenen Ziel ab. Aber eigentlich, wenn man jetzt wirklich trainieren möchte und zum Beispiel seine Ausdauer verbessern möchte, dann sollte man ja eigentlich immer in dieser sogenannten Zone 2 trainieren. Und die kann man entweder so von seinem Puls ein bisschen abhängig machen oder von der Wattzahl, die man tritt.

[00:07:06] Also Kloth hat mir dann auch direkt geraten, wir müssen ein bisschen an deiner Ausdauer arbeiten, deswegen machst du jetzt irgendwie längere Ausfahrten. Aber bitte, bitte, bitte fahr nie mehr als 175 Watt. Also bleib streng drunter. Einfach, damit man nicht in diesen anaeroben Bereich kommt, weil dann ist irgendwie alles anders. Genau, weiß ich es ja auch nicht so. Und dann macht natürlich ein Wattmeter Sinn, dass man darauf guckt und dann auch, wenn du Gegenwind hast, dann musst du halt langsamer fahren, weil sonst trittst du zu viel rein.

[00:07:33] Die Praxis ist natürlich immer ein bisschen anders. Wenn man plötzlich mal Bock hat, irgendwie einen Berg hoch zu sprinten oder, keine Ahnung, jetzt mal schnell fahren will, dann weiß ich nicht. Aber ich habe mich mehrfach daran gehalten. Also das ist genau dieser Effekt, den du beschrieben hast. Sobald da plötzlich jemand hinguckt und du weißt, beim nächsten Mal fragt er dich, wie war das denn? Wir hatten ja hier die Aufgabe, geh nicht drüber. Das macht schon was mit einem.

[00:07:56] Also dann habe ich auch mehrfach tatsächlich dann auch, und das entspannt das Ganze auch sehr, weil dann weiß ich, muss ich jetzt auch nicht rasen irgendwie oder habe kein schlechtes Gefühl, wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit mal nicht so hoch ist, weil ich habe ja mein Ziel erreicht. Insofern, das ist schon witzig, aber das braucht man auch dann tatsächlich.

[00:08:11] Okay. Ich glaube, was total spannend ist gleich, ist auch, wie kommen wir an die Daten? Wie hast du jetzt Claude irgendwie mit deinen ganzen Gesundheitsdaten verbunden? Was mich vorher noch interessiert ist, wie hast du das denn jetzt aufgesetzt? Also gibt es irgendwie einen Chat mit Claude, in dem du das immer weiter treibst?

[00:08:34] Oder hast du was Besonderes aufgesetzt in einem besonderen Rahmen oder ist das einfach ein Chat, wo du regelmäßig Daten abholst und dann irgendwie weiter mit Claude diskutierst, wie denn deine Fahrten waren etc.? Wie ist das tägliche Arbeiten damit, bevor wir dann in die technischen Details gehen, wie du überhaupt an die Daten kommst oder wie Claude an die Daten kommt? Das ist ja das Wichtige.

[00:08:56] Gute Frage, genau. Also ich nutze dafür verschiedene Wege. Das heißt nicht, dass das der einzige Weg ist, aber ich nutze jetzt die lokale Claude-App tatsächlich, also jetzt nicht über den Browser, sondern die App. Das liegt aber auch an dem technischen Hintergrund, da kommen wir gleich nochmal zu. Und da habe ich tatsächlich erstmal nur einen Chat und den führe ich immer fort. Und irgendwie ist es ja mittlerweile so, dass diese Zusammenfassung ja gar nicht mehr nötig ist. Also ich glaube, Claude managt im Hintergrund irgendwie das Kontextfenster und komprimiert, glaube ich, im Hintergrund.

[00:09:25] Also ich bin fröhlich immer wieder am weiter chatten und habe da diese eine Session, die habe ich mir irgendwie als Favorit markiert, damit ich da irgendwie die nicht verliere im Zeitverlauf. Und das ist es eigentlich. Also nicht mit dem Browser, sondern tatsächlich mit der lokalen App und dann über Claude.

[00:09:39] Ja, ich glaube, der kompaktet einfach die Historie irgendwann. Mal besser, mal schlechter. Aber in deinem Fall anscheinend ganz gut. Und ist ja auch immer das gleiche Thema. Das ist, glaube ich, wichtig, dass man im Kontext bleibt.

[00:09:53] Okay, gut. Das heißt, du hast jetzt Claude. Und na gut, der einzige Nachteil ist, er kommt nicht von alleine und meldet sich bei dir trotz. Wie wäre es nochmal mit trainieren? Das heißt, du musst ihn explizit fragen, wie es denn war. Ist vielleicht auch nochmal ein Weg. Ich glaube, man kann bei Claude ja auch so Schedules oder sowas machen, dass Dinge von alleine regelmäßig wieder aufpoppen. Ich habe das aber auch noch nicht probiert, wollte ich mir eigentlich mal angucken. Hast du aber anscheinend auch noch nicht benutzt, oder? Sonst wäre ja eigentlich so.

[00:10:21] Es gibt ja dieses Claude-Cowork oder sowas. Müssen wir uns auch mal angucken. Wahrscheinlich mal im Detail, was dann passiert. Aber in der Tat, das ist tatsächlich nur so eine reine Chat-Interaktion.

[00:10:29] Okay, gut. Dann lass doch mal einsteigen. Wie hast du das denn gebaut? Also wie kommt denn Claude an die Gesundheitsdaten von trotz? Und die Trainingsdaten vor allem?

[00:10:39] Ja, genau. Wenn man immer weiß, wie es geht, ist es gar nicht so schwer. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin. Aber ich habe plötzlich gesehen, dass irgendjemand einen MCP-Server gebaut hat, speziell für Intervals-ICU.

[00:10:57] Und den habe ich dann lokal auf meinem Mac installiert. Man kann dann in Intervals-ICU so einen Token generieren. Den muss man dann halt hinterlegen. Das ist wie so eine Art API-Key oder so ein Schlüssel oder so ein Passwort. Man baut dann noch seine Trainings- oder Athleten-ID und mit den beiden Sachen also praktisch die Username und Passwort. So kann man sich das vorstellen. Kann man dann über den MCP-Server sich an Intervals-ICU anducken und Claude bekommt damit praktisch Zugauf.

[00:11:24] Das heißt, Intervals-ICU hat generell schon eine API? Das heißt, ich könnte eigentlich auch die normale API anstoßen von einem Tool, was ich selber benutzen will? Ist das vermutlich, oder? Wenn der MCP-Server darauf zugreift, gibt es wahrscheinlich eine definierte API dahinter. Aber hast du jetzt auch nicht genau drauf geguckt, wie die aussieht?

[00:11:46] Ne, habe ich ehrlicherweise nicht. Aber sowas Ähnliches haben wir selber schon mal gebaut, wo wir wissen, da gibt es eine API und haben das dann irgendwie gekapselt und dann halt dem AI-Agenten als Wrapper zur Verfügung gestellt. Aber so muss es eigentlich laufen, genau.

[00:11:59] Aber das zeigt, glaube ich, auch, warum MCP-Server, also Model-Context-Protocol ist irgendwie einer der zwei großen Dinge, wie man Daten an so einen KI-Agenten geben kann. Das andere ist, glaube ich, Agent-to-Agent-Protocol. Ich weiß gar nicht, ob es da noch mehr Player gibt, aber MCP ist, glaube ich, sehr der populäre Weg.

[00:12:23] Und das Spannende daran ist ja, dass du gar nicht mehr wissen musst, wie die API da aussieht. Jemand hat für das, wo du drauf zugreifen willst, einen MCP-Server gebaut und den nutzt du einfach. Und dann wird der schon dafür sorgen, dass die Daten da irgendwie rauskommen. Das ist, glaube ich, der Teil, der das interessant macht.

[00:12:43] Weil du musst dich nicht damit beschäftigen, wie denn jetzt Intervals-ICU-Daten irgendwie bereitstellen und was genau die Idee ist, sondern jemand hat mal einen MCP-Server dafür gebaut und dann kannst du den einfach nutzen.

[00:12:55] Genau, das ist der große Vorteil. Man kann sich das, glaube ich, so ein bisschen vorstellen wie so einen USB-Anschluss. Der ist ja auch standardisiert und man weiß, wenn da so ein USB-Anschluss dran ist, dann kann ich da irgendwas reinstecken und es ist immer der gleiche Stecker und es funktioniert sofort. Und man braucht halt diese App oder wer auch immer, das dann die Daten bereitstellt, nur einmal diesen USB-Anschluss irgendwie integrieren und jeder, der auch USB kann, kann sich dann da reindocken und dann standardisiert kommunizieren.

[00:13:19] Und das ist, glaube ich, genau das, was du sagst. Normalerweise hat ja jedes Tool sonst einfach eine klassische API, eine Schnittstelle und dann muss ich die halt anprogrammieren. Und jeder, der da kommt, muss dann das Gleiche machen. Das heißt, wenn es irgendwie zehn Tools gibt und zehn Leute, die das nutzen wollen, gibt es hundert verschiedene Anbindungen, die man dann bauen muss, weil jeder fängt immer von vorne an.

[00:13:41] Und ich glaube, genau das löst dieser MCP-Server. Der stellt einmal so einen Standard bereit, den alle Sprachmodelle verstehen und dann kann sich sofort, wenn die sehen, ach, da gibt es einen MCP-Server, dann wissen die sofort, da kann ich mich reindocken und sofort versteht das Sprachmodell, welche Fähigkeiten es jetzt dazu gewonnen hat. Und man muss genau nicht diese ganze technische Anbindung machen.

[00:13:58] Exakt.

[00:14:29] Oft ja auch eigentlich die Anbieter der Plattform. Das heißt, könnt ihr auch Intervalls-ICU, einfach einen eigenen MCP-Server bereitstellen und sagen, das sind irgendwie die Tools, die Aktionen, die wir bereitstellen. Damit könnt ihr auf unsere Schnittstelle zugreifen und dann kann so ein KI-Agent ja selber herausfinden, wie es damit arbeitet. Das ist ja so, wie Cloud Skills zum Beispiel auch funktionieren.

[00:14:52] Das heißt, du beschreibst so ein Skill, da steht hier, wenn du eine Aufgabe XY hast, dann hilft dir dieser Skill dabei, das zu machen. Und der beschreibt dann eigentlich, in so einem Cloud-Skill kannst du ja auch noch Daten irgendwie als Markdown-File oder sowas mit reingeben. Und das ist das, was eigentlich alles in so einem MCP-Server steckt, oder?

[00:15:10] Genau. So stelle ich es mir zumindest auch vor. Also als würde man jemandem so eine neue Werkzeugkiste in die Hand drücken. Da sind irgendwie fünf Werkzeuge drin und für jedes Werkzeug gibt es noch eine Kurzbeschreibung, was er damit anfangen kann und welche Daten er damit bekommt. Und diese Werkzeuge stellen dann wiederum diese Daten bereit. Aber Cloud muss gar nicht verstehen, wie das unter der Haube funktioniert. Das löst dann halt dieser MCP-Server. Er weiß nur, ach cool, jetzt kann ich mir von Intervalls-ICU die Aktivitäten der letzten x Tage holen. Und dann ruft er das Tool aus und bekommt dann auf wundersame Weise dann die Daten.

[00:15:39] In einem strukturierten Format geliefert. Wahrscheinlich JSON. Und damit erweitert man praktisch die Fähigkeiten von so einem Sprachmodell, was ja sonst eigentlich in so einer geschlossenen Kiste sitzt. Und nur weil du diese Tools von denen sprichst, kann es ja mit der Außenwelt irgendwie interagieren. Kann eine Websuche machen, kann Webseiten aufrufen, kann Dateien lesen. Das sind ja auch alles solche Tools, die es nutzen kann.

[00:16:03] Aber so ein ganz nacktes Sprachmodell kann ja nichts. Kann ja nur reden. Hat ja nur seine Trainingsdaten. Und damit gibt man ihm praktisch Zugriff auf die Außenwelt, wenn man so will. Und das kann ganz unterschiedlich sein. Und genau wie du sagst, Intervalls-ICU, da gibt es jetzt Community-Projekte, was diese MCP-Server angeht. Aber Strava selber, das große soziale Netzwerk bei Sportlern, hat jetzt auch einen MCP-Server rausgebracht vor kurzem für ihre Premium-Mitglieder.

[00:16:29] Den haben sie selber rausgebracht? Premium-Mitglied? Das ist nochmal hinter der letzten Bezahlung.

[00:16:36] 75 Euro im Jahr zahlen, dann bist du Premium-Mitglied. Und den Server wiederum, den hosten die selber. Und das ist nochmal der Unterschied. Also jetzt gerade läuft Klod bei mir lokal und der MCP-Server läuft bei mir lokal. Tatsächlich wie so eine Art Programm, das dann aufgerufen wird.

[00:16:52] Und der Unterschied zu Strava ist dann, die hosten den Server. Das heißt, da kann man dann auch mit jedem Sprachmodell von außen ran. Ich muss mich dann jetzt gar nicht darum kümmern, wo ist dieser Server. Der hat eigentlich nur eine URL und dann braucht man wahrscheinlich auch irgendeine Art von Authentifizierung. Und dann kann auch jedes andere Sprachmodell mit denen sprechen.

[00:17:10] Erzähl doch nochmal, wie du damit gestartet bist. Also Klod, täglicher Begleiter. Und dann hast du gesehen, dass Intervals ICU einen MCP-Server anbietet. Den hast du bei dir aufgesetzt. Ist das ein Tool, was lokal startet? Oder ist das ein Docker-Container?

[00:17:30] Gute Frage. Also es gibt einen Repository auf GitHub. Da findet man den. Das muss man dann, glaube ich, einmal klonen. Und dann wahrscheinlich, glaube ich, da einfach mal seine Zugangsdaten irgendwo hinterlegen. Wir können das ja auch in die Shownotes packen. Dann verlinke ich nochmal das entsprechende Repository.

[00:17:45] Und dann liegt das da. Und dann muss man eigentlich in der Klode App unter den Einstellungen irgendwo eine Option, die heißt Developer. Und da kann man ja unterschiedliche MCP-Server registrieren.

[00:18:02] Und dahinter legt man dann, das findet man dann aber auch auf dem GitHub-Repo halt dann, wenn man das lokal laufen lässt, so einen Eintrag, den man da einfach reinkopiert. Das ist ja auch so ein kleines JSON-Snippet.

[00:18:13] Und ich glaube, da ist dann, ich weiß nicht mehr, wie es im Detail ist, ehrlicherweise, aber dann weiß praktisch Klode, wo er diesen Server findet und kann ihn entweder bei Bedarf aufrufen, weil ich bin mir jetzt gerade gar nicht sicher, ob der standardmäßig läuft oder ob der bei Bedarf einfach zum Beispiel über den uv-Package-Manager da dann on-demand dann mal eben gestartet wird.

[00:18:35] Aber irgendwie ist es praktisch Code, der auf dem eigenen Rechner sitzt und dann auch entsprechend ausgeführt wird.

[00:18:41] Okay. Musstest du denn, um loszulegen, also die erste Analyse zu machen, weißt du noch, was die erste Analyse war und was musstest du machen? Also hast du nur den MCP-Server gestartet, den Klode erzählt, dass der da ist und dann konntest du loslegen?

[00:18:53] Oder musstest du dann noch tiefer gehen, mal verstehen, was der MCP-Server so anbietet, überhaupt antut? Oder hast du einfach gesagt, da ist ein MCP-Server für meine Gesundheitsdaten, jetzt analysiere doch mal, wie fit ich bin und wie ich trainieren sollte? Also wie tief musstest du da einsteigen, um überhaupt loszulegen?

[00:19:10] Ja, und das ist das Schöne. Gar nicht halt. Also man muss überhaupt nicht verstehen, was da unter der Haube passiert. Man muss das Ding halt irgendwie einmal starten und dieses Aushandeln, welche Fähigkeiten gibt es denn jetzt, das macht ja praktisch dann Klode mit dem Server selber. Wie das jetzt im Detail funktioniert, weiß ich auch nicht.

[00:19:24] Aber ich glaube, der Server, also Klode verbindet sich dann praktisch mit dem Server und die haben dann so ein Standardprotokoll, das dann halt standardisiert ist, wo dann der Server sagt, ey, ich habe jetzt folgende Fähigkeiten. Du kannst hier Aktivitäten lesen, du kannst Aktivitäten erstellen, du kannst bei einer Aktivität Detaildaten abrufen etc. Und der wird auch ständig weiterentwickelt. Also ich sehe, dass da weitere Fähigkeiten hinzukommen.

[00:19:49] Aber ich glaube, das sind so die Basisfähigkeiten. Und dann weiß Klode, okay, das kann ich machen. Dann kriegt er halt von mir sozusagen über das Chatinterface die Sprachaufgabe hier, analysiert doch mal meine letzten Workouts und dann guckt er, welche Fähigkeiten hat die, wählt die passende auf, ruft das aus, wertet die Daten aus. Das muss natürlich passen. Also ich kann natürlich keine Fragen stellen zu Dingen, zu denen er keine passende Fähigkeit findet.

[00:20:13] Aber ich habe auch nichts gefunden, wo er jetzt nicht weitergekommen ist. Und es geht ja im Wesentlichen auch nur darum, zu gucken, wie oft hat er trainiert und wie war die Intensität pro Workout oder pro Ausfahrt dann. Und dann kann er sich aber wirklich alle Detaildaten zu einer Ausfahrt holen. Aber das passiert alles wirklich weg abstrahiert unter der Haube. Ich muss das Ding nur zum Laufen bringen und sagen, hey, guck mal, du bist jetzt verbunden mit meinem Intervalsaccount, schau doch mal nach.

[00:20:37] Ja, cool. Was ist denn dabei rausgekommen? Also wie nutzt es denn jetzt tagtäglich?

[00:21:07] Das nennt man dann auch Entkopplung, glaube ich. Das konnte er tatsächlich sehen in den Daten, dass das ein regelmäßiges Muster ist. Und dann fragt er aber, woran lag es denn? Das kann ja auch sein, dass es zu heiß war. Das kann daran liegen, dass man zu wenig getrunken hat. Das kann an verschiedenen Sachen liegen. Und dann fängt er an, so Fragen zu stellen und baut sich so eine Hypothese zusammen, wie so dein Fitnesszustand ist.

[00:21:33] Und dann gibt er dir halt auch Tipps, was du besser machen kannst, was Ernährung angeht, wie du vielleicht trainieren solltest. Genau dieses Thema mitfahren. Ich fahre immer jetzt mal ein bisschen länger in Zone 2. Aber er sagt auch, mach übrigens auch Krafttraining. Wenn du jetzt viel Fahrrad fährst, dann musst du auch deinen unteren Rücken hinten ein bisschen trainieren und so. Sonst bist du immer in dieser gebeugten Haltung und mach auch Mobilität etc.

[00:21:54] Dann habe ich ihm auch gesagt, ich fahre jetzt auch bald nach Mallorca. Dann war ich da. Dann hat er auch gesagt, dann ist es ja sehr anstrengend, wenn du da vier Tage durchfährst. Dann machen wir jetzt mal lieber ein bisschen ruhiger. Er passt dann auch basierend auf deinen Anforderungen das entsprechende Workout an. Und dann war ich halt auf Mallorca und habe wieder die Daten analysieren lassen.

[00:22:10] Dann konnte man tatsächlich auch sehen, dass durch dieses viele Fahrradfahren auf Mallorca dann mein Efficiency Faktor, also wie viel Watt kann ich bei gleichem Puls treten, hochgegangen ist. Man sieht dann auch so eine Art Fortschritt in den Daten. Das ist schon sehr motivierend, wenn man das dann so schwarz auf weiß sieht. Sonst hast du ja eigentlich nur dein Bauchgefühl. Wie lief es denn heute so? Das kann auch sehr trügerisch sein.

[00:22:35] Die letzten Ausfahrten habe ich jetzt noch nicht mehr so im Detail verfolgt. Radfahren soll bei mir immer Spaß machen. Ich trainiere jetzt nicht für den nächsten Iron Man und muss jetzt irgendwelche Fitnesslevel erreichen. Aber ich fand das schon sehr witzig, sowohl inhaltlich als auch auf einer psychologischen Ebene.

[00:22:53] Das ist ja eigentlich der interessante Teil, wo man KI im Alltag überall nutzen kann. Für welche Sachen und wie schnell man da hinkommt. Du hast irgendwie eine Plattform, wo du deine Daten hinschiebst und hast dann wirklich krasse Insights. Hast du dir mal ein bisschen genauer angeguckt, was Cloud gemacht hat?

[00:23:18] Ich vermute, der hat zwischendurch ein paar Websearches gemacht, um die Informationen dazu zu bekommen, was ein vernünftiger Trainingsplan ist und diese ganzen Fitnessthemen. Hast du da mal genauer reingeguckt, was er so getan hat, während du mit ihm diskutiert hast?

[00:23:33] Er bringt natürlich auch viel trainiertes Wissen mit. Ich habe auch gesagt, ich kann gerne ein bisschen Workout machen, folgende Geräte habe ich zu Hause. Und dann hat er gesagt, du hast das, du hast das, du hast das, dann machen wir folgendes Workout.

[00:23:53] Dann habe ich gesagt, kannst du mir das mal als Markdown-Datei zur Verfügung stellen, dann kann ich mir ein PDF draus machen, das ausdrucken und mir hinlegen, damit ich weiß, wann ich wieder den sterbenden Schwan Mobilität machen soll oder sowas. Dieses Gesamtkonzept ist schon super, von internem Wissen hin zu den eigenen Daten bis hin zu auf Wunsch kann er irgendwas recherchieren für dich, was Ernährung oder etc. angeht. Das ist schon wirklich mächtig.

[00:24:18] Da frage ich mich auch, weiß nicht, ob ein Mensch da besser unterwegs ist in dem Moment. Das sieht man jetzt auch. Ich glaube, Google hat ja jetzt dieses Fitbit R rausgebracht, strahlwarten MCP-Server, versucht ja auch mit KI, dir da Tipps zu geben.

[00:24:31] Also ich glaube, da gibt es schon so einen Trend, dass da so KI-Agenten mehr und mehr Aufgaben übernehmen können, die vorher vielleicht tatsächlich Experten vorbehalten waren. Und die Grundvoraussetzung ist natürlich dann Zugriff auf diese Daten. Und wiederum, diese MCP-Server machen das halt auch nicht Entwicklern sehr leicht, dann entsprechende Datenquellen zu verknüpfen.

[00:24:52] Ich fände es eigentlich auch mal interessant, bei mir ein bisschen mehr zu checken. Deshalb hat mich eigentlich das Fitbit R auch ziemlich interessiert, weil ich es irgendwie schon interessant finde. Meine Apple Watch ziehe ich nachts halt aus. Irgendwie stört die mich beim Schlafen, weil ich die zu groß finde. Und naja, mittlerweile ist die auch so alt, dass die auch irgendwann mal geladen werden muss. Das heißt, ich weiß gar nicht, ob das funktioniert.

[00:25:19] Aber ich fände es eigentlich auch extrem interessant, mal mehr zu checken. So wie viel schlafe ich eigentlich? Da würde ich glaube ich auch nochmal deutlich, hätte Claude glaube ich auch ernste Worte für mich, wie gesund mein Schlaf ist und wie lange ich schlafe, weil ich immer mal wieder, naja, deutlich zu wenig. Aber ich finde es extrem interessant, das auch zu checken.

[00:25:40] Deshalb so ein Fitbit R liegt glaube ich irgendwie schon auf meiner Wunschliste. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich mir das auch mal genauer angucke, um jetzt nicht nur Training zu machen, sondern wirklich mal zu sehen, wie sind so die Tagesverläufe.

[00:25:58] Man sieht das schon, die Apple Watch sagt ja auch ab und zu mal, der Puls liegt irgendwie im Durchschnitt über dem, was du die letzten Wochen so gemacht hast. Wenn ich mal irgendwie, keine Ahnung, mit meinem Sohn ein Wochenende im Bikepark war oder Skifahren typischerweise, das sind dann irgendwie eine Woche, wo der Puls im Schnitt deutlich höher lag. Da gibt es schon mal eine Meldung.

[00:26:21] Dann denke ich immer, ist schon interessant, was man da so auslesen kann. Und wenn man wirklich ein Device hätte, wo man dauerhaft mal trackt, wie viel schläft man denn, wie viel bewegt man sich denn.

[00:26:35] Weil schon dieses, wenn ich es in meinen Alltag einbauen kann, versuche ich halt auch genug Schritte zu machen. Gerade im Homeoffice bin ich nicht so viel unterwegs, muss ich ehrlich sagen. Wenn ich einen Homeoffice Tag habe voller Meetings und dann abends irgendwie vielleicht auch noch was, dann sind das keine 10.000 Schritte. Und das ist schon oft genug, bin ich dann abends nochmal losgegangen, um mich doch mal ein bisschen zu bewegen oder doch nochmal aufs Fahrrad.

[00:26:58] Und wenn man es schaffen würde, so einen Claude dazu zu überzeugen, vielleicht sich auch regelmäßig zu melden, vielleicht wäre das dann auch eher was für einen Agenten, den man einfach dauerhaft laufen lässt und der immer mal wieder drauf guckt und sagt, die letzten drei Tage hast du aber weniger Schritte oder willst du nicht mal das oder jenes machen. Ist, glaube ich, auch nochmal interessant.

[00:27:20] Und mit sowas wie einem MCP-Server und den Schnittstellen, die es da gibt, wie du eben gesagt hast, du musst keine tiefe Recherche machen, wie denn die Schnittstelle aussieht und irgendwelchen kann man ja auch alles machen. Wir könnten ja auch Cloud-Code nehmen und diese Schnittstelle anbinden. Das geht ja auch. Der Weg ist auch nicht so super weit.

[00:27:38] Aber zu sagen, da gibt es einen MCP-Server für die Plattformen, wo meine Daten sind und ab dann hat meine KI und nicht nur Claude, das ist ja das Gute an so einem MCP-Server, du kannst sie auch zum nächsten mitnehmen, wenn du sagst, ich will jetzt, weiß nicht, vielleicht meine Gesundheitsdaten will ich jetzt nicht irgendwie Claude geben, sondern will das mit einem lokalen Modell machen, was auf meinem Mac Mini läuft, dann nimmst du das halt mit zu deinem lokalen Modell und bindest es da an.

[00:28:05] Das ist, glaube ich, das extrem Spannende, dass du es mitnehmen kannst einfach. So zur nächsten KI, entweder weil du sie lokal hostest oder weil du irgendwie doch ein bisschen mal zu einem anderen Anbieter wechselst, ist das keine Schnittstelle, die jetzt nur dafür gebaut ist, sondern ist einfach eine generelle Möglichkeit für so einen KI-Agenten sinnvoll an die Daten zu kommen.

[00:28:26] Absolut, ja. Und ich weiß jetzt auch nicht, ob Intervals ICU jetzt das Best-in-Class ist, aber da habe ich halt zum ersten Mal gemerkt, da kann ich wirklich alles an Daten hinpushen, sowohl die Workout-Daten, aber halt auch die Google-Health-Daten. Ansonsten war das immer so zwei Silos, habe ich das Gefühl. Und das ist schon verrückt, was man sehen kann, auch in diesen Apple-Watch-Daten, zum Beispiel Ruhepuls oder Schlafdauer.

[00:28:47] Der hat sofort gesehen, wenn ich mal, und das stimmt auch, wenn ich irgendwie mal schlecht geschlafen habe oder einmal musste ich, glaube ich, früh aufstehen wegen so einem Event, das heißt, habe ich nur zwei, drei Stunden geschlafen, weil der Zug früh ging. Und das sieht man sofort. Dann ist der Ruhepuls am nächsten Tag plötzlich deutlich höher. Und das hätte ich nie selber auch gesehen, wenn ich ehrlich bin. Also dieses Thema Daten zusammenführen, das ist, glaube ich, wirklich key, um das Gesamtbild zu haben.

[00:29:13] Und dann bremst er dich auch. Also dann sagt er auch so, pass mal auf, du bist jetzt echt viel gefahren in letzter Zeit, jetzt mach mal Ruhe hier, weil Studie XY zeigt, wenn du hier deine Last zu hoch ist, ist die Verletzungsgefahr hoch. Also heute mal halblang. Und dann schimpft er auch mit dir, wenn du dann trotzdem Rad gefahren bist. Dann sagt er dir, du, ich erkenne hier langsam so ein Muster, hat er mir gesagt. Du übertreibst immer am Ende des Ganzen hier, du solltest doch nicht so schnell. Also je nachdem, wie man ihn wahrscheinlich auch promptet, er hat dann schon auch mal tacheles mit mir geredet und gesagt, das ist halt nicht cool.

[00:29:40] Das ist schon witzig. Und ich glaube, sowas verfolgt ja jetzt Google auch mit dem Fitbit. Und da gibt es ja diese Google Health App, da versuchen die dann auch alle Daten zu sammeln. Und ich glaube, egal, wie man es macht, man muss diese Daten halt irgendwie zusammenführen und irgendwie dann da so einen Gesamtblick drauf werfen. Und dann ist das echt schon eindrucksvoll, muss ich sagen.

[00:29:58] Das motiviert mich fast, das auch mal zu machen. Im Moment ist ja eher, mein Sport ist gerade Tennis. Ich glaube, gleich geht es auch wieder auf den Platz. Habe mir aber nach dem letzten Wochenende, Freitag, Samstag, Sonntag und Montag gespielt, brauchte ich erstmal ein paar Tage Pause. Das heißt, ich habe mir erstmal Ruhe verordnet.

[00:30:16] Sehr gut, sehr gut. Ja, der Clown hat auch gesagt. Aber dann siehst du vielleicht auch, wie der Pulsverlauf ist. Das ist plötzlich nicht die Ringruhepuls. Das ist auch sehr motivierend, wenn du plötzlich siehst, in den Zahlen, ja, guck mal, Trosti, dein Efficiency-Faktor ist gerade hochgegangen. Das hätte ich ja nie mitbekommen. Und er fragt dich auch immer, du bitte und gib auch, oder er motiviert mich auch hier, also die Daten sind das eine, sagt er. Aber bitte schreib auch noch mal in die Notizen rein, wie hast du dich gefühlt? Wäre da jetzt noch mehr gegangen, warst du am Ende komplett kaputt?

[00:30:40] Also er lässt trotzdem, er will trotzdem auch wissen, so diesen persönlichen Eindruck. Also er verlässt sich jetzt nicht nur auf die Daten. Und wenn man ihm dann sagt, ich habe jetzt ein bisschen Workout gemacht, hätte ich aber noch mal zehn Wiederholungen machen können, dann sagt er, alles klar, dann erhöhen wir beim nächsten Mal schön das Gewicht. Und das ist halt, das ist schon gut. Also ich kann nicht, genau. Also machen wir dann mal die nächste Folge, machen wir dann, wenn du das Fitbit R hast und wir deine Daten haben, dann würde ich sagen, gucken wir da mal rein.

[00:31:07] Dann gucken wir mal, vergleichen wir mal unsere Efficiency-Faktoren. Aber das heißt ja eigentlich fürs Radfahren, wenn ich da wirklich Daten haben möchte, brauche ich schon so die Wattmessung in der Kurbel. Ohne die geht schon fast nicht, oder? Also ich glaube, da erkennt man schon viel drin. Wenn man die nicht hat, dann fehlen glaube ich viele Daten, oder?

[00:31:28] Das stimmt, ja. Weil wie gesagt, Puls und Geschwindigkeit sagen halt gar nichts, also nicht zwingend was aus. Doch, er könnte erkennen, ob du gerade einen Berg hoch fährst oder sowas an der Stelle. Aber dann wird das alles so geschätzt irgendwie. Und am Ende, Watt ist wirklich das, was du an Leistung reinsteckst. Und das kann er halt super ins Verhältnis setzen. Aber ich sage mal, für Läufer ist das auch gut. Ich glaube, wenn du als Läufer unterwegs bist, da kannst du auch deinen Puls messen. Da wird ja nur noch Puls trainiert eigentlich. Also es geht, glaube ich, genauso gut.

[00:31:55] Aber das war wieder so ein eigenes Ding. Da musst du da wieder eine eigene App für haben. Das sind die Daten aus deiner Trainings-App XY, dann wieder auch zu Intervalls. Also das war dann wieder so ein Ding. Da habe ich dann mit RunGap gearbeitet, um die Daten wieder daraus zu holen. Und dieses Thema Datensynchronisierung ist, glaube ich, so. Wenn man da in einem Ökosystem irgendwie bleiben kann, wäre das schon ganz gut.

[00:32:14] Ja, das ist ja immer ein gutes Argument für die Apple-Welt, in der wir uns ja auch viel bewegen. Das ist eine Welt, die kriegst du zwar nicht raus. Können wir vielleicht nochmal diskutieren. Aber die Frage, wie du an deine Apple Health-Daten kommst, wenn du es nicht darüber machen willst, ist vielleicht auch ein guter Punkt.

[00:32:34] Irgendwie geht es auch, glaube ich. Aber genau wissen wir es jetzt auch nicht. Aber so ein paar Sachen holt sich diese Companion-App halt raus und pusht die da mit rein. Ob das jetzt alles ist, weiß ich auch nicht.

[00:32:42] Ja, aber super, wie schnell man damit ist. So nicht stundenlang irgendwie überhaupt analysiert, was geht denn und welche Daten muss ich denn da rauskopieren und in mein Chatfenster kopieren, damit er das analysieren kann. Sondern alles in die Plattform, MCP-Server davor. Und dann kannst du Fragen beantworten. So, da kann die KIT dir Fragen beantworten.

[00:33:02] Und der hat auch ganz oft irgendwelche Fachbegriffe benutzt, wo ich dann sagte, was ist denn das? Was heißt denn hier Aerobe-Durabilität? Was heißt denn hier Kardialer Drift? Was ist denn hier ein Efficiency-Faktor? Das kannst du ja alles fragen, ohne dich schämen zu müssen, dass du irgendwas nicht weißt. Oder wie soll ich denn jetzt Ernährung machen? Worauf soll ich denn beim Fueling achten? Oder wie kann ich mir denn eigene Gels mixen, wenn ich das jetzt nicht mitnehme? Wie viele Kohlenhydrate waren das denn, die ich da jetzt verbraucht habe? Das kann er dir ja alles dann ausrechnen oder abschätzen.

[00:33:29] Also ein sehr umfangreiches Wissen.

[00:33:32] Wahrscheinlich auch nicht immer perfekt. Das wird auch so sein, wenn man den Super-Fitness-Personal-Trainer hat, dessen Hauptberuf das ist, dann ist das stimmender. Vielleicht sind da noch ein paar andere Wahrheiten, die vielleicht ein bisschen präziser sind. Aber es ist tausendmal besser, als wenn wir einfach nur so darüber nachdenken und denken, war der Lauf jetzt gut oder nicht? Oder man liest mal ein bisschen.

[00:33:53] Und das ist auch das, was ich ganz oft interessant finde, wenn ich mit KI arbeite. Ich muss jetzt einen Vortrag vorbereiten, auch über ein Thema, wo ich noch nicht so hundertprozentig drin gesteckt habe. Und du kannst einfach immer alles tiefer recherchieren, immer alles nachfragen.

[00:34:13] Warum hängen denn diese zwei Dinge jetzt zusammen? Oder erklär mir das nochmal genauer. Ist das richtig, dass das so und so zusammenhängt? Und habe ich das richtig verstanden? Und dieses Interaktive und dass du eigentlich jede Frage stellen kannst und darauf direkt eine Antwort bekommst, das ist so viel effizienter, als wenn ich das früher mit einer Google-Suche gemacht habe.

[00:34:36] Da kannst du natürlich auch sagen, okay, das habe ich noch nicht ganz verstanden. Dann mache ich einen neuen Tab auf, neue Google-Suche. Wie ist denn Thema XY? Und dann musst du da wieder tiefer reingehen. Und das ging auch alles. Aber jetzt zu sagen, erklär mir genau diesen Zusammenhang. Oder im Moment verstehe ich das so, dass es so funktioniert. Ist das richtig oder sehe ich das falsch?

[00:34:55] Und das finde ich so interessant, so zu arbeiten. Es gibt ja die Diskussion, ob wir schlauer werden oder nicht schlauer werden durch den Einsatz von KI. Und so ein paar Skills gehen einem bestimmt verloren, weil man Dinge nicht mehr tut, die man vorher irgendwie schon selber gemacht hat.

[00:35:14] Aber gerade dieses, wenn man neugierig ist und interessiert ist und Lust hat, Dinge zu verstehen und zu lernen, ist das so ein mächtiges Tool, weil du einfach alles, was dich interessiert, einfach fragen kannst. Und durch die Tools, durch Websearch und Ähnliches findest du ja eigentlich auf alles gute Antworten und auch immer die Gegenpositionen und auch immer kontroverse Positionen dazu.

[00:35:39] Das heißt, wenn man es dafür nutzt, ich finde das so interessant, da wirklich einfach neue Dinge zu lernen in kürzester Zeit, was halt früher mit reiner Websuche einfach nicht möglich gewesen wäre.

[00:35:51] Ja, absolut. Jetzt treffen wir ein bisschen ab, aber genau so ist es. Ich habe mich auch schon erwischt, als ich dann beim Autofahren mit Chachipiti gesprochen habe. Da gibt es ja auch so ein Sprachinterface. Und dann habe ich ihm auch gesagt, kannst du mir mal das Konzept erklären, was verbirgt sich eigentlich hinter der Technologie, wann nutzt man die etc. Und das ist wirklich sehr super interaktiv. Und man weiß, wie sich auch die Medizin entwickelt.

[00:36:09] Vielleicht rennen alle bald mit Fitbit R rum, dann gehst du zum Arzt, dann sagt der einmal Auslesen bitte. Und dann hat er natürlich ein viel kompletteres Bild, als wenn du da einmal dann für 24 Stunden dir so ein EKG-Ding da irgendwie mitnimmst oder sowas. Wird sich wahrscheinlich auch nochmal viel tun oder Blutwerte auslesen. Aber gut, jetzt kommen wir ein bisschen weg von dem ursprünglichen Thema.

[00:36:28] Oh, macht ja nichts. Aber eine Sache, weil ich finde es auch total gut, im Auto einfach mit einer KI zu diskutieren, wenn man ein Thema hat. Aber mit Claude geht das nicht, oder? Hast du das mal ausprobiert? Claude versteht mich nie. Der hat ja auch so einen Spracherkennungsmodus, aber ich habe es noch nicht hinbekommen, dass der irgendwie drei Sätze mit mir vernünftig redet, weil der nie versteht, was ich ihm sagen will. Vielleicht muss ich Englisch sprechen, Deutsch klingt ja nicht gut.

[00:36:53] Genau, ich habe es letztens auf Deutsch probiert, ging gar nicht. Und dann habe ich gemerkt, dass er da irgendwie das auch nicht mehr transparentieren konnte. Und dann ging es auf Englisch geht es dann aber plötzlich. Ich glaube, der kann einfach nicht Deutsch. Das ist meine Vermutung.

[00:37:05] Zumindest nicht sprechen. Echt interessant, weil mit Chat-GPT geht das ja problemlos. Machst du an und dann kannst du halt irgendwie eine halbe Stunde diskutieren irgendwie und da Sachen besprechen. Aber bei Claude scheitere ich jedes Mal. Aber das nächste Mal versuche ich mal Englisch. Vielleicht geht das besser.

[00:37:20] Ja, exakt. Was auch nicht geht im Sprachen, glaube ich, ist, dass er dann, was ich letztens hatte, das habe ich auch mit ihm gesprochen, habe ich ihm gesagt, kannst du jetzt bitte da draußen nochmal ein Markdown-Dokument erstellen? Meinte er, nee, kann ich nicht. Musst du erst wieder in die Chat-Oberfläche wechseln und dann kannst du es da per Sprachbefehl über sozusagen dann aber von iOS dann einfach rein diktieren und dann Text abschicken. Dann kann er es.

[00:37:39] Das hatte ich auch. Ich weiß gar nicht mehr, was das war. Da hat er mir auch gesagt, nee, kann ich nicht. Ich so, okay. Aber irgendwie ist das noch Sprachlich. Die Sprachsteuerung ist irgendwie noch begrenzt.

[00:37:49] Ja, und Chat-GPT springt auch gerne mal vom Deutsch ins Englische mittendrin. Ich glaube, wenn er so ein englisches Wort denkt, dann denkt er, okay, jetzt bin ich im Englischen und dann wieder zurück. Aber trotzdem, das ist schon verrückt.

[00:37:59] Okay, nochmal einmal zurück. Ich glaube, wir haben ein ganz gutes Bild schon bekommen. Das heißt, du fährst Rennrad mit jede Menge Monitoring dran. Hast eine Plattform, wo du die Daten alle aus unterschiedlichen Quellen reinbekommst.

[00:38:14] Hast einen MCP-Server gefunden und damit war dem Claude-Trainings-Coach Tür und Tor geöffnet. Total interessant, finde ich gut. Haben wir sonst zum Thema MCP noch irgendwas, was wichtig ist?

[00:38:29] Eigentlich ist halt eine Möglichkeit, wird immer populärer. Du hast eben gesagt, Strava hat auch einen MCP-Server. Ich glaube, ganz viele Tools, Anbieter und Unternehmen fangen an, irgendwie was anzubieten. Noch irgendwas Interessantes, was dir begegnet ist? Irgendein MCP-Server, der da aufgetaucht ist, wo du gesagt hast, interessant, dass es das auch gibt?

[00:38:51] Genau. Zum Thema Abwägung von Risiken etc. So ein MCP-Server ist natürlich eine gewisse Blackbox. Man weiß natürlich nicht ganz genau, was da passiert unter der Haube und welche Fähigkeiten er bereitstellt. Zum Beispiel der MCP-Server, der jetzt bei Intervalls-ICU unterwegs ist, der hat ja auch schreibend Zugriff auf die Daten in Intervalls-ICU. Der kann mit der Trainingspläne anlegen, der kann aber auch Aktivitäten löschen, theoretisch.

[00:39:16] Und wenn so ein Sprachmodell sich jetzt mal irgendwie vertut oder irgendwas falsch versteht, könnte er theoretisch hingehen und sagen, ich lösche jetzt alle deine Daten aus Intervalls-ICU raus. Wenn ich ihm das hier prompten würde, würde er es wahrscheinlich machen. Fragt er hoffentlich noch zwei, drei Mal rück, ob er sich das wirklich machen soll. Aber da kann natürlich auch einiges schiefgehen, weil es gibt ja auch keinen Zurück-Button oder keinen Rückgängig-Machen-Button bei den Themen.

[00:39:36] Da muss man natürlich generell ein bisschen aufpassen, wenn man jetzt welchen MCP-Server auch immer anbindet. Aber wenn es jetzt mal kritische Sachen sind, dann sollte man gucken und genau wissen, was man da tut.

[00:39:48] Deswegen bei Strava zum Beispiel, der kann nur lesen. Wahrscheinlich aus gutem Grund haben die das gemacht, weil sie keine Lust haben, dass Leute sich plötzlich beschweren und sagen, ey, mein Chachipiti hat meinen gesamten Strava-Account gelöscht. Was jetzt? Und darauf haben die einfach keinen Bock. Also da sollte man, glaube ich, aufpassen. Denn mit den Fähigkeiten geht natürlich auch mal ein gewisses Risiko einher. Das sollte man vielleicht auch nochmal irgendwie erwähnen.

[00:40:11] Ansonsten in der Praxis nutzen wir ja auch hier bei AMALYTIX so einige MCP-Server. Wir haben eigentlich zwei Stück im Einsatz. Zum einen einen, um Tickets intern zu erstellen, was unser Entwicklerteam angeht. Zum anderen für unser CRM, da können wir auch Daten auslesen. Das funktioniert beides sehr, sehr gut.

[00:40:28] Also ich finde, man denkt ja erstmal, was passiert da unter der Haube. Aber ich muss sagen, die Anbindung an Sprachmodelle schlägt selten fehl, würde ich sagen. Also es ist eher ein absoluter Gewinn. Wie gesagt, man muss halt aufpassen, was man macht und was man dem gibt. Denn jedes Sprachmodell kann ja auch mal, da gibt es ja genug Beispiele in der Praxis, wo dann Leute posten, Hilfe, Chachipiti hat meine Produktionsdatenbank gelöscht.

[00:40:53] Deswegen ein bisschen aufpassen. Aber wenn es jetzt unkritische Sachen sind, deutlich auf jeden Fall Gewinn.

[00:41:03] Da würde ich auch Werbung für machen. Wenn es unkritische Dinge sind, einfach mal reinstürzen und loslegen und einfach mal machen. Wenn es kritische Dinge sind, klar, da muss man reingehen und es verstehen. Das ist, glaube ich, für den KI-Einsatz in allen Anwendungsbereichen wichtig, dass man die Risikoabschätzung macht. Und in ganz vielen Bereichen ist es aber auch egal. Wenn da Fehler passieren, dann passieren da Fehler und dann kann man auch einfach mal loslegen und gucken, wie weit man kommt.

[00:41:30] Ja, und es ist auch gar nicht so schwer, selber einen MCP-Server zu bauen. Also wenn man selber jetzt irgendeine Form von App hat oder irgendwas betreibt oder irgendwelche Daten zur Verfügung stellen möchte, die es so im Trainings-Set nicht gibt, dann gibt es ja mittlerweile auch schon Frameworks im Python-Umfeld, im TypeScript-Umfeld, mit denen man relativ einfach so einen Server aufsetzen kann, betreiben kann.

[00:41:50] Man nimmt einfach, wie man es auch so programmiert, ein paar Funktionen, die stellt man dann öffentlich. Intern implementiert man dann einfach die Logik, wie diese Funktionen, welche Daten die entgegennehmen und bereitstellen. Und dann ist das gerade mit dem Coding-Agenten, glaube ich, auch sofort gemacht. Das ist also gar nicht so schwer, auch die andere Seite zu bedienen und dann auch einen Server zu bauen. Können wir auch mal in den Show Notes verlinken. Kann ich mal ein Projekt mal reindroppen, als Beispiel, als Stellvertreter für andere.

[00:42:18] Ja, gerne. Und ansonsten würde ich sagen, auch gerne von unseren Hörerinnen und Hörern, gerne Feedback. Wie sieht euer Rennrad aus? Welche Daten habt ihr noch? Und nutzt ihr auch einen KI-Fitness-Coach? Würden wir uns freuen, da ein bisschen was von euch zu hören.

[00:42:32] Absolut. Ich glaube, damit haben wir das Thema gut umfassend behandelt, glaube ich, oder?

[00:42:36] Würde ich auch sagen. Vielen Dank. War total interessant. Und ich gucke mal, wo ich gleich ein Fitbit R herbekomme und meine Daten tracke.

[00:42:46] Super, ich bin gespannt. Bis zum nächsten Mal.

[00:42:49] Prost.

[00:42:50] Tschüss.